Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  2. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  3. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  4. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  5. Gericht urteilt: Glockenschlag ist zumutbar
  6. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  7. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  8. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  9. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  10. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  11. Evangelische Theologische Hochschule/Basel ehrt Peter Seewald
  12. Beschleunigen die neuen Vatikan-Normen die offizielle Anerkennung von Medjugorje?
  13. P. Karl Wallner: „Es gibt keine Pflicht, immer zu Kommunion zu gehen bei der Hl. Messe“
  14. Ordinatio sacerdotalis ist nach 30 Jahren immer noch de fide
  15. Johannes Hartl wurde in den Deutschen Knigge-Rat berufen

Zollitsch: Kirche muss stärker missionarisch sein

14. April 2011 in Deutschland, 33 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutscher Bischofskonferenz-Vorsitzender: "Wenn die Kirche von vielen heute wie ein Verein unter vielen gesehen werde, liege das zum Teil auch am derzeitigen Auftreten der Kirche"


Bonn (kath.net/KAP) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Erzbischof Robert Zollitsch, hat vor übertriebenen Erwartungen an den Dialog über die Zukunft der Kirche gewarnt. Zwar dürfe es keine "Denkverbote" geben, aber es müsse klar sein, dass die Antworten auf Fragen nach möglichen Reformen "auf der Grundlage der Offenbarung und der Lehre der Kirche" zu suchen seien, sagte Zollitsch Mittwochabend in Bonn. "Nur so bleiben wir in der Wahrheit unseres Glaubens und in der Gemeinschaft der Weltkirche", betonte er.


Der DBK-Vorsitzende nannte es "nicht unbedingt hilfreich, dass derzeit in rascher Folge Forderungen und Postulate auf den Markt geworfen werden", die nach der Art von möglichst schnell abzuarbeitenden "Mängellisten" formuliert seien. Das von den Bischöfen angestoßene Gespräch verstehe sich vielmehr als geistlicher Prozess, der sich nicht an einen Reparaturbetrieb richte, "der an einigen Stellschrauben dreht, um so eine bessere Kirche hervorzubringen".

Im Zentrum stehe der Anspruch, "wie die Frage nach Gott in unserer Gesellschaft wach gehalten und die christliche Antwort überzeugend formuliert und vor allem gelebt werden kann". Reformvorschläge ebenso wie das Beharren auf einer bestimmten Praxis seien danach zu beurteilen, ob sie dieser Vorgabe gerecht würden.

Zollitsch betonte, die Kirche dürfe weder Selbstzweck noch ein Interessenverein sein. Ihr tragender Grund sei göttlich, und dies müsse sie zeigen. Wenn die Kirche von vielen heute wie ein Verein unter vielen gesehen werde, liege das zum Teil auch am derzeitigen Auftreten der Kirche. Sie müsse stärker missionarisch sein und wieder als Ort der Wahrheit erfahren werden.

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 catolica 16. April 2011 
 

danke Karsten 78

als betroffene(religionslehrerin) weiß ich,von was du redest und würde das 100% unterstützen---die unterrichtsmaterialien stärken liberale denkansätze und ethik--religion als bekenntnis ist kaum machbar,da meist ja ökumenisch verankert---ganz falsch auch die wahlfreiheit ab 14 jahre-dazu seltsamer firmunterricht,der aus gutmenschentum und sozialeinheiten besteht neuevangelisierung meint das,was papst johannes paul II.so vehement eingefordert hat,was aber bisher sich kein bischof getraut hat,umzusetzen...mission wird heute genauso lasch verstanden,nä,lich sozialarbeit---denn alle religionen sind ja gleich gut und man soll den anderen nichts überstülpen--brrrrrr---da wünsche ich mir die guten alten missionare zurück. fangt einfach alle mal an...


0
 
 Ester 15. April 2011 
 

@ wildrosenöl

ich sehe das offenscihtlich ähnlcih wie sie.
Hätte noch einen kleinen Lesetipp:
Graber \"Athanasius udn die Kirche unserer Zeit\"
Wunderschöner Schlusssatz \"Das das ganze längst unterhöhlte Gebäude demnächst zusammenstürzt ist nur eine Frage der Zeit. das die Kirche den allgemeinen Zusammenbruch unverletzt überstehen wird, ebenso selbstverständlich\" (zitiert aus dem Kopf)


0
 
 Wildrosenöl 15. April 2011 
 

@ Ester

Um ein mögliches Missverständnis auszuräumen: Ich sage nicht, dass ich eine Art Urkirche will. So was steht mir gar nicht zu. Und wir wären ja immer noch mit Rom und der Weltkirche verbunden. Wir dürften uns übrigens dazu bekennen, ohne vom Mainstream-Katholizismus in die reaktionäre Ecke gestellt zu werden.

Mir wäre es sehr viel lieber, die deutschen Bischöfe würden den Weg gehen, den Papst Benedikt vorschlägt und vorlebt, als auf dem deutsch-nationalen Kurs zu beharren. Denn der Dialogprozess als Ausweg aus der Krise ist wieder mal ein rein deutscher Sonderweg. Nach meinen Informationen bis jetzt.
Wir werden quälende Jahre haben in Deutschland, wenn das zerstrittene \"Innenleben der Kirche\" weiter in den Medien breitgetreten wird.
Höhere Kirchenaustrittszahlen sind vorprogrammiert. Die Theologen und Gremien-Katholiken werden wieder die hierarchische Struktur verantwortlich machen. Eine Kirche, die nur noch um sich selbst kreist.

Wenn die Mehrheit der Bischöfe nicht auf eine wirklch geistliche Erneuerung setzt, gegen den Widerstand der halb- und ungläubigen Theologen, von kirchenfeindlichen Medienbossen und dem Gremium-Katholizismus, wird die Gestalt dieser Kirche in Deutschland zusammenbrechen. Ob ich, ein wirklich kleines Licht, das will oder nicht, ist belanglos.

Ich glaube nur, dass die Kirche und der Glaube nicht ausgelöscht werden, wenn die Deutsch-Katholische Kirche eines Tages zusammenbricht. Und sollte ich das noch erleben: Nachtrauern werde ich der \"Lehmann-Kirche\" nicht.


1
 
 Ester 15. April 2011 
 

Ich stimme was

die Analyse der Situation angeht Wildrosenöl zu. Ja genau so stellt es sich dar. Nur was das reduzieren auf das Wesentliche und die kleine Herde angeht, so schwingt da viel Urkirchenromantik mit, die ja auch immer von den Verfechtern irgendwelchen \"Laien am Altarraum\" Fans vertreten wurde.
Ich finde immer, hört sich ja ohne Frage gut an, aber die Urchristen sind für ihren Glauben in einen grausamen Tod gegangen und noch Augustinus warf seiner Mutter vor einer Sklavenreligion (also einer Religion für die Underdogs, die Looser und eben (Paulus) die die nichts sind in den Augen der Welt) anzuhängen.
Nun wer von uns ist schon bereit um eines Kindes willen auf die eigene karriere zu verzichten, wer ist als Großeltern z.B bereit auf ungeplante Enkelkinder aufzupassen ,wer als katholischer Vermieter nimmt eine Familie mit vielen Kindern u.s.w.
Warum ich immer auf den Kinder herumreite? Nun die Urchristen sind in de Tod gegangen wir nehmen noch nicht mal das Leben an.


0
 
 Wildrosenöl 15. April 2011 
 

Wenn ich mir das Auftreten

der Machtcliquen in der katholischen Kirche in Deutschland vor Augen führe, dann wäre ich heilfroh, es würde den Normen und Standards von Vereinsmitgliedern ihrem Verein gegenüber entsprechen. Wir würden wenigstens nicht unter das Niveau von Vereinen absinken.

In jedem Verein gibt es eine Satzung, wird von den Mitgliedern auch Disziplin und ein Mindestmaß an Loyalität erwartet.

Es würde Seiten, nein, eine Bibliothek füllen, wollte man alle \"Satzungsverstöße\" beschreiben, die leider bei uns selbstverständlich zu sein scheinen, die jeden Verein in den Zusammenbruch geführt hätten.

Nur zwei Beispiele, ausgewählt aus einer Vielzahl: Der Nachwuchs wird weitgehend bei der Ausbildung gegen den eigenen Verein aufgestachelt (Religionsuntericht). Er soll aber in Zukunft diesen Verein tragen.

Mächtige Vereinsmitglieder- Ideologen (Theologen) bauen einen gewaltigen Druck gegen den Vorstand (Bischofskonferenz) auf, indem sie ihre gewünschten Satzungsänderungen nicht dem Vorstand mitteilen, sondern mit medialem Getöse der Öffentlichkeit unterbreiten. Der Vorstand - die Bischofskonferenz - scheint noch nicht mal zu merken, dass ein solches Verhalten den Verein von Grund auf ruiniert.
Wobei ich noch nicht mal den Inhalt des Theologen-Memorandums bewertet habe, sondern nur die Form, die nicht hinnehmbare Vorgehensweise. Nicht die Süddeutsche Zeitung wäre die Adressatin gewesen, sondern ausschließlich die DBK. Doch gerade diese zerstörerische Art der Kommunikation ist ja typisch für die nachkonziliare Kirche in Deutschland. Und ein mächtiger Kardinal hat kräftig mitgewirkt, diese Kommunikation über die Medien regelrecht zu installieren: Karl Kardinal Lehmann. EB Zollitsch ist nur sein Nachfolger.

Zum Glück ist die kath. Kirche kein Verein. Aber ihre Gestalt in Deutschland zeigt alle Anzeichen einer fortgeschrittenen Dekadenz. Die Verachtung aller Tradition, der besserwisserische, in aller Öffentlichkeit von Theologen und mächtigen Gremienkatholiken vorgetragene Anspruch auf Verzicht der eigenen Identität, der fortschreitenden Protestantisierung, dem tatenlosen Zuschauen der meisten Bischöfe, wird zum Zusammenbruch führen. Wobei einige Bischöfe aktiv mitmachen und an dem Ast sägen, auf dem sie jetzt noch sitzen.

Die Sonne scheint, und ich lasse mir den Tag nicht vermiesen. Zumal ich weiß: Selbst wenn diese Gestalt zusammenbricht, und vieles deutet auf solch einen Prozess hin, der Glaube und die Kirche werden weiterleben. In einer anderen Gestalt. Ohne obsolete Konkordate, ohne Kirchensteuer, ohne staatlich bezahlte Theologen, ohne politisch gesteuerte Gremien wie ZdK und Räte, kann die Kirche sich von innen her erneuern. Sie wird dann anders aussehen als jetzt, wenn sie sich von Überflüssigem trennt und sich auf ihren Kern besinnt.

Nur noch eine kleine Herde? könnten Bischöfe fürchten. Lieber \"Salz der Erde\" als gefüllte Teller, besorgt aus der Fastfoodkette gleich um die Ecke...


2
 
 Apfelkuchen 14. April 2011 
 

Man würde Jesus vorhalten

daß er kein nützliches Mitglied dieser Gesellschaft sei, ein Versager und eben kein Macher, denn er erbringe für diese solidarische Gesellschaft keine Lebensleistung.Eigentlich sei er nur ein Parasit und Sozialschmarotzer, mit denen man schon noch aufräumen werde, wenn nur die Richtigen dazu ans Ruder kämen.Denn sie verunzierten den gesunden Volkskörper mit ihrer blosen Erscheinung und passten nicht in sauberes, ordentliches und anständiges Land.


0
 
 Nada 14. April 2011 
 

Wie bitte?

Lieber @Incomodo, ich habe in \"Sauerteig\" rumgestöbert. Interessant!
Wie hier schon bemerkt wurde, sind wir alle zu Zeugen der Botschaft des Evangelliums aufgefordert, vor Ort, unter unseren Leuten, in Wort und Tat. Mich persönlich kränkt Ihre Aussage, ...\"das miese Bild, dass wir (ja, wir ALLE) derzeit bieten\". Da haben Sie sich doch vergaloppiert mit Ihrem Urteil, Ihrer Verurteilung? Ich bin sicher, dass die Poster hier, alle in irgendeiner Form ,für das \"Reich Gottes\" tätig sind und dafür sich alle Tage Mut und Kraft vom HERRN erbitten, um STAND-zu-halten. Denn ohne IHN können wir nichts tun!
Man darf auch gelegentlich seine Mitchristen in der Gemeinde darauf hinweisen, dass der Pfarrer, der Bischof, ein MENSCH ist und nicht GOTT. Diese ewigen Kritikaster mögen sich verschärft selbst erforschen und vielleicht wieder einmal hl. Beichte in Anspruch nehmen?

Zollitsch: Kirche muss stärker missionarisch sein.


0
 
 willibald reichert 14. April 2011 
 

Xano

Können Sie mir bitte sagen, wie ich an den Link des
Erzbistums Freiburg zu \"Pro\"Familia\" komme? Danke!


1
 
 Stephan Karl 14. April 2011 

@Kurti (Ach ja)

Entschuldigen Sie bitte meinen Einwand. Auch für mich sind einige Aussagen seiner Exzellenz hochwürdigsten Erzbischof Zollitsch manchmal nicht ganz verständlich. Allerdings finde ich es nicht richtig, wenn ein Bischof, egal was er sagt immer und sofort \"drüber bekommt\", sprich \"es gar nicht richtig machen kann\". Im Katechismus steht, wir sollen die Bischöfe verehren. Ich finde da sollten wir Ihnen etwas Grundsympathie entgegenbringen und vor allem den gottgewollten Respekt.

Viele Grüße,
Stephan Karl


3
 
 johnboy 14. April 2011 
 

Nach dem ich hier die Kommentare gelesen habe, kann Erzbischof Zollitsch tun oder vor haben was er will, bevor er sein Bistum \"aufraümt\" nimmt keine mehr ernst, ist das richtig?


2
 
 Incomódo 14. April 2011 

Was wollt Ihr denn?!

Sehen wir´s doch positiv!
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich glaube, wir sind etwas oder sehr überrascht, von EB Zollitzsch solche Botschaft zu vernehmen.
1) @Xano: „warum werden die Initiativen, die in diese Richtung gehen von der Deutschen Bischofskonferenz nicht gefördert?“
Diese Frage stellt sich auch mir, aber könnte es sein, dass EB Zollitzsch unsere Hilfe braucht, die formulierten Absichten „gegen alle (!) Widerstände“ durchzusetzen? Mir scheint, dass es genug erkennbare Unstimmigkeiten unter den Brüdern da oben gibt und mancher von ihnen das miese Bild, das wir (ja, wir alle!) derzeit bieten, nicht verschlimmern will.
2) @St.Gabriel:
„Das Evangelium zu verkünden, ist Aufgabe der Kirche. Wäre dem so, hätte ich nicht mehr das Gefühl, die Kirche sei heute nicht mehr als nur ein Freizeitverein.“
Und aus der Botschaft: „Wenn die Kirche von vielen heute wie ein Verein unter vielen gesehen werde, liege das zum Teil auch am derzeitigen Auftreten der Kirche\"
Das ist völlig richtig, denken wir nur etwa daran, dass es eine Gruppe von Gläubigen gibt, die sagen „Wir sind Kirche, aber wenn sie Forderungen „an die Kirche“ stellen, meinen sie die Kleriker. Und denken wir daran, dass einige in der Kirche „Demokratie“ wollen mit Mehrheitsentscheidungen – ja, worüber denn? Ich sehe schon die mehrheits-kirchlichen Plebiszit-Themen: Ist Gott eine Frau? Darf der Papst kurze Unterhosen tragen? Lo siento, aber manches ist kaum noch ernsthaft zu diskutieren. Und die Weitergabe des Glaubens liegt auch nicht im Wortschwall, sondern in der Tat, und dann denken wir mal, was wir so im Alltag tun, was wir christlich nennen könnten, als Vater / Mutter, als Lehrer, als Manager, Banker, Politiker ...
3) @Waldi
„Einem Mathematikprofessor, der den Studenten die Materie verständlich beibringen muss, nützt der Dialog mit den Schülern gar nichts.“
Das ist sehr richtig, aber: EB Zollitzsch will nicht über die mathematischen Grundsätze reden, sondern über den Weg, sie erfolgreich zu vermitteln. Das ist nicht nur ein Problem der Kommunikation, sondern auch des Verantwortungsbewusstseins eines jeden. Ihr habt schon Recht: Es wird derzeit alles viel zu lasch gehandhabt, aber warum? Hier müssen Ursachen erkannt werden und Wege gefunden werden, uns in unserer Aufgabe der „Missionierung“ gegenseitig zu unterstützen.
4) aus der Botschaft: „Zwar dürfe es keine \"Denkverbote\" geben, aber es müsse klar sein, dass die Antworten auf Fragen nach möglichen Reformen \"auf der Grundlage der Offenbarung und der Lehre der Kirche\" zu suchen seien, sagte Zollitsch.“
Ist das nicht sauber? Auch die weiteren Gedanken. Und die Formulierung von der Kirche als Interessenverein könnte sogar von mir sein, siehe „Der unwirksame Sauerteig“ (eingeben unter Google; ist kostenlos. Und damit bin ich aus dem Inkognito).


1
 
 Kurti 14. April 2011 
 

Ach ja

Man muss ja ab und zu neben vielem Unsinnigem, auch mal etwas Richtiges sagen wie Kardinal Lehmann es auch schon vorgemacht hat, auch wenn man wie er auch, ganz anders handelt. An ihren Früchtlen sollt ihr sie erkennen, nicht an ihren Reden, heisst es in der heiligen Schrift.


3
 
 Apfelkuchen 14. April 2011 
 

Gott kommt einfach nicht durch

...im materialistischem Getöse unserer Gesellschaft, die sich unentwegt selber feiert.

Jesus würde heute als Obdachloser auf der Strasse enden und unter der Brücke schlafen.

Was für ein Spinner, würden die Menschen sagen.


3
 
 Ester 14. April 2011 
 

Apfellkuchen, St. Michael; Tadeusz , stiller Beobachter u.a

stimme Ihnen allen zu.
Und um es ehrlich zu sagen irritiert mich der Herr Erzbischof sehr. um es mit dem Dichter zu sagen:
\"Die Botschaft hör ich wohl allein mir fehlt der Galube!\"


3
 
 Kajo 14. April 2011 
 

Oh ja

Sie muss wieder als Ort der Wahrheit erfahren werden. Da hat er ja mal ausnahmsweise Recht der Herr Erzbischof. Sorgen Sie also bei Ihren Mitbrüdern und vor allem bei den Generalvikaren und an den Theologischen Universitäten dafür, das auch dort die Wahrheit wieder verkündet wird und haben Sie den Mut, die aus Ämtern zu entfernen, die nicht den wahren Glauben lehren und verkünden, dann werden auch wieder mehr Menschen der Kath. Kirche folgen.


2
 
 Waldi 14. April 2011 
 

Reform, Dialog, Reform, Dialog...

und immer so weiter. Und nun warnt Erzbischof Zollitsch vor zu \"übertriebenen Erwartungen\" an den Dialog, den er selbst als Allheilmittel der Kirchenkrise angestoßen hat! Die glaubens- und romtreue Basis der Katholiken hat den Erfolg des Dialogs schon angezweifelt, bevor er überhaupt in Gang gekommen ist.
Einem Mathematikprofessor, der den Studenten die Materie verständlich beibringen muss, nützt der Dialog mit den Schülern gar nichts. Denn, entweder ist die Rechnung richtig, dann haben die Schüler das zu respektieren und anzunehmen, aber nicht durch dialogiesieren das Resultat infrage zu stellen, oder die Rechnung ist falsch - dann hilft auch kein Dialog, auch wenn er noch so eifrig geführt wird.
Mit der Kirchenlehre ist es nicht anders. Entweder sind die vom Papst und von Rom gehüteten Glaubenswahrheiten richtig, dann hat sie die katholische Weltkirche - auch die Deutschen Bischofe, Theologen und Katholiken zu akzeptieren und anzunehmen, anstatt diese Wahrheit, (Richtigkeit). durch den Dialog, (Widerspruch, Einwand), zu egalisieren.
Über lange Zeiträume seit ihrer Gründung, (und für lange Zeiträume), sind der katholischen Kirche durch göttlichen Beistand und göttliche Weisung durch den Heiligen Geist, Erfahrungen, Erkenntnisse und Weisheiten erwachsen, die alles in den Schatten stellen, was wir durch unsere Überheblichkeit und \"moderne\" Einsicht über sie zu begreifen vermögen. \"Kirche von unten\" zieht alle nach unten - nur die \"Kirche von \"Oben\" kann uns zu geistigen Höhen beflügeln.
@st. michael, Sie haben das doch ironisch, (aber nicht böse) gemeint. Denn von dem, was von unserer Pfarrreferentin, Pastoralreferentin und Gemeindereferentin, (und Charlie), kommt, wäre ich religiös schon längst verhungert. Die Weisungen von Papst Benedikt XVI. an die Deutschen Bischöfe versickern schon lange bevor sie in den Pfarrgemeinden ankommen, denn vieles was da abläuft, steht oft in krassem Gegensatz zu Rom.


1
 
 Tadeusz 14. April 2011 

Herr Erzbischof, irgenwie vertraue ich Ihrem Missionseifer nicht.
Vielleicht deswegen, dass manche Ihrer Meinungen zum Haputbestandteil des katholischen Glaubens (z.B. Sühne Christi) soweit weg von der Kirchenlehre liegen, dass man Angst bekommt, sollen Sie wirklich meinen, was Sie da sagen.

1000 protestantische Kirchen haben wir schon.


2
 
  14. April 2011 
 

recht hat er

Bischof Zollitsch hat Recht! Warum haben denn die Legionäre Christi Nachwuchs, und die Piusbruderschaft? - Ich bin kein Anhänger dieser Gruppen -, aber die gehen in eine Werbeoffensive, während sich manche diözesanen Priesterseminare darauf vorbereiten, Priesterinnenseminare zu werden. Dort werden schon regelmäßig Veranstaltungen für Studentinnen und Möchtegernpriesterinnen gehalten.


2
 
 Maxim 14. April 2011 
 

missionieren

Ite, missa est!
Ja, wo fangen wir denn an? Bei den Bischöfen?
Der erste Schritt ist ja schon erreicht. Bischof Zollisch sieht ein, dass sich etwas bewegen muss.
Der zweite Schritt wäre, dass sich bei dem Pressesprecherposten und dem Generalsekrtär etwas ändern würde. Aber ob da schon die Erkenntnis angekommen ist?
Ich möchte meinem Zweifel keinen Ausdruck geben.
Ja, Hl. Geist erneuere uns und die ganze Kirche.


3
 
 Tina 13 14. April 2011 

Zollitsch: Kirche muss stärker missionarisch sein

\"Wenn die Kirche von vielen heute wie ein Verein unter vielen gesehen werde, liege das zum Teil auch am derzeitigen Auftreten der Kirche\"

Man könnte fast einen Auszählreim machen: \"Ene mene Miste es rappelt in der Kiste, ene mene meck und du bist weg\". Und übrig bleibt die Schuld liegt bei „der Kirche“.

Die Bischöfe sind fein raus. Von vielen Schreiben mit Fragen, gabs es im letzten Jahr 5 Antworten. Egal ob zur knienden Mundkommunion zum Katechismus im Religionsunterricht zur Katechese vor oder nach der Heilige Messe oder zum fehlenden Kreuz auf dem Messgewand oder wieso immer Gottesdienst statt Heilige Messe.

Etwas dünn oder? Bin mal gespannt ob in den „hochgelobten“ Zeiten „des Dialogs“ mit Antworten zu rechnen ist. Ich geh mal rasch einen „größeren Briefkasten“ kaufen?

Antworten braucht das Land, demütige im Heiligen Geist geführte, Rom- und Papsttreue, marianische Priester und Bischöfe! Und diese können dann den wahren Glauben auch an die Gläubigen in den Gemeinden weitergeben. (Das wäre des Rätsels Lösung)

„Den Rauch“ aus dem „Schweizer-Käse-Kirche“ braucht keiner!.

„Kleine Herren“ gibt es schon genug, aber es kann NUR EINEN GEBEN. Jesus Christus unseren Herrn!

Gott, Heiliger Geist, Du Geist der Güte!
Senke in die Priesterseelen einen Strahl Deiner Güte, Deines Erbarmens, Deiner Liebe für die arme, immer tiefer sinkende Menschheit! Maria, gute Mutter der Priester! Erflehe uns gute, weise und kluge Priester, die den Abfall ins Heidentum noch aufzuhalten vermögen . Ja, Mutter, bitte um viele heilige Priester.

www.kathtube.com/player.php?id=19572


4
 
 St.Gabriel 14. April 2011 
 

„stärker missionarisch sein“?

Im Prinzip gefällt mir der Text, aber die Wirklichkeit ist wohl eine andere.
Die Kirche sollte missionarisch sein, nicht stärker oder schwächer, mehr oder weniger, sondern ausschließlich. Die heutige deutsche Kath. Kirche wird diesem Auftrag überhaupt nicht mehr gerecht, obwohl DIE KIRCHE (Ecclesia oder gr. kyriake) mit Jesus Christus als Stifter genau aus diesem Grunde ins Leben gerufen wurde, nämlich um zu missionieren, zu lehren, zur Buße aufzurufen, zu taufen. Nichts anderes finden wir auch im Neuen Testament, besonders bei Paulus, aber auch schon bei Moses.
Unsere heutigen „Kirchendiener“ haben aber die Schrift vernachlässigt, haben sich vom Zeitgeist treiben lassen, haben sich an das Weltliche angepasst, biedern sich dem Islam an anstatt unsere Lehre zu verteidigen und als Wahrheit und Heil zu verkünden, lösen sich so von Jesus Christus, dem Heiland, machen sich zur Hure und bringen die Menschen um ihr Heil, das allein im Kreuz liegt. Das Evangelium zu verkünden, ist Aufgabe der Kirche. Wäre dem so, hätte ich nicht mehr das Gefühl, die Kirche sei heute nicht mehr als nur ein Freizeitverein.


1
 
 Dismas 14. April 2011 

@st.michael

sehr gut! Fast wie im richtigen (Gemeinde-)Leben!


1
 
 Karsten78 14. April 2011 

Religionslehrerausbildung

Meinem Lehramtsstudium (kath. Religion) könnte eine Missionierung gut tun, denn zur Zeit führt das Studium eher weg von der Kirche!
Ist ja auch kein Wunder, wenn man sich die Unterzeichner des Memorandums anschaut! Ein großer Schritt in der Missionierung wäre schon getan, wenn die Bischöfe mehr Kontrolle auf die Inhalte in der Religionslehrerausbildung ausüben würden.


2
 
 st.michael 14. April 2011 
 

@ Notam -nicht ganz ernst gemeint-

ganz einfach, indem Sie sich gefälligst an die Sprechstunden des Pfarrbüros halten und dann ihr Selbstmissionsanliegen vortragen.
Die freundliche Pfarrgemeidereferentin wird dann Charlie (den Ortspriester, guter Kumpel) evtl. dazuziehen um mit Ihnen ein Missionsgespräch zu führen.
Sollten Sie allerdings konvertieren wollen oder sonstige abstruse Dinge verlangen, das geht so schnell nicht, da muß der Pfarrgemeinderat befragt werden.
Und ganz im Vertrauen, warum wollen Sie denn da weg, die sind doch so nett !
Kommen Sie wieder, wenn Sie ein wenig Geld für die Mission in Bangladesh haben, dort ist Mission wirklich wichtig.
Immer denken Gott ist gut und hat alle lieb !
Das glauben Sie nicht?
Na denn mal auf in unsere Bistümer !


4
 
 Notam 14. April 2011 
 

Missionarisch

Ich bin weder in der Stadt, noch an meiner Haustüre jemals durch Katholiken angesprochen worden über Gott nachzudenken oder dem katholischen Glauben nachzufolgen. Gott zu erkennen.

Wo genau findet die Mission den statt? Oder muss man ihr hinterherlaufen?


5
 
 Apfelkuchen 14. April 2011 
 

die Frage nach Gott in unserer Gesellschaft wach gehalten

Diese Gesellschaft ist eine Fast Food Gesellschaft des schnellen Vergessens.
Erschwerend kommt noch hinzu, daß hier alles von Vorne bis Hinten durchorganisiert ist
Das bringt zwar Sicherheit, tötet aber letztlich auch das Leben ab.
Und der liebe Gott, wo bringt er sich wirklich in Erinnerung ?
Immer dann, wenn etwas Schreckliches geschehen ist, das \" ausserhalb des menschlichem Ermessens\" war.
Dann sind die Kirchen plötzlich voll, siehe nach der Love-Parade, oder jetzt nach dem fast Atom-Supergau.
Ansonsten herrscht hier aber fröhlich die Verblendung und die Hybris.
Den lieben Gott, wer braucht denn den ?


2
 
 Xano 14. April 2011 

stärker missionarisch

Was heißt, die Kirche müsse stärker missionarisch sein? Auch im Bistum Freiburg wurden in den letzten Jahrzehnten viele Initiativen, die diesbezüglich aus Rom kamen erfolgreich abgewehrt.
Und was heißt \"Lehre der Kirche\". Es gibt einiges an pastoraler Praxis im Erzbistum, was dieser Lehre entgegen steht, ganz abgesehen von dem Link zu \"pro familia\" auf der Bistumsseite.
Und was genau ist mit dem \"derzeitigen Auftreten der Kirche\" gemeint? Welche Kirche, die von Rom, die von Freiburg, die von Deutschland?
Klar muss die Kirche missionarisch sein und Ort der Wahrheit. Aber warum werden die Initiativen, die in diese Richtung gehen von der Deutschen Bischofskonferenz nicht gefördert? Warum duldet man statt dessen, dass in den Hochschulen nach wie vor gegen diese Wahrheit gelehrt wird?
Darauf hätte ich gerne klare Antworten.


4
 
 Cinderella01 14. April 2011 
 

Und warum

lässt dann der Sprecher der DBK, Herr Kopp, den Bischof Mixa nicht einfach missionieren, sondern ist darüber \"irritiert\". Das ist aber kein gutes Bild von Geschlossenheit, das die DBK da abgibt..


3
 
 st.michael 14. April 2011 
 

Missionarisch

Na lieber Herr Bischof das haben Sie aber wohl nicht so ernstgemeint, oder !
Um zu missionieren muß man auf einem Standpunkt stehen und der ist bei der röm. kath.Kirche ein Absolutheitsanspruch.
Natürlich muß man andere Religionen respektieren, aber will ich jemanden überzeugen, gibt es nur Katholisch oder nichts.
Tut mir leid, das habe ich leider von der DBK seit Jahrzehnten nicht mehr gehört.
Oder denken Sie etwa die Menschen kommen zu uns weil wir alle so nett sind, na dann wünsche ich fröhliches Warten.
Wer da wohl kommt ?


4
 
 catolica 14. April 2011 
 

ja,finde ich auch gut


1
 
 Theobald 14. April 2011 
 

was heißt \"stärker missionarisch\"? Die deutschsprachige ist eines überhaupt nicht, nämlich missionarisch. Wo nichts ist, kann man nichts steigern... Es muss ein komplett neuer missionarischer Frühling aufbrechen. Missionarisch wirken kann nur jemand, der seine Botschaft selber lebt und sie mit Freude lebt!
So lange sich aber selbst die Kirche auf Erhalt der Struktur und eines angeblich \"gesunden\" Mittelmaßes beschränkt, wird das mit der Mission noch auf sich warten lassen.


3
 
 bücherwurm 14. April 2011 

Reformen

\"auf der Grundlage der Offenbarung und der Lehre der Kirche\" unterstütze ich sehr gern!


1
 
 M.Schn-Fl 14. April 2011 
 

Hervorragend formuliert!

Ich hätt edem nichts hinzuzufügen. Danke, Herr Erzbischof.


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zollitsch

  1. 'Liebesgrüße' aus Freiburg - Zollitsch attackiert Müller!
  2. Zollitsch liegt Limburger Prüfbericht noch nicht vor
  3. 'Nicht fortschrittlich, indem man ein menschliches Leben vernichtet'
  4. Warnung vor 'Schnellschüssen' in Limburg
  5. Es steht mir nicht zu, über den Bischof von Limburg zu urteilen!
  6. Zollitsch nennt Freiburger Handreichung einen «vorläufigen Impuls»
  7. Erzbischof Zollitsch zu Limburg: 'Wir sind alle betroffen'
  8. Rücktritt von Zollitsch - Zum apostolischen Administrator ernannt!
  9. Dürfen die Bischöfe sich in den Wahlkampf einmischen?
  10. Zollitsch: Die Kirche soll nicht so zentralistisch bleiben






Top-15

meist-gelesen

  1. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  2. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  3. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  4. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  5. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  6. P. Karl Wallner: „Es gibt keine Pflicht, immer zu Kommunion zu gehen bei der Hl. Messe“
  7. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  8. Johannes Hartl wurde in den Deutschen Knigge-Rat berufen
  9. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  10. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  11. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  12. Vatikan veröffentlicht die Normen zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene
  13. Beschleunigen die neuen Vatikan-Normen die offizielle Anerkennung von Medjugorje?
  14. Ordinatio sacerdotalis ist nach 30 Jahren immer noch de fide
  15. Evangelische Theologische Hochschule/Basel ehrt Peter Seewald

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz