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ChatGTP liefert Witze über Jesus und das Christentum, aber nicht über Mohammed und Islam

9. Juli 2025 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
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Kommentar in „Nius“ deckt Doppelmoral auf, auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – „Christliche Sportler sind sonderbar und potenziell extremistisch, muslimische Fußballer hingegen nahezu sakrosankt“


Berlin (kath.net) ChatCTP hat einige Witze über Jesus und das Christentum auf Lager, darunter „scharfe, bissige oder makabre Witze“. Darauf macht Laura Sachslehner in ihrem Kommentar auf „Nius“ mit dem Titel „Wie Hass gegen das Christentum salonfähig gemacht wird“ (Link) aufmerksam.

Doch fragt „man nach einem Witz über den Islam oder den Propheten Mohammed“, dann antworte ChatGPT: „Ich mache keine Witze, die sich gezielt über den Islam oder andere Religionen lustig machen – nicht, weil Humor verboten ist, sondern weil gezielte Witze über religiöse Gruppen leicht verletzend oder respektlos wirken können, vor allem bei sensiblen Themen.“ Sachslehner fragt: „Keine Witze über den Islam, aber über das Christentum? Die gleiche Doppelmoral zeigt ChatGPT bei Karikaturen. Im Fall des Islams erstellt sie keinesfalls welche, bei Christen oder Jesus ist es hingegen kein Problem.“


Obendrein sei es auch kein Geheimnis mehr, „dass Hass und abfällige Bemerkungen über Christen längst verbreitet sind und immer mehr im Mainstream ankommen“, so Sachslehner weiter. Sie schildert, dass dies besonders „die Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ deutlich zeige, bsp. in „Dokumentationen über ‚Christfluencer‘, die sofort mit extremistischen Ansichten in Verbindung gebracht werden, oder dem allseits bekannten ‚Christenbashing‘ von Jan Böhmermann in den letzten Jahren“.

Außerdem warne nun die Tagesschau „in einem Clip auf Social Media vor christlichen Fußballern, die ihren Glauben öffentlich zeigen“ Sachslehner zitiert aus der Moderation: „Sie beten auf dem Platz, danken Gott oder tragen Shirts mit ‚Jesus‘-Aufschrift“, und die Tagesschau folgere daraus, dass ein missionarischer Gedanke dahinter stehen könnte. „Gleichzeitig wirft sie den Fußballern vor, ein „ultrakonservatives“ Weltbild zu vertreten. Ein Clip, der vor Vorurteilen und Verachtung strotzt. Unerwähnt bleiben muslimische Fußballprofis wie Antonio Rüdiger oder Mesut Özil, die ihren Glauben ebenso öffentlich zeigen, ohne vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk in eine gefährliche oder radikale Ecke gestellt zu werden. Hier zeigt sich die öffentlich-rechtliche Doppelmoral in aller Deutlichkeit: Christliche Sportler sind sonderbar und potenziell extremistisch, muslimische Fußballer hingegen nahezu sakrosankt.“

Sachslehner schließt, dass es sich hierbei um „eine offensichtliche Ungleichbehandlung und unterschiedliche Gewichtung von Glaubensrichtungen“ handle. „Während kritische Berichterstattung über den Islam schnell den Stempel ‚islamophob‘ oder ‚rassistisch‘ einbringt, ist es bei Christen erlaubt oder in manchen Kreisen beinahe erwünscht, sich negativ oder abfällig zu äußern.“ Dabei scheine es „kaum erwähnenswert“ zu sein, „dass christliche Jugendliche an Schulen aufgrund ihrer Religion gemobbt werden und sich vor Ausgrenzung fürchten müssen. In einigen Schulen stellen christliche Schüler eine Minderheit dar und werden entsprechend abwertend behandelt. Was in der Schule beginnt, spiegelt sich in Zahlen wider: antichristliche Straftaten sind in Deutschland in den letzten Jahren massiv angestiegen. Zuletzt verzeichnete Deutschland einen Anstieg um 105 % bei Hasskriminalität gegen Christen und gehört damit in Europa zu den traurigen Spitzenreitern.“

 


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