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Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"

25. März 2026 in Aktuelles, 40 Lesermeinungen
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Papst mahnt französische Bischöfe in einem Schreiben zur Großzügigkeit gegenüber der Tradition


Paris (kath.net/rn) In einer richtungsweisenden Botschaft an die französische Bischofskonferenz hat Papst Leo XIV. zu einem neuen Umgang mit Gläubigen aufgerufen, die der außerordentlichen Form des römischen Ritus (Vetus Ordo) verbunden sind. Der Heilige Vater fordert „konkrete und großzügige Lösungen“, um die schmerzhafte Spaltung innerhalb der Liturgie zu überwinden.

Das Schreiben, das im Rahmen der Vollversammlung der französischen Bischöfe veröffentlicht wurde, widmet sich einem der sensibelsten Themen der gegenwärtigen Kirche: dem Wachstum von Gemeinschaften, die die lateinische Tradition pflegen, und deren Integration in das Diözesanleben.


Papst Leo XIV. zeigt sich besorgt über die anhaltenden Spannungen. Es sei „beunruhigend“, so der Papst, dass ausgerechnet die Feier der heiligen Messe – das Sakrament der Einheit – immer wieder zu einer „schmerzhaften Wunde“ im Leib der Kirche werde.

Um diese Wunde zu schließen, sei ein grundlegender Perspektivwechsel notwendig:

Gegenseitiges Verständnis: Der Papst mahnt einen „neuen Blick aufeinander“ an, der von einem tieferen Verständnis für die Sensibilitäten des jeweils anderen geprägt ist.

Einheit in Vielfalt: Vielfalt solle als Bereicherung verstanden werden, die es Brüdern ermöglicht, einander in christlicher Liebe und im gemeinsamen Glauben willkommen zu heißen.

Der Heilige Vater fordert die Bischöfe auf, unter der Führung des Heiligen Geistes nach Wegen zu suchen, die eine „großzügige Inklusion“ derjenigen ermöglichen, die aufrichtig am Vetus Ordo hängen.

Dabei betont er jedoch den verbindlichen Rahmen: Die Lösungen müssen im Einklang mit den Leitlinien stehen, die das Zweite Vatikanische Konzil bezüglich der Liturgie festgelegt hat. Es gehe nicht um einen Rückzug aus der Erneuerung, sondern um eine pastorale Weite, die niemanden an den Rand drängt.

Für die französischen Diözesen, in denen die traditionelle Messe besonders starken Zulauf erfährt, bedeutet dieser päpstliche Vorstoß einen klaren Auftrag: Die Bischöfe sind nun gefordert, Brücken zu bauen, statt Mauern zu errichten.


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