Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  3. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  12. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. ‚Entschuldigung, aber … was?‘

Dokumente zeigen Einflussnahme des US-Heimatschutzministeriums auf soziale Medien

10. November 2022 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Bericht von Tichys Einblick zeigt die intensive Zusammenarbeit großer Technologiekonzerne wie Twitter und Facebook mit dem Ministerium.


Washington D.C. (kath.net/jg)

Dokumente, die dem Magazin The Intercept vorliegen, deuten darauf hin, dass das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) Einfluss auf soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter genommen hat. Davon betroffen waren Themen, welche die letzten Jahre bestimmt haben, wie Covid, der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan und das Verhalten von Hunter Biden, des Sohnes des jetzigen US-Präsidenten Joe Biden, berichtet Tichys Einblick.

Offenbar war es für das Ministerium leicht, unangenehme Themen zurückzudrängen und regierungskritische Ansichten von Usern löschen zu lassen. Facebook und Twitter hätten dabei offenbar bereitwillig mitgespielt. Sie hätten spezielle Portale eingerichtet, an welche sich die Vertreter der Regierung wenden konnten, um ihren Einfluss auszuüben.

Das Vorgehen der Regierung und der Technologiekonzerne wurde mit dem Kampf gegen Desinformation begründet. The Intercept hat einen Entwurf des DHS veröffentlicht, in dem es eine Ausweitung der Strategie ankündigt. Die Plattformen der sozialen Medien sollten als „clearing house“ genutzt werden, denn Falschinformationen würden „Radikalisierung, Gewalt und sogar Terrorismus befördern“, berichtet Tichys Einblick.


Das DHS habe seine Tätigkeit ab der Präsidentschaftswahl 2016 ausgeweitet. Damals stand der Verdacht im Raum, Russland hätte über soziale Medien Einfluss auf das Wahlergebnis genommen. Dies sollte 2020 verhindert werden.

Das Ministerium beobachtete vor allem „alternative Narrative“ zur Wirksamkeit von Covid-Impfungen, der Herkunft des Virus SARS-CoV-2 und Rassismus. Nach der Wahl wurden insbesondere Nachrichten zum Abzug der US-Truppen aus Afghanistan und dem Krieg in der Ukraine beobachtet. The Intercept fasst zusammen: „Wie Desinformation von der Regierung definiert wird, wurde nicht klar artikuliert, und die inhärent subjektive Natur dessen, was Desinformation ausmacht, bietet Heimatschutz-Beamten eine breite Möglichkeit, politisch motivierte Entscheidungen darüber zu treffen, was eine gefährliche Rede darstellt.“

Vor der Präsidentenwahl im Jahr 2020 hätten sich Technologieunternehmen wie Twitter, Facebook, Reddit, Discord, Wikipedia, Microsoft, LinkedIn und Verizon Media monatlich mit der Bundespolizeibehörde FBI, der zum DHS gehörenden Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) und anderen Regierungsvertretern getroffen. E-Mails die zwischen Beamten des DHS und Twitter ausgetauscht wurden, zeichnen nach, wie mit Anfragen umgegangen worden ist, in denen es um die Löschung unerwünschter Inhalte ging. Sitzungsnotizen zeigen, wie die Technologieunternehmen aufgefordert worden sind, „Berichte zu verarbeiten und zeitnahe Antworten zu geben“ und „Fehlinformationen von der Plattform, wo immer dies möglich ist“, zu entfernen, berichtet Tichys Einblick.

Dabei sei die Initiative von der Regierung ausgegangen. Staatliche Wahlbeamte hätten Beispiele für Desinformation an die CISA geschickt, welche sie dann an die sozialen Medien weitergeleitet hätten. Zum Beratungsgremium der CISA gehörte neben anderen Vijaya Gadde, die vor der Übernahme durch Elon Musk unter anderem für die Zulassung oder Sperre von Inhalten verantwortlich war. Gadde traf sich offenbar jeden Monat mit Vertretern des DHS, um sich inhaltlich abzustimmen, berichtet Tichys Einblick.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  5. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  6. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  7. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  8. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  9. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  3. Medienpolitik: Bald verpflichtende Quote für öffentlich-rechtliche Inhalte in sozialen Netzwerken?
  4. Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans
  5. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  6. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  7. Nicht Anpassung, sondern Verwandlung. Was die Kultur dem Christentum verdankt
  8. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  9. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  10. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  11. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  12. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  13. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  14. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  15. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz