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Vatikan reagiert auf 'Alte Messe'-Skandal von Franziskus

4. Juli 2025 in Aktuelles, 16 Lesermeinungen
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Vatikan-Sprecher Bruni wiegelt nach Leak angeblicher Ergebnisse von Bischofsumfrage vor Einschränkung der vorkonziliaren Liturgie durch Papst Franziskus ab


Vatikanstadt/Washington (kath.net/KAP) Der Vatikan hat sich zu den kürzlich von einer Journalistin veröffentlichten Dokumenten der Glaubensbehörde zur sogenannten "Alten Messe" geäußert. "Ich bestätige nicht die Echtheit der veröffentlichten Texte, die vermutlich Teil eines der Dokumente sind, auf denen die Entscheidung basiert", sagte Papstsprecher Matteo Bruni am Donnerstag vor Journalisten.

Bei den von der Journalistin Diane Montagna veröffentlichten Dokumenten soll es sich um Teile einer Zusammenfassung jener Umfrage in der Weltkirche handeln, auf die sich Papst Franziskus bei der Einschränkung der Feier der alten lateinischen Messe im Jahr 2021 berufen hatte. Die publizierten Dokumente legen die Ansicht nahe, dass eine Mehrheit der befragten Bischöfe von einer solchen Einschränkung abgeraten habe.

Die nun veröffentlichten Texte nährten eine sehr partielle und unvollständige Rekonstruktion des damaligen Entscheidungsprozesses, so Bruni weiter. Zu der genannten Umfrage seien zudem später weitere Unterlagen, andere vertrauliche Berichte und weitere Konsultationen hinzugekommen, die dem Dikasterium für die Glaubenslehre übermittelt wurden.


Papst Benedikt XVI. (2005-2013) hatte 2007 mit dem Erlass "Summorum pontificum" die Alte Messe - also die vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) übliche alte Form der Messfeier in lateinischer Sprache und mit Priestern, die ad orientem zelebrieren - wieder allgemein zugelassen. In manchen Gemeinden etablierte sie sich daraufhin als Alternativ-Form des römischen Ritus neben der seit 1970 weltweit üblichen und erneuerten Form der Messfeier.

Mit seinem Erlass "Traditionis custodes" vom Juli 2021 machte Papst Franziskus (2013-2025) diesen Schritt seines Vorgängers wieder weitgehend rückgängig und legte die in der Liturgiereform nach dem Zweiten Vaticanum etablierte "ordentliche Form" der Messe als "einzige Ausdrucksweise" des Römischen Messritus fest. Die Erlaubnis zur Feier der vorkonziliaren Alten Messe knüpfte Franziskus an strenge Auflagen. Weitere Einschränkungen der Alten Messe durch die vatikanische Liturgiebehörde unter Kardinal Arthur Roche folgten.

Die Einschränkungen sorgen in manchen Teilen der Weltkirche für heftige Debatten. Wie Papst Leo XIV. auf den Liturgiestreit blickt, ist noch unklar.

Ausnahmeregelung in Texas verlängert

Unterdessen wurde bekannt, dass der Vatikan eine bereits bestehende Ausnahmeregelung zur Alten Messe in der texanischen Diözese San Angelo um weitere zwei Jahre verlängert hat. Bischof Michael Sis hatte diese für die Pfarre St. Margaret of Scotland bereits im Februar beantragt, die Erlaubnis wurde am 28. Mai gewährt, wie US-Medien am Mittwoch berichteten.

In diesem Zusammenhang erklärte der Bischof, er habe den Antrag auf Fristverlängerung beim Vatikan "im Geiste völliger Offenheit" eingereicht. Die Gewährung basiere ihm zufolge auf den "anhaltenden Bemühungen, die volle Wertschätzung und Akzeptanz der liturgischen Bücher zu fördern". Ebenso betonte Sis, der zuvor Mitglied des Ausschusses für Glaubenslehre der US-amerikanischen Bischofskonferenz war, dass er dem Urteil des Papstes und seinen Mitarbeitern in den Behörden der Römischen Kurie vertraue.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Papst Franziskus (c) Vatican Media


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