Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  3. Voll in die Falle getappt
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  10. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  11. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  12. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  13. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  14. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  15. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!

„Soll ich mich denen anschließen, die immer mehr polarisieren und nach links oder rechts rücken?“

3. November 2025 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„In den sozialen Medien rede und schreibe ich nicht vergeblich; denn Gott hört mir zu. Das gibt mir den Mut, nicht aufzuhören und mich immer mehr von jeder Polarisierung zu entfernen.“ Von Dr. Michael Schneider-Flagmeyer


Wuppertal (kath.net) Auf Facebook ziehen sich immer mehr Seitenbetreiber und Administratoren zurück, weil sie müde und mutlos geworden sind. Für was mache ich mir eigentlich noch die Mühe? Viele Follower verlassen einen und immer mehr Menschen hören mir nicht mehr zu. 

Soll ich mich denen anschließen, die immer mehr polarisieren und nach links oder rechts rücken, dann sind mir Tausende von Followern gewiss. Oder bleibe ich bei meiner Haltung und gehe in den sozialen Medien langsam aber sicher unter?

Ich bleibe und gebe nicht auf. 


Dazu hat mir eine kurze Geschichte des großen jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber verholfen. Sie heißt: „Oben und unten“ (In: Das dialogische Prinzip, Heidelberg 1979, S. 160 f): „Oben und unten sind aneinander gebunden. Wer mit den Menschen reden will, ohne mit Gott zu reden, dessen Wort vollendet sich nicht; aber wer mit Gott reden will, ohne mit den Menschen zu reden, dessen Wort geht in die Irre.“

Und dann erzählt Buber ein Geschichte: Ein Mann stirbt und wandert in der „großen Leere“ umher zur Pforte des Geheimnissen. Er klopft an: „Ich habe den Ohren Menschen dein Lob verkündet, aber ihre Ohren waren mir taub.“ Gott sagt ihm, er solle wieder umkehren; denn hier sei ihm kein Ohr. 

„In die Taubheit der Sterblichen habe ich mein Hören versenkt.“ Und so schließt Martin Buber diese kleine Geschichte: „Die wahre Anrede Gottes weist den Menschen in den Raum der gelebten Sprache, wo die Stimmen der Geschöpfe aneinander vorübertasten und im Verfehlen den ewigen Partner erreichen.“

Ist das nicht tröstlich, liebe Freunde und Leser?

Ich rede und schreibe nicht vergeblich; denn Gott hört mir zu. Das gibt mir den Mut, nicht aufzuhören und mich immer mehr von jeder Polarisierung zu entfernen – auch wenn ich eines Tages nicht mehr gelesen werde.

Dabei hilft mir ständig das wunderbare Gebet: „O Jesus, sanftmütig und demütig von Herzen, bilde mein Herz (unsere Herzen) nach Deinem Herzen. Amen!“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  6. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  7. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  8. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  9. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  13. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  14. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  15. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz