Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter

'Nur mehr Elon Musk steht dem Totalitarismus im Weg'

15. April 2024 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Brasilianischer Richter leitet Untersuchung gegen X-Eigentümer Elon Musk ein. Bekannter Journalist Michael Shellenberger warnt vor globalem Totalitarismus, der mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit beginnt.


São Paulo (kath.net/jg)
„Nur mehr Elon Musk steht dem Totalitarismus im Weg“. Mit diesem dramatischen Satz leitet der Journalist und Autor Michael Shellenberger eine Nachricht auf X ein, in welcher er über die strafrechtliche Untersuchung berichtet, die Alexandre de Moraes, ein Richter des Obersten Gerichtshofes von Brasilien, gegen Elon Musk, den Eigentümer von X (früher Twitter), eingeleitet hat. De Moraes wirft Musk vor, „Desinformationen“ zu verbreiten und die Justiz zu behindern indem er Personen auf X ihre Meinung äußern lässt, die de Moraes von den sozialen Medien verbannt hat. De Moraes kündigte an, er werde X für jede gesperrte Person, der Musk die Möglichkeit gegeben hat, sich zu Wort zu melden, mit umgerechnet 20.000 US-Dollar pro Tag bestrafen, berichtet Fox Business.

Musk antwortete auf X mit der Bemerkung, dass de Moraes „unverschämt und wiederholt die Verfassung und die Bevölkerung von Brasilien betrogen“ habe, nachdem er der Plattform angeordnet hatte, bestimmte Konten zu sperren. „Er sollte zurücktreten oder angeklagt werden“, schrieb Musk wörtlich.

Etwas später kündigte Musk auf X an, er werde alles veröffentlichen, was de Moraes fordere und wie diese Forderungen das brasilianische Recht verletzen.


Musks Angriffe gegen de Moraes begannen, als der Richter drohte, den Zugang zu X zu sperren. Musk warnte, dass X wahrscheinlich allen Umsatz in Brasilien verlieren werde und sein Büro in dem südamerikanischen Land schließen werde müssen. „Aber Prinzipien spielen mehr Rolle als Profit“, schrieb der Unternehmer.

De Moraes ist einer von elf Richtern des Obersten Gerichtshofes von Brasilien und Vorsitzender der Obersten Wahlbehörde des Landes. Seine Kritiker, darunter Elon Musk, werfen ihm vor, die Redefreiheit in Brasilien einzuschränken, nachdem er angeordnet hatte, einflussreiche Personen auf den sozialen Medien zu sperren, von denen viele den früheren Präsidenten Jair Bolsonaro unterstützen. Bolsonaro selbst kann nicht mehr bei Wahlen antreten. Die Oberste Wahlbehörde hat ihn gesperrt, weil sie ihm vorwirft, „Desinformationen“ über das brasilianische Wahlsystem zu verbreiten.


Michael Shellenberger warnt vor Gefahr des weltweiten Totalitarismus


Mit seinem Vorgehen habe De Moraes Brasilien einen Schritt näher zur Diktatur gebracht, schreibt Shellenberger auf X. Die letzten Wochen hätten gezeigt, dass Elon Musk das letzte Hindernis für einen globalen Totalitarismus sei. Ohne die Möglichkeit zur freien Rede könne es keine Demokratie geben, stellt Shellenberger fest.

Die Regierungen würden die entweder Redefreiheit nicht schützen oder diese sogar aktiv einschränken, fährt Shellenberger fort und bringt einige Beispiele. Der Oberste Gerichtshof der USA habe bei einer Anhörung klargestellt, er habe kein Problem damit, dass die US-Regierung Druck auf soziale Medien ausübe, damit diese ihre Nutzer zensurieren. Die Regierung von Schottland habe ein Gesetz gegen „Hassrede“ erlassen, das auch bestimmte Witze von Kabarettisten unter Strafe stelle. In Irland wolle die Regierung die Macht, die Polizei in die Wohnungen zu schicken, damit diese Computer und Telefone auf Hassrede untersuchen können. In Kanada wolle die regierende Liberale Partei Menschen lebenslang ins Gefängnis bringen, wenn sie bestimmte Dinge sagen. Die Europäische Union habe eine kleine Gruppe von Bürokraten dazu ermächtigt, festzustellen, was wahr und was falsch sei und auf diesem Weg die Zensur eingeführt, kritisiert Shellenberger.

Die Nachrichtenmedien seien noch nie so korrupt und totalitär gewesen wie heute. Mit wenigen Ausnahmen würden sie Regierungspropaganda verbreiten. Niemand verlange mehr Zensur als die großen Medien, die davon profitieren, wenn die Regierungen ihre Mitbewerber ausschalten.

Seit Musk im Jahr Twitter gekauft habe, hätten die Regierung Biden und die Demokratische Partei der USA ihm „den Krieg erklärt“. Verschiedene Regierungsbehörden hätten Gerichtsverfahren gegen ihn und seine Unternehmen eingeleitet. Das Vorgehen der US-Regierung erinnere ihn an den „Krieg“, den die brasilianische Regierung gegen X führe, schreibt er.

Sollte X abgeschaltet werden, müsse man über E-Mail oder Facebook kommunizieren. Facebook habe sich aber 2020 vom Prinzip des freien Meinungsaustausches verabschiedet, nachdem nichtstaatliche Organisationen, die Demokratische Partei und Unternehmensberater jahrelang Druck auf das Unternehmen ausgeübt hätten, schreibt Shellenberger.

 

Foto: Archivbild Elon Musk

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  5. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  6. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  7. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht

Meinungsfreiheit

  1. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Finnische Politikerin Räsänen ficht Verurteilung wegen ‚Volksverhetzung‘ vor EGMR an
  4. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  5. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  6. Ehemalige finnische Innenministerin Räsänen: „Was haben SIE in den letzten Jahren geschrieben?“
  7. „Meldestellen? … Diese Einrichtungen sind so komplett überflüssig!“







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  4. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  7. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  8. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  9. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  10. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  12. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  13. Fast der gleiche Glaube?
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz