Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  2. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  3. „Im Geist der Wahrheit bleiben“ (Joh 14, 17) – Eine brüderliche Korrektur der Bischöfe von Flandern
  4. Wird Bätzing zur Petze?
  5. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  6. 300 Teilnehmer bei Pilgermarsch für die Alte Messe in Washington D.C.
  7. „Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“
  8. "Bischof Bode sollte nach jahrzehntelangem Fehlverhalten von allen Ämtern zurücktreten"
  9. Franziskus in Assisi aus Anlass des Wirtschaftsforums „Economy of Francesco“
  10. Wenn ein Belasteter am Amt kleben bleibt, hat sich eine glaubwürdige Aufarbeitung erledigt!
  11. Die deutsch-queere Kirche schreitet voran, auch im Bistum Mainz
  12. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  13. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  14. Deutsches Gericht möchte Informationen vom emeritierten Papst Benedikt XVI.
  15. Wahl in Tirol: Sogar ÖVP und FPÖ für das kostenlose Töten ungeborener Kinder!

SPD: Türkei kann Beschluss zu Armenien nicht verhindern

1. Mai 2016 in Chronik, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


SPD-Fraktionschef Oppermann: «Der Bundestag wird am 2. Juni eine Resolution verabschieden, die die massenhafte Ermordung und Vertreibung von Armeniern im Ersten Weltkrieg klar als Völkermord bezeichnet».


Berlin (kath.net/KNA) SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann will eine Bundestagsresolution zum Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich auch gegen türkischen Widerstand durchsetzen. «Der Bundestag wird am 2. Juni eine Resolution verabschieden, die die massenhafte Ermordung und Vertreibung von Armeniern im Ersten Weltkrieg klar als Völkermord bezeichnet», sagte Oppermann dem in Berlin erscheinenden «Tagesspiegel» (Sonntag).

Die Angst vor heftigen Reaktionen aus der Türkei dürfe dabei kein Hindernis sein, sagte der SPD-Politiker: «Es war schon ein Fehler, dass die Bundeskanzlerin gegen den Widerstand der SPD die Ermächtigung für ein Strafverfahren gegen Herrn Böhmermann erteilt hat. Schon deshalb darf Deutschland nun beim Antrag zum Völkermord in Armenien keine falsche Rücksicht nehmen.»

Ursprünglich sollte es schon vor einem Jahr zum 100. Jahrestag des Völkermords eine fraktionsübergreifende Armenien-Resolution geben, doch diese wurde wegen Vorbehalten in Teilen der großen Koalition vertagt. Allerdings benannte Bundespräsident Joachim Gauck die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich damals klar als «Völkermord» und wies auf eine deutsche Beteiligung daran hin. 2005 sprach der Deutsche Bundestag in einer Erklärung lediglich von «Deportationen und Massakern». Aus Sorge um das deutsch-türkische Verhältnis wurde der Begriff Völkermord aus dem eigentlichen Antrag gestrichen und in die Begründung verbannt.


Auch Papst Franziskus sprach im vergangenen Jahr vom «ersten Genozid des 20. Jahrhunderts». Zahlreiche Parlamente, darunter das französische, schwedische und niederländische und das Europäische Parlament haben den Völkermord an den Armeniern bereits benannt.

Zwischen 1915 und 1918 waren im damaligen Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen christliche Armenier, Pontos-Griechen, Assyrer und Aramäer ermordet worden. Während Historiker vom «ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts» sprechen und der türkischen Regierung die Verantwortung zuweisen, räumt die Türkei bisher lediglich ein, dass es Massenvertreibungen und gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben habe. In deren Folge seien Hunderttausende gestorben.

Beyoncé singt ´Genocide 1915´ - Musikalisches Gedenken an den Völkermord an den Armeniern 1915


Bemerkenswerte Rede des Grünenpolitikers Cem Özdemir im April 2015 im Deutschen Bundestag zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern


ARD Hintergrund: Völkermord an den Armeniern durch die Türken


ARD: Papst bezeichnet Armenien-Massaker von 1915 als erster ´Genozid im 20. Jhd.´



(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Thomas05 3. Mai 2016 
 

@ Schlegl Lassen Sie uns darauf anstoßen,

dass wir einmal zu 100% einer Meinung sind. Ihren Worten ist nichts hinzuzufügen.


1
 
 Thomas05 3. Mai 2016 
 

@ Schlegl Lassen Sie und darauf anstoßen,


0
 
 SCHLEGL 2. Mai 2016 
 

ENDLICH!

Es war höchste Zeit! Das österreichische Parlament hat bereits vor einem Jahr, trotz GROSSEN PROTESTES und Rückruf des Botschafters der Türkei, im Parlament feierlich diese Resolution beschlossen.
Leider waren die Donaumonarchie und Deutschland als Achsenmächte an diesen Genozid mitschuldig geworden, weil nur MÜNDLICH dagegen protestiert worden ist.
Gleichzeitig sollte auch der syrisch orthodoxen Christen und der assyrischen Christen, von denen ebenfalls 10tausende damals ermordet worden sind, gedacht werden. Der deutsche Pastor Lepsius hatte diese ganze traurige Angelegenheit angesprochen und niedergeschrieben.
Kardinal Ratzinger hatte vor seiner Wahl zum Papst als eine der Bedingungen überhaupt über die Möglichkeit eines Beitritts der Türkei in die EU zu diskutieren, das Eingeständnis dieses Völkermordes durch die Türken gefordert.Msgr. Franz Schlegl


3
 
 ottokar 2. Mai 2016 
 

Frage: Wer hat denn Angst vor einet türkischen Reaktion und warum sollte man Angst haben? n


2
 
 Faustyna-Maria 2. Mai 2016 
 

Ich wünsche den Türken und der Türkei, dass sie sich mit diesem Teil ihrer Geschichte aussühnen können.
Das geht aber leider erst, wenn das wütende Leugnen und das Glorifizieren der eigenen Geschichte überwunden wird. Aus Erfahrung weiß ich, gegen was für eine Mauer man mit diesem Gesprächsthema läuft.
Es ist eine offene Wunde, die erst heilen kann, wenn sie in ihrer Natur verstanden wird.
Der sanfte Druck anderer Länder kann hier hoffentlich nachhelfen.


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Völkermord

  1. Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert Nobelpreis für Handke
  2. Österreich: Nationalrat erkennt Christenverfolgung als Völkermord an
  3. 'Genozid'-Wort des Papstes sorgt für Ärger zwischen Türkei und Vatikan
  4. Der weite Weg zur Vergebung
  5. 'Papst hat Völkermord beim Namen genannt'
  6. 'Blick in Vergangenheit soll Zukunft des Miteinanders eröffnen'
  7. Ist die Verfolgung durch den IS als Völkermord zu definieren?
  8. Bundestagsresolution zu Völkermord an Armeniern gestoppt
  9. Staatssekretär verteidigt Papst gegen türkische Kritik
  10. Völkermord: Türkische Christen bitten Armenier um Vergebung







Top-15

meist-gelesen

  1. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  2. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  3. „Im Geist der Wahrheit bleiben“ (Joh 14, 17) – Eine brüderliche Korrektur der Bischöfe von Flandern
  4. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  5. „Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“
  6. "Bischof Bode sollte nach jahrzehntelangem Fehlverhalten von allen Ämtern zurücktreten"
  7. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  8. Schon wieder Rücktrittsforderungen
  9. Wird Bätzing zur Petze?
  10. Facebook-Reaktion zu Bodes fehlendem Rücktritt: „Bei Woelki würden alle den Rücktritt fordern“
  11. Der Tag, Herr, den Du gabst, der endet.
  12. Italienischer Bischof weist Priester nach unwürdiger Messfeier zurecht
  13. Wahl in Tirol: Sogar ÖVP und FPÖ für das kostenlose Töten ungeborener Kinder!
  14. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  15. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz