Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Staatssekretär verteidigt Papst gegen türkische Kritik

25. April 2015 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Parolin: Mit der Verwendung des Begriffes „Völkermord“ bezüglich des Vorgehens der damaligen türkischen Regierung gegen ihre armenisch-christlichen Mitbürger habe der Papst keine Feindschaft säen wollen.


Vatikan (kath.net) Mit der Verwendung des Begriffes „Völkermord“ bezüglich des Vorgehens der damaligen türkischen Regierung gegen ihre armenisch-christlichen Mitbürger habe der Papst keine Feindschaft säen wollen. „Franziskus hat wie stets im Sinne der Versöhnung gesprochen“, sagte Pietro Kardinal Parolin, Staatssekretär des Vatikans, am Freitag bei einer Konferenz in Padua. Die türkische Regierung und die türkische Presse hatten die Wortwahl des Papstes stark kritisiert, inzwischen haben allerdings auch beispielsweise das Europaparlament und österreichische und deutsche Regierungsvertreter vom „Genozid“ an den Armeniern gesprochen. Parolin stellte weiter fest: „Wenn wir an solche Ereignisse erinnern, dann nicht um mehr Feindseligkeit zu schüren, sondern um alle Parteien einzuladen (...), sich anzunähern, eine gemeinsame Interpretation der Geschichte und Worte der Verständigung zu finden.“


Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Johannes Singhammer (CSU) hatte am Donnerstag Veranstalter einer Kundgebung gegen den Genozidbegriff aufgefordert, sich von Schmähkritik an Papst Franziskus zu distanzieren. „Wenn ein Vertreter der Veranstalter sich mit Schmähkritik gegenüber dem Oberhaupt der katholischen Kirche äußert, ist dies nicht geeignet, das bislang friedliche Zusammenleben der Religionen in Deutschland zu fördern.“ Ali Söylemezoglu, Vorsitzender des Vereins „Dialog und Frieden“, hatte Papst Franziskus scharf kritisiert „Der Papst war noch nie ein Verkünder von Wahrheiten. Im Gegenteil: Das Papsttum ist eher bekannt dafür, Wahrheiten zu unterdrücken“, es gehe ihm um Politik.

ZDF: Bundespräsident Gauck - Massaker an Armeniern war Völkermord - Mit kurzem Hintergrund zu Völkermordbenennung durch Bundesregierung


ARD Hintergrund: Völkermord an den Armeniern durch die Türken



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  27. April 2015 
 

Guten Morgen @Suarez (2)

Die Menschen in der Türkei können das – besser und besser, trotz aller Rückschläge dabei (Hunderttausende gingen in Istanbul mehrfach schon auf die Straße, um zu erinnern) -, weil die Türken inzwischen eine selbstbewusste nationale Identität haben, nicht zuletzt wegen der so stark gewachsenen Wirtschaftskraft und wegen – auch wenn es uns nicht passt – der gewachsenen muslimischen Identität durch die Islamisierung (auch) von Staats wegen.

Hass sehe ich nicht, sondern ‚klassische Diplomatie‘ (siehe auch Haltung Bundesregierung*) von Staats Seite: Es kann nicht sein, was nicht sein durfte.

*Selbst bei dem Gedenkgottesdienst im Vatikan ‚drückte‘ sich die deutsche Botschafterin Schavan gemäß offizieller deutscher Politik.

Erst vorgestern und gestern sprachen Bundespräsident und Bundestagspräsident das böse Wort vom ‚Völkermord‘ aus, wozu die Regierung wieder schwieg.

Und Ali Söylemezoglu? Der tanzt einen Rumpelstilzchen-Tanz. Ziemlich dumm sogar.


0
 
  27. April 2015 
 

Guten Morgen @Suarez!

Meine Beobachtungen und Überlegungen hierzu:
Diese unglaubliche Ignoranz der offiziellen Türkei ist (noch) Staatsraison.
Noch! Denn es zeigten sich Differenzierungen in den Aussagen Offizieller.

1919/20 wurden auf Druck der Triple-Ententemächte, die die Türkei tw. besetzt hatten, die sog. Istanbuler Prozesse geführt, bei denen 70 teilweise hochrangige Beteiligte an den Massakern vor osmanischen Kriegsgerichten wegen „zentral und systematisch vorbereiteter Verbrechen“
angeklagt; etwa 20 von ihnen wurden – teilweise in Abwesenheit – zum Tode verurteilt.
Nach dem Zerfall des osmanischen Reiches erwirkte die Türkei im Rahmen des Vertrags von Lausanne 1923 eine Generalamnestie.

D.h. es wurde gar nicht aufgearbeitet, was da geschehen war. Es wurde zunächst nur einem Diktat gefolgt, dem dann widersprochen.
Jahrzehnte geschah dann nichts.

Und erst jetzt – auch durch europäischen Druck – setzt sich die Türkei mit dem Völkermord von damals auseinander.

>2


0
 
  25. April 2015 
 

Könnte es sein, dass da bei einigen der alte Hass aufbricht?

„Der Papst war noch nie ein Verkünder von Wahrheiten. Im Gegenteil: Das Papsttum ist eher bekannt dafür, Wahrheiten zu unterdrücken“

Und das sagt dann einer, der sich Dialog und Frieden zwischen den Völkern auf die Fahne geschrieben hat!

Wenn der Massenmord an den Armeniern kein Genozid war, was war dieses Morden denn dann, etwas ein Beitrag zur Völkerverständigung und Dialog?

Wo es keine Bereitschaft gibt, die begangenen Verbrechen auch als solche zu erkennen und zu benennen, da könnte sich die Geschichte durchaus wiederholen. Es ist erschreckend, wie türkische Regierungsvertreter und ihr nahe stehende Gruppen auf die vom Papst sachlich ausgesprochene geschichtliche Wahrheit reagieren. Da kommen sofort wieder alte Ressentiments, ja man könnte fast den Eindruck haben, Hass hoch.


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Völkermord

  1. Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert Nobelpreis für Handke
  2. Österreich: Nationalrat erkennt Christenverfolgung als Völkermord an
  3. 'Genozid'-Wort des Papstes sorgt für Ärger zwischen Türkei und Vatikan
  4. Der weite Weg zur Vergebung
  5. 'Papst hat Völkermord beim Namen genannt'
  6. 'Blick in Vergangenheit soll Zukunft des Miteinanders eröffnen'
  7. SPD: Türkei kann Beschluss zu Armenien nicht verhindern
  8. Ist die Verfolgung durch den IS als Völkermord zu definieren?
  9. Bundestagsresolution zu Völkermord an Armeniern gestoppt
  10. Völkermord: Türkische Christen bitten Armenier um Vergebung







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  3. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  4. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  5. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  6. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  7. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  8. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  9. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  10. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  11. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  12. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  13. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  14. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz