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| ![]() Ein Frühstück für den Verleugnervor 3 Tagen in Deutschland, 3 Lesermeinungen Zum Auftakt der MEHR 2026 vom 3. bis 6. Jänner in Augsburg sprach der Theologe Johannes Hartl über falsche Selbstbilder und echte Selbstannahme, die auf der Liebe Gottes gründet. Von Petra Knapp. Augsburg (kath.net) „Du bist kein Projekt, mit dem du fertig wirst.“ Das sagte der deutsche Philosoph und Theologe Johannes Hartl zum Auftakt der MEHR 2026 am Samstagabend in Augsburg. Hartl zeigte am Beispiel der Beziehung zwischen Jesus mit Petrus, dass Gottes Blick auf den Menschen viel realistischer und zugleich liebevoller ist als derjenige des Menschen auf sich selber. Wir Menschen pendeln oft zwischen Überheblichkeit und Selbstverachtung, was jedoch zwei Seiten einer Medaille seien, erklärte der international bekannte Speaker und Gründer des Gebetshauses Augsburg. Sie stellen ein Selbstbildnis von mir dar, das ich nicht bin. So war es beim Fischer Simon, der seine Karriere mit Jesus „als kompletter Nobody“ gestartet habe. „Keiner kennt ihn, dann kommt Jesus, setzt offensichtlich große Stücke auf ihn.“ Er gibt ihm sogar einen neuen Namen – Petrus, der Fels. Und er habe sich dann als ein solcher „Rocky“ zu fühlen begonnen, habe sich ein schönes Bild von sich selber gemacht und dieses Ideal-Selbst hochgehalten. Aber das Bild stimmte nicht mit der Realität überein, ähnlich wie jene Bilder, die wir auf Instagram oder Facebook posten, selten etwas mit unserem echten Leben zu tun haben. „Wir leben im Zeitalter der Bilder, posten Bilder von uns… Aber wie gehen wir damit um, wenn wir den von uns selbst gemachten Bildern nicht entsprechen?“, fragte Hartl. Petrus habe Jesus verleugnet, sei als „mächtiger Rocky“ als erster gescheitert und habe dies ganz schlecht weggesteckt und genau das getan, was viele von uns auch tun, wenn wir unserem Bild von uns nicht entsprechen: Wir regredieren und kehren zurück zu alten Mustern und Lebensweisen. Petrus begann wieder zu fischen, kehrte in sein altes Leben zurück. Als er Jesus dann wiedersieht, ist dies erneut mit Scheitern verbunden, weil er keine Fische gefangen hat. Petrus habe sich wohl kaum gefreut, Jesus wiederzusehen, weil er wusste, was er getan hatte, vermutet Hartl. Das Verhalten von Jesus, der ihm, dem Verräter, auf einem Kohlenfeuer sein Frühstück bereitet, zeige jedoch wunderschön, wie Gott mit uns unvollkommenen Menschen umgeht. Denn Jesus ist nicht davon überrascht, dass Petrus komplett gescheitert ist, betont Hartl. Im Gegenteil lehrt Jesus, dass er ihn, den kleinen Fischer, genau an diesem Ort der Verwundbarkeit begegnen möchte. „Wir alle bleiben oft nur in unserem Kopf, wo nur unsere Ideale sind. Wir wollen nicht an den Ort der Verwundbarkeit, von Scheitern kommen. Aber an dem Ort will Gott uns treffen. Aber unser Verstand verschließt uns immer wieder den Zugang zu dieser Bedürftigkeit… denn das tut weh.“ Jesus nimmt Petrus mit seiner simplen Frage „Liebst du mich?“ wieder ganz zurück an die Anfänge ihrer Begegnung, als wolle er ihm sagen. „Da hattest du auch nichts vorzuweisen, sondern da war nur dein Ja. Und dieses Ja genügt mir immer noch.“ Mit dem Auftrag „Weide meine Schafe“ gebe er ihm seinen Job wieder und zugleich „ein Level von Annahme, die für uns komplett unerwartet ist“, meinte der Theologe. Jesus macht Petrus klar: „Was ich wirklich von dir will, ist nicht deine Großartigkeit, sondern die Bereitschaft, sich von mir lieben zu lassen.“ Aus Simon Petrus wird erst ein richtiger Apostel, als sein „Rocky“-Selbstbild einen Sprung bekommt und er scheitert. Jesus konfrontiert ihn mit der Frage: „Lässt du dich auch dann lieben, wenn du nichts vorzuweisen hast?“ Das Beispiel des Petrus lehre uns vieles. „Die Annahme deiner selbst bleibt eine Lebensaufgabe“, erklärte Hartl. Selbstannahme bedeute, loszulassen von einem Selbstbild. Allem zugrunde liege die Sehnsucht nach Annahme. Die Frage sei: „Bin ich geliebt, wenn ich nicht diesem Bild entspreche?“ Demut bedeute, loszulassen von falschen Selbstbildern. Gerade heute präsentiere sich das Internet mit seinen vielen Bildern als „Narzissmus-Maschine“, die einen Hochmut hervorbringe, der „unberührbar und einsam“ mache. Durch die Aufrechterhaltung von Bildern von sich selber bleibe der Mensch jedoch weder berührbar noch beziehungsfähig. „Das Zerbrechen ist vielleicht nötig, „dass du genau zu dem Menschen wirst, der du sein sollst“, erklärte Hartl und appellierte daran, die Selbstoptimierung zu stoppen: „Du bist kein Projekt, mit dem du fertig werden musst.“ Das Glaubensfestival MEHR 2026, das vom 3. bis 6. Jänner in Augsburg stattfindet, steht unter dem Motto „Sound of Joy“. Auf der MEHR 2026 sprechen unter anderem der international erfolgreiche Bestsellerautor John Eldrege, Autor von „Der ungezähmte Mann“, sowie die bekannte katholische Ordensfrau Sr. Teresa Zukic.
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