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Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik

5. Jänner 2026 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
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Nach „Schleim-Jesus“-TV-Gottesdienst schreibt Gruppe kroatischer Katholiken offenen Brief an Bischof Krämer und DBK – „Halten es für unverzichtbar, dass unsere Kirche dem Weg treu bleibt, den sie seit Jahrhunderten als Kirche Petri gegangen ist“


Stuttgart (kath.net) Die ARD-Übertragung der Christmette der katholischen Kirche St. Maria/Stuttgart mit der umstrittenen Darstellung eines mit schleim verkleideten Erwachsenen als „Jesus-Kind“ in der Krippe hat kroatische Katholiken zur grundsätzlichen Gegenreaktion bewogen. Der Facebookauftritt der (nichtkirchlichen) „Kroaten in Stuttgart“ („hrvati stuttgart“) dokumentiert den offenen Brief „Luka Pilicic im Namen der Gruppe kroatischer Katholiken“ (siehe unten).

Der in respektvollem Ton gehaltene Offene Brief wendet sich an den Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Klaus Krämer, sowie an alle Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz. Man halte „es für unverzichtbar, dass unsere Kirche dem Weg treu bleibt, den sie seit Jahrhunderten als Kirche Petri gegangen ist. Die Kirche darf sich nicht dem Zeitgeist anpassen, sondern muss aus ihrer eigenen Identität heraus handeln. In diesem Zusammenhang teilen wir die Sorge, dass politische oder ideologische Symbole – wie etwa LGBT-Fahnen – in kirchlichen Einrichtungen zu Verwirrung führen und der kirchlichen Lehre widersprechen. Diese Haltung hinsichtlich der Anbringung von LGBT-Fahnen in kirchlichen Räumen steht auch im Einklang mit der klar vertretenen Position von Kardinal Gerhard Ludwig Müller.“


Auch beobachte man mit Sorge, „dass es im Klerus trotz des Versprechens des Zölibats Geistliche gibt, die dieses Versprechen nicht leben. Gleichzeitig fordern einige strukturelle und lehrmäßige Änderungen, statt persönliche Konsequenzen zu ziehen. Dies untergräbt die Glaubwürdigkeit der Kirche und führt zu weiterem Vertrauensverlust.“

Als „besonders besorgniserregend“ stufen diese Katholiken den dramatischen „Rückgang von Priester- und Ordensberufungen. Wir sind überzeugt, dass dies nicht am Zölibat liegt, sondern an Defiziten in der Glaubensverkündigung, der Katechese und der religiösen Bildung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Papst Benedikt XVI. hat zu Recht die Frage gestellt, ob die Kirchensteuer der geistlichen Erneuerung dient oder sie eher behindert. Auch diese Frage sollte offen und ehrlich diskutiert werden.“

Bereits vor einigen Tagen hatte schon der Franziskanerpater Zvonko Tolic seine Kritik am „Schleim-Jesus“ öffentlich gemach. Tolic ist der Leiter der Kroatischen Katholischen Mission in Berlin und war zuvor viele Jahre der Leiter der Kroatischen Katholischen Mission Stuttgart gewesen. Er schreibt: „Ich erhebe dagegen ausdrücklich Einspruch“ (siehe Link zum Internetauftritt der Pfarreiengemeinschaft Vöhringen, dort ist dieser Brief in voller Länge und mit Zustimmung okumentiert).

Foto: (c) ARD-Screenshot

Zum vollen Text des offenen Briefes:


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