![]() |
Loginoder neu registrieren? |
|||||
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
| ||||||
SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-diskutiert
| ![]() Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer7. Jänner 2026 in Deutschland, 15 Lesermeinungen „Ich sage es unmissverständlich: Diese Darstellung ist mit dem katholischen Verständnis der Menschwerdung Christi nicht vereinbar“ – In der Messfeier zum Hochfest fehlten außerdem Gloria und Credo. Brief von André Wiechmann Bochum-Stuttgart (kath.net) kath.net dokumentiert den Brief von André Wiechmann, einem Katholiken aus dem Bistum Essen, an den SWR-Fernsehpfarrer Thomas Steiger, in voller Länge: Sehr geehrter Herr Steiger, mit diesem Schreiben wende ich mich in äußerster Betroffenheit, aber auch mit aller gebotenen Klarheit an Sie. Der von Ihnen verantwortete ARD-Fernsehgottesdienst zur Christmette aus St. Maria in Stuttgart hat bei mir – und bei zahlreichen weiteren gläubigen Katholiken – nicht nur Irritation, sondern tiefes Entsetzen ausgelöst. Was dort am Hochfest der Geburt des Herrn öffentlich gezeigt und liturgisch vollzogen wurde, stellt aus meiner Sicht eine massive Grenzüberschreitung dar – theologisch, liturgisch und pastoral. Im Zentrum der Kritik steht zunächst die sogenannte Krippendarstellung. Das Christuskind wurde nicht als menschliche Person dargestellt, sondern als amorphe, fleischartige, an rohes Gewebe oder Verwesung erinnernde Masse. Diese Darstellung wurde erkennbar als Christus in der Krippe ausgerufen. Ich sage es unmissverständlich: Diese Darstellung ist mit dem katholischen Verständnis der Menschwerdung Christi nicht vereinbar. Sie entstellt das Inkarnationsgeschehen, entwürdigt das Christuskind und verletzt in erheblicher Weise das religiöse Empfinden gläubiger Christen. Besonders schwer wiegt, dass diese Bilder am Heiligen Abend, in einem sakralen Raum und über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgestrahlt wurden – ausdrücklich auch an Familien und Kinder gerichtet. Die gezeigte Bildsprache war objektiv geeignet, Kinder zu verstören und zu verunsichern. Doch damit nicht genug. Zusätzlich musste festgestellt werden, dass die Christmette auch in liturgischer Hinsicht grundlegende Defizite aufwies. Insbesondere das Fehlen sowohl des Gloria als auch des Credo widerspricht dem Messbuch Pauls VI. und der verbindlichen Ordnung der Liturgie an einem Hochfest wie Weihnachten. Diese Auslassungen sind keine Nebensächlichkeiten, sondern betreffen den Kern der römisch-katholischen Messfeier. Wenn zentrale Elemente des Glaubensbekenntnisses und des weihnachtlichen Lobgesangs schlicht entfallen, entsteht der Eindruck, dass hier nicht mehr die Kirche betet, sondern ein individuelles oder redaktionelles Konzept über die Liturgie gestellt wird. Das ist für viele Gläubige nicht länger hinnehmbar. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich klarstellen: Zu diesem Vorgang habe ich mich bereits mit einem ausführlichen Schreiben an den Apostolischen Nuntius in Deutschland gewandt. Nach meinem Kenntnisstand wurde dieser Vorgang inzwischen auch an den Heiligen Vater weitergeleitet. Darüber hinaus werden derzeit weitere rechtliche Prüfungen vorgenommen, insbesondere im Hinblick auf die öffentliche Darstellung religiöser Inhalte und deren Vereinbarkeit mit geltendem Recht. Unabhängig von allen kirchenrechtlichen oder staatlichen Prüfungen halte ich eines bereits jetzt für unabdingbar: Es geht hier nicht um Geschmacksfragen, nicht um „moderne Zugänge“, nicht um künstlerische Freiheit. Es geht um die Verantwortung, die Sie tragen, wenn Sie im Namen der katholischen Kirche einen Gottesdienst gestalten, der Millionen Menschen erreicht. Diese Verantwortung wurde in dieser Christmette aus meiner Sicht in eklatanter Weise verfehlt. Ich erwarte eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Kritik. Mit nachdrücklichen, aber sachlichen Grüßen E-mail Kontakt Bistum Rottenburg-Stuttgart: https://www.drs.de/kontakt.html Bild oben: Ein unerträgliches Schauspiel lieferten die Performer der sogenannten Christmette im SWR ab. So kann man den Menschen auch Weihnachten verderben. Foto: (c) ARD-Screenshot
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuKunst
| ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
| |||
![]() | ||||||
© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz | ||||||