Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  9. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Einer, der seine Kunst in den Dienst Gottes stellt

14. Dezember 2019 in Kultur, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Michael O’Brien, Maler und Erfolgsautor - Ein Bericht von Barbara Klimek / VISION 2000


Wien (kath.net/VISION2000)
Die zeitgenössische Kunst schließt meist die wesentlichen Elemente aus, die sie in der Vergangenheit geprägt haben: Sie gab vielfach die Schönheit auf (weil sie von deren Quelle abgeschnitten ist), präsentiert keine tiefere Botschaft, spricht nicht über Gott, der gut ist. Michael OBrien wollte diesen Weg nicht gehen.

In allen Bereichen der Kunst werden heute vor allem Emotionen geboten, um zu schockieren, Empörung oder Verachtung auszudrücken. Man stellt sein durcheinander geratenes Innenleben dar, stellt sich in die Auslage.

Der 1948 geborene kanadische Schriftsteller, Journalist und Maler Michael OBrien – er wird manchmal mit Fjodor Dostojevsky und Leo Tolstoi verglichen – widersetzte sich mit seiner ganzen Person dem eben beschriebenen Trend. Als zutiefst gläubiger Katholik entschloss er sich, Gott das anzubieten, was er von Ihm erhalten hatte: seine Talente. Er stellte einmal fest: „Ich werde mich nicht an die Regeln der Welt halten, in der die Lüge die heutige Kultur kontrolliert. Ich werde nicht damit kooperieren.“

Eine solche Einstellung machte ihn, könnte man sagen, zum Märtyrer, weil er fast sein ganzes Leben lang die enormen Kosten einer solchen Einstellung in Kauf nahm.
Michael OBrien wurde in eine katholische Familie geboren. Während der Schulzeit, als er in einem Internat lebte, wollte ihn der Schulleiter sexuell verführen. Er widersetzte sich den Nachstellungen, indem er Kraft aus der täglichen Eucharistie schöpfte, was zur Ausgrenzung in der Schule führte.


Also kehrte er zu seiner Familie zurück, wo er anfing, Teilhard de Chardin, Sartre und Camus zu lesen. Davon beeinflusst, verlor er seinen Glauben und begann, in den modernen Philosophien, in anderen Religionen und nichtchristlichen Meditationsgemeinschaften nach dem Sinn des Lebens zu suchen.
Während seines Aufenthalts in einem nichtchristlichen religiösen Zentrum erlebte er in einer inneren Vision die Präsenz des persönlichen Bösen an diesem Ort und in dieser Weltanschauung. In seiner Bedrängnis rief er Jesus an und verließ umgehend den Ort. Diese Erfahrung erweckte in ihm die tiefe Gewissheit, dass die Wahrheit in der katholischen Kirche zu finden sei.

Zu dieser Zeit widmete er sich der Malerei: Er malte Natur und Menschen. Seine Bilder waren beeindruckend. Bei zahlreichen Ausstellungen feierte er Erfolge, und seine Karriere erschien vielversprechend.
Nach seiner Bekehrung wollte OBrien jedoch mit seiner Arbeit Gott dienen, über Gott sprechen, nur über Ihn. Und er wollte ein einfaches Leben in der Nähe der Natur führen. Also ging er in die Rocky Mountains. Dort begegnete er seiner zukünftigen Frau Sheila, die Gott ihm im Gebet gezeigt hatte, noch bevor sie einander kennenlernten. Sheila war eine zutiefst religiöse Katholikin, und beide wollten zahlreiche Kinder haben, „lebendige Steine“ für den Aufbau des mystischen Leibes Christi sein.

Michael arbeitete als Wetterbeobachter und Hausmeister, um seine Familie zu ernähren. Von seiner künstlerischen Arbeit konnte er nach seiner Umkehr nicht mehr leben. Denn die Themen, die er bei seiner künstlerischen Arbeit aufgiff, interessierte weder Verleger noch Kunsthändler. Sie behaupteten, all das finde „kein Interesse mehr in der Gesellschaft“.

Unterstützt von seiner Frau, legte er dennoch ein feierliches Versprechen ab, dass er Gott mit seinen Talenten dienen werde. Den heiligen Joseph baten sie um Hilfe auf ihrem Weg. Und dieser war zunächst steinig. Denn OBriens unerschütterliche Haltung führte dazu, dass seine Familie mit sechs Kindern so sehr in Armut geriet, dass sie beispielsweise auf die Essensreste des nahe gelegenen Klosters der Klarissen angewiesen waren.

Diese schwierige Zeit hatte allerdings eine positive spirituelle Seite: Das Leben aus Gottes Vorsehung lehrte die Ehegatten, ihr Vertrauen ganz auf Gott zu setzen, sich ganz in Abhängigkeit von Ihm zu begeben. In dieser Zeit trat Michael OBrien mit dem „Madonna House“ in Verbindung, einem spirituellen Zentrum, das von einer russischen Emigrantin, Autorin von spirituellen Büchern, gegründet wurde: Katherine Doherty, deren Seligsprechung angestrebt wird. Unter ihrem Einfluss begann er, Ikonen im neo-byzantinischen Stil zu malen.

In dieser Zeit beobachtete er auch aufmerksam die Entwicklung von neuen Totalitarismen, er registrierte, wie der Säkularismus und der Abfall vom Glauben überhandnahmen und Häresien aufkamen. Er schrieb nun auch seine ersten Bücher, allerdings für die Schublade, da er für sie keine Verlage fand. In seiner literarischen Arbeit beschrieb er die erwähnten Phänomene und verteidigte die Lehre der Kirche. Der Durchbruch gelang in Gefolge einer Inspiration, die er während der Anbetung des Allerheiligsten erlebte: Es war die Geschichte von Father Elijah.

OBrien kam mit Ignatius Press in Kontakt. Dieser Verleger entdeckte Michaels Rosenkranz-Meditationen, die er auf eigene Kosten herausgegeben hatte und verschenkte. Auf diese Weise interessierte sich der Verleger auch für O’Briens andere Schriften. Und dieser hatte damals einen Roman, nämlich über Father Elijah in der Schublade.

Das Buch wurde zur Sensation und im Gefolge in elf Sprachen übersetzt. Ebenfalls veröffentlicht wurden weitere 28 OBrien-Bücher, die auch außerhalb Kanadas bekannt sind.
1998 bauten die OBriens schließlich ein eigenes Haus in Combermere im Tal, wo mehrere katholische Familien mit zahlreichen Nachkommen zusammenlebten. Dort werden die Kinder durch „Home schooling“daheim unterrichtet. Einer der Bewohner des Tals ist John-Henry Westen, Mitbegründer von LifeSiteNews, der weltweit größten Online-Plattform für Leben und Familie, die sich auch für die Verteidigung der katholischen Lehre einsetzt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kunst

  1. USA: Schülerin bemalt in Großprojekt ihre katholische Schule mit lebensgroßen Heiligenfiguren
  2. Christus-Büste in römischer Basilika wurde als Werk von Michelangelo identifiziert
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. Tück: „Werke des Schock-Künstlers Gottfried Helnwein gehören nicht in eine Kirche“
  5. Egino Weinert - Der demütige Meister
  6. Riskante Schau: Vatikan zeigt Raffaels Wandteppiche in Sixtina
  7. Stephansdom: Mögliche Wandzeichnung von Albrecht Dürer entdeckt
  8. Ist Alfred Hitchcock ein katholischer Künstler?
  9. ‘Der Sonntag’ erklärt ‘Geheimnis von Leonardos Abendmahl’
  10. Michael Jackson im Herz-Jesu-Look







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz