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Innsbrucker Bischof weiterhin uneinsichtig: "Ich bitte Sie, sich nicht künstlich aufzuregen."

27. März 2023 in Österreich, 46 Lesermeinungen
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Viele Katholiken zeigen sich vom "Versöhnungsangebot", das umstrittene "Schweineherz"-Bild "vorzeitig" abhängen zu lassen, nicht überzeugt. Glettler als erster öst. Bischof von Katholiken bei der Staatsanwaltschaft wegen § 188 StGB angezeigt


Innsbruck (kath.net/rn)

"Ich ersuche und bitte Sie, sich nicht künstlich aufzuregen. Es ist ein Meditationsbild in einer von 400 Kirchen in meiner Diözese. Es ist kein Kondom zu sehen, sondern ein Gummiring, der das gezeigte Herz einschnürt." Dies hat der Innsbrucker Bischof Herman Glettler am Wochenende an Bettina Rahm, der Initiatorin der Unterschriftenaktion gegen das umstrittene "Schweineherz-Kondom-Kunst"-Bild des Bischofs in einer Innsbrucker Kirche geschrieben und zeigt damit, dass er weiterhin völlig uneinsichtig ist und sein "Versöhnungsangebot" nicht ganz ernst gemeint sein dürfte. Glettler hatte vor einer Woche angekündigt das Pseudokunst-Bild vorzeitig abhängen zu lassen. De facto lässt er sich aber damit bis fast bis zum Palmsonntag Zeit und verärgert damit weiterhin Katholiken.


Bettina Rahm hatte zuvor noch einmal an den Bischof geschrieben und diesen ersucht, das Bild sofort abhängen zu lassen. "Viele Unterzeichner haben sich bei mir gemeldet und ihre Enttäuschung darüber ausgedrückt, dass Sie der Ankündigung über die Medien, das Bild abhängen zu lassen, nicht umgehend Taten haben folgen lassen. Eine Abhängung erst am oder kurz vor dem Palmsonntag ist kein Entgegenkommen Ihrerseits, wie es medial suggeriert wurde, sondern die Fortführung einer Provokation, die Fortführung einer Beleidung des Herrn, die meines Erachtens einen Bruch des Herz-Jesu-Bundes des Landes Tirol beinhaltet. Wenn Sie die Beleidung des Herrn nicht nachvollziehen können, was mich erschüttert, und daher nicht wissen, was Sie tun, dann sollte wenigstens die Verletztheit, die so viele Gläubige durch die Petition und auch in zahlreichen persönlichen Schreiben zum Ausdruck gebracht haben, Sie als Hirte dazu veranlassen, dieses Bild sofort entfernen zu lassen", schreibt sie an den Bischof und ruft die Gläubigen jetzt auf, für diese Tat des Bischofs zu sühnen, z. B. durch Fasten oder durch Anbetung vor dem Allerheiligsten oder durch das Gebet des Rosenkranzes.

Glettler wurde, wie kath.net von Katholiken erfahren konnte, inzwischen trotz seiner Ankündigung vor einer Woche als erster österreichischer Bischof von den eigenen Gläubigen bei der Staatsanwaltschaft  wegen § 188 StGB ("Herabwürdigung religiöser Lehren") angezeigt.

Kontakt Bischof Glettler: [email protected]


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