Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  2. AfD Rheinland-Pfalz suchte Gespräch mit Bischof Ackermann – dieser ging auf Demo gegen ‚rechts’
  3. R.I.P. Alexej Nawalny – ein Kämpfer für die Freiheit
  4. Vatikan bestürzt über Tod Nawalnys
  5. „Bischöfe, macht Euch ehrlich!“
  6. Sie sahen: Das Ende des Synodalen Weges
  7. Bischof Krautwaschl meint: ‚Diskussion zum Thema Frauenweihe nicht beendet’
  8. Wieder ein Brief aus Rom an die deutschen Bischöfe
  9. Israels Botschaft weist Aussagen des päpstlichen Chefdiplomaten Parolin zurück
  10. Kardinal Schönborn an DBK: "Weigerung einzulenken wäre Anzeichen eines Schismas"
  11. Papst Franziskus reist zur Biennale nach Venedig
  12. "Das unpräzise Pontifikat"
  13. "Ihr aber macht daraus eine Räuberhöhle"
  14. Historiker Wolffsohn: ‚Kirche macht sich überflüssig’
  15. Das Oxford Oratorium verzeichnet eine steigende Zahl von Menschen, die katholisch werden

Christinnen weltweit bevorzugtes Ziel von Islamisten

18. Februar 2022 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


8. März: Internationaler Tag der Frau. Bericht des päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ beweist: Christinnen weltweit bevorzugtes Ziel von Islamisten


Wien-München (kath.net/KIN)

Die Entführung und Zwangsverheiratung christlicher Frauen und Mädchen hat in vielen Ländern mit starken islamistischen Strömungen System. Das belegt der Bericht „Hört ihre Schreie – Entführung, Zwangskonversion und sexuelle Ausbeutung christlicher Frauen und Mädchen“, den das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ erstellt hat. 

"Ein Zermürbungskrieg radikaler Islamisten"

Die US-Menschenrechtsexpertin Michele Clark sagte bei der Vorstellung des Berichts, die weltweit zunehmenden Fälle von Entführungen und Zwangsverheiratungen christlicher Frauen und Mädchen gehörten zu „einem Zermürbungskrieg radikaler Islamisten gegen christliche Minderheiten in Ägypten und anderswo“. Die Entführungen hätten Clarks Nachforschungen zufolge das Ziel, junge Frauen und Mädchen zur Konversion zum Islam zu zwingen, um so beispielsweise in Ägypten die Kopten auszulöschen. Bei dieser Strategie helfe den Entführern eine Besonderheit des islamischen Rechts: „Wenn die Mutter zum Islam konvertiert ist, gelten die Kinder auch als Muslime. Selbst wenn die Mutter sich entscheidet, ihre muslimische Familie zu verlassen, bleiben sowohl sie als auch ihre Kinder legal Muslime“, erklärte Clark. Die Entführungsfälle seien inzwischen derart häufig und gut dokumentiert, dass die US-Regierung die Angst vor einer Entführung als triftigen Grund für einen Asylantrag koptischer Frauen und Mädchen anerkennt.


Anzeichen für steigende Gewalt gegen christliche Frauen und Mädchen

Der Bericht „Hört ihre Schreie“ beschreibt ähnliche Fälle auch aus Syrien, dem Irak, Nigeria, Mosambik und Pakistan. Die Projektdirektorin von „Kirche in Not“, Regina Lynch, bestätigte beispielsweise, dass in Nigeria „die Terrororganisation Boko Haram bereits 2013 eine Entführungskampagne gegen christliche Mädchen begonnen hat“. Damals seien 276 Mädchen aus einer Schule verschleppt worden, über 100 davon würden bis heute vermisst. Aus Pakistan schilderte Lynch einen weiteren Entführungsfall, der in internationalen Medien Beachtung fand: 

„Am 28. April 2020 wurde die 14-jährige Maira Shahbaz auf dem Heimweg von der Schule in der Nähe von Faisalabad von drei Männern entführt, gefoltert und vergewaltigt.“ Shahbaz sei gezwungen worden, einen ihrer Entführer zu heiraten. „Ihre Familie wandte sich an die Gerichte, um ihre Tochter aus dieser Zwangsehe zu befreien, aber ohne Erfolg. Schließlich gelang es Maira zu fliehen. Sie und ihre Familie verstecken sich jetzt vor ihren Entführern, die damit drohen, sie und ihre Familie zu töten.“ Die einzige Hoffnung für die Familie von Maira Shahbaz sei inzwischen der Asylantrag in einem sicheren Land, erklärte Regina Lynch.

Herbert Rechberger, Nationaldirektor von Kirche in Not - Österreich: „Gerade für den kommenden „Internationalen Frauentag“, der am 8. März begangen wird, müsse angesichts dieser Berichte auch die Politik sicherstellen, dass für Menschen, die religiös motivierte Gewalt erlebt haben, ein sicherer Zufluchtsort bleibt.  Asylsuchenden Frauen, egal welchen Glaubens oder welcher Weltanschauung, die von ihrer Entführung, Zwangsverheiratung und Zwangskonversion berichten, muss aufgrund dieses Berichts unbedingt geglaubt und geholfen werden“

Zu den Co-Autorinnen der Fallstudie gehört die US-amerikanische Menschen- und Frauenrechtsexpertin Michele Clark. Sie hat sich vorrangig mit der Situation koptischer Christinnen in Ägypten beschäftigt. „Kirche in Not“ hat mit ihr gesprochen und das Interview finden Sie unter: https://www.kircheinnot.at/allgemein/aktuelles/gewalt-gegen-christinnen-ist-waffe-im-krieg-gegen-religioese-minderheiten/

In Druckform kann der vierzigseitige Bericht im Kirche in Not Webshop unter https://www.kircheinnot.at/shop bestellt werden.

 

Foto: US-Menschenrechtsexpertin Michele Clark. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Annamia 19. Februar 2022 

In einer

Ehe mit einem Muslim und einer Nichtmuslimim gilt das Kind als Muslim und soll auch so erzogen werden.Unabhängig davon ,ob die Mutter konvertiert ist oder nicht.Nach muslimischem Glauben wird jeder Mensch als Muslim (Gottergebener ) geboren und erst die nichtmuslimischen Eltern ändern die Religion.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Die Flüchtlingspolitik ist auf breiter Front gescheitert - Neue Islamstaaten ante portas?
  2. Hamas-Irrsinn: "Werden Rom, dann ganz Europa, die Welt erobern"
  3. Deutschland: Zunahme muslimischer Schüler
  4. CDU-Chef Merz gegen Flüchtlinge aus Gaza: "Wir haben genug antisemitische junge Männer im Land"
  5. Islamisten-Angriff - Bewegende Trauerfeier für erstochenen Lehrer und Katholiken in Frankreich
  6. "Wir müssen leider auch über den Islam reden. Wäre er eine wirkliche Religion des Friedens...."
  7. Frankreich: Kommt Einheitskleidung in Schulen auf Antwort auf islamische Abayas?
  8. Islamistischer Machetenangriff in spanischer Kirche: Mesner tot
  9. 20 Tote bei islamistischem Terror-Angriff auf christliches Dorf in Nigeria
  10. Mit Muslimen beten?






Top-15

meist-gelesen

  1. Karwoche und Oktober 2024 mit kath.net in MEDJUGORJE
  2. Kommen Sie mit! - 13. Oktober 2024 in Fatima + Andalusien!
  3. Sie sahen: Das Ende des Synodalen Weges
  4. Kardinal Schönborn an DBK: "Weigerung einzulenken wäre Anzeichen eines Schismas"
  5. Christian Geyer in FAZ-Kommentar: „Synodaler Ausschuss - Bischöfe als juristische Deppen?“
  6. Wieder ein Brief aus Rom an die deutschen Bischöfe
  7. "Das unpräzise Pontifikat"
  8. "Ihr aber macht daraus eine Räuberhöhle"
  9. R.I.P. Alexej Nawalny – ein Kämpfer für die Freiheit
  10. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  11. Kardinal Kasper: „Ich stimme Kardinal Schönborns Mahnung an die DBK voll und ganz zu“
  12. AfD Rheinland-Pfalz suchte Gespräch mit Bischof Ackermann – dieser ging auf Demo gegen ‚rechts’
  13. „DBK hat keine Vollmacht, ihre Diözesen von Einheit mit Papst und katholischer Kirche wegzureißen“
  14. Grußwort des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Eterović, an die Deutsche Bischofskonferenz
  15. Kardinal Zen/Hongkong mit Grundsatzkritik: „Wie wird die Synode weitergehen und enden?“

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz