Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Christinnen weltweit bevorzugtes Ziel von Islamisten

18. Februar 2022 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


8. März: Internationaler Tag der Frau. Bericht des päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ beweist: Christinnen weltweit bevorzugtes Ziel von Islamisten


Wien-München (kath.net/KIN)

Die Entführung und Zwangsverheiratung christlicher Frauen und Mädchen hat in vielen Ländern mit starken islamistischen Strömungen System. Das belegt der Bericht „Hört ihre Schreie – Entführung, Zwangskonversion und sexuelle Ausbeutung christlicher Frauen und Mädchen“, den das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ erstellt hat. 

"Ein Zermürbungskrieg radikaler Islamisten"

Die US-Menschenrechtsexpertin Michele Clark sagte bei der Vorstellung des Berichts, die weltweit zunehmenden Fälle von Entführungen und Zwangsverheiratungen christlicher Frauen und Mädchen gehörten zu „einem Zermürbungskrieg radikaler Islamisten gegen christliche Minderheiten in Ägypten und anderswo“. Die Entführungen hätten Clarks Nachforschungen zufolge das Ziel, junge Frauen und Mädchen zur Konversion zum Islam zu zwingen, um so beispielsweise in Ägypten die Kopten auszulöschen. Bei dieser Strategie helfe den Entführern eine Besonderheit des islamischen Rechts: „Wenn die Mutter zum Islam konvertiert ist, gelten die Kinder auch als Muslime. Selbst wenn die Mutter sich entscheidet, ihre muslimische Familie zu verlassen, bleiben sowohl sie als auch ihre Kinder legal Muslime“, erklärte Clark. Die Entführungsfälle seien inzwischen derart häufig und gut dokumentiert, dass die US-Regierung die Angst vor einer Entführung als triftigen Grund für einen Asylantrag koptischer Frauen und Mädchen anerkennt.


Anzeichen für steigende Gewalt gegen christliche Frauen und Mädchen

Der Bericht „Hört ihre Schreie“ beschreibt ähnliche Fälle auch aus Syrien, dem Irak, Nigeria, Mosambik und Pakistan. Die Projektdirektorin von „Kirche in Not“, Regina Lynch, bestätigte beispielsweise, dass in Nigeria „die Terrororganisation Boko Haram bereits 2013 eine Entführungskampagne gegen christliche Mädchen begonnen hat“. Damals seien 276 Mädchen aus einer Schule verschleppt worden, über 100 davon würden bis heute vermisst. Aus Pakistan schilderte Lynch einen weiteren Entführungsfall, der in internationalen Medien Beachtung fand: 

„Am 28. April 2020 wurde die 14-jährige Maira Shahbaz auf dem Heimweg von der Schule in der Nähe von Faisalabad von drei Männern entführt, gefoltert und vergewaltigt.“ Shahbaz sei gezwungen worden, einen ihrer Entführer zu heiraten. „Ihre Familie wandte sich an die Gerichte, um ihre Tochter aus dieser Zwangsehe zu befreien, aber ohne Erfolg. Schließlich gelang es Maira zu fliehen. Sie und ihre Familie verstecken sich jetzt vor ihren Entführern, die damit drohen, sie und ihre Familie zu töten.“ Die einzige Hoffnung für die Familie von Maira Shahbaz sei inzwischen der Asylantrag in einem sicheren Land, erklärte Regina Lynch.

Herbert Rechberger, Nationaldirektor von Kirche in Not - Österreich: „Gerade für den kommenden „Internationalen Frauentag“, der am 8. März begangen wird, müsse angesichts dieser Berichte auch die Politik sicherstellen, dass für Menschen, die religiös motivierte Gewalt erlebt haben, ein sicherer Zufluchtsort bleibt.  Asylsuchenden Frauen, egal welchen Glaubens oder welcher Weltanschauung, die von ihrer Entführung, Zwangsverheiratung und Zwangskonversion berichten, muss aufgrund dieses Berichts unbedingt geglaubt und geholfen werden“

Zu den Co-Autorinnen der Fallstudie gehört die US-amerikanische Menschen- und Frauenrechtsexpertin Michele Clark. Sie hat sich vorrangig mit der Situation koptischer Christinnen in Ägypten beschäftigt. „Kirche in Not“ hat mit ihr gesprochen und das Interview finden Sie unter: https://www.kircheinnot.at/allgemein/aktuelles/gewalt-gegen-christinnen-ist-waffe-im-krieg-gegen-religioese-minderheiten/

In Druckform kann der vierzigseitige Bericht im Kirche in Not Webshop unter https://www.kircheinnot.at/shop bestellt werden.

 

Foto: US-Menschenrechtsexpertin Michele Clark. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  2. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  3. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  6. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  7. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  8. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  9. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  10. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz