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Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule

10. Juli 2025 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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Die ‚Islamische Gemeinschaft Milli Görüs‘ (IGMG) sieht die Trennung der Geschlechter und die Verschleierung von Frauen als verpflichtend an und fördert diese bereits bei Mädchen.


Göttingen (kath.net/jg)
Bei der Abschlussfeier der katholischen Bonifatiusschule II in Göttingen (Bistum Hildesheim) in der St. Heinrich und Kunigunde Kirche predigte nicht nur ein katholischer Priester, sondern auch der Imam Sinan Öztürk, der Verbindungen zur Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e.V. (IGMG) hat. Dies berichtet die Nachrichtenplattform NiUS.

Der Verfassungsschutz stuft die IGMG als islamistische Bewegung ein und wirft ihr Verbindungen zu anderen radikal islamistischen und salafistischen Bewegungen wie der Muslimbruderschaft oder der türkischen rechtsextremistischen Ülkücü-Bewegung vor. Öztürk ist unter anderem auf Instagram bei einem Vortrag oder Predigt bei einer Veranstaltung der IGMG zu sehen.

Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg sieht in der IGMG den bedeutendsten Teil der türkisch-nationalistischen „Milli Görüs“-Bewegung in Deutschland. Diese wolle die westliche „Ordnung des Unrechts“ durch eine „Gerechte Ordnung“ auf Grundlage des Islam ersetzen. Sie sei bereit, dafür die Mittel des Rechtsstaates zu nutzen, um ihre islamistische Agenda voranzubringen, analysiert der Verfassungsschutz Baden-Württemberg.


Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes Bayern gehört die „Milli Görüs“-Bewegung in die Kategorie des legalistischen Islamismus, der unter anderem durch Vereinsarbeit versucht, Einfluss auf den interreligiösen und politischen Dialog zu nehmen. Iman Öztürk ist immer wieder bei interreligiösen Veranstaltungen, beispielsweise mit der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), zu sehen.

Die IGMG sehe die Trennung der Geschlechter und die Verschleierung von Frauen als verpflichtend und fördere diese bereits bei Mädchen, sagt der Verfassungsschutz Baden-Württemberg.

Bereits im September 2022 rief die Bonifatiusschule II zur Teilnahme an einem „Tag der offenen Moschee“ auf, organisiert von Islam-Vereinen wie dem Zentralrat der Muslime, dem Islamrat oder Ditib. In einem geteilten Beitrag wird der Besuch einer Ditib-Moschee in Göttingen empfohlen, die Verbindungen zu islamistischen Akteuren hatte. Ditib ist die „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“ und untersteht dem Präsidenten der Türkei. Der Göttinger Ditib-Chef Mustafa Keskin musste 2021 von seiner Position zurücktreten und wurde 2022 wegen Volksverhetzung und der Billigung einer Straftat verurteilt. Er hatte in sozialen Netzwerken Nachrichten verbreitet, in denen Juden und Armenier beleidigt wurden.

NiUS hat in dieser Angelegenheit beim Bistum Hildesheim angefragt, welches Trägerin der Bonifatiusschule II in Göttingen ist und wollte wissen, wie die Bistumsleitung dazu stehe, dass die Schule mit Personen Umgang pflege, die Verbindungen zur IGMG und zu Ditib haben. Ein Bistumssprecher antwortete, es sei mittlerweile üblich, Gottesdienste zu Beginn und Ende des Schuljahres interreligiös zu gestalten. Der interreligiöse Dialog sei für das „friedliche Zusammenleben“ in der Gesellschaft von „großer Bedeutung“. Auf den Einwand, dass Organisationen wie die IGMG und Ditib diese Werte nicht teilen, ging der Bistumssprecher nicht ein. Vielmehr verwies er auf die Erklärung „Nostra aetate“ des II. Vatikanischen Konzils, die für das Bistum Hildesheim für das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und anderen Religionen leitend sei. Dort sei zu lesen, dass die Kirche die Muslime „mit Hochachtung“ betrachte, da diese „den alleinigen Gott anbeten“.

 


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