Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  6. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Beschließen ohne zu entscheiden?
  9. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  10. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  13. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  14. Die Nazi-Projektion
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Irland: 6.666 Abtreibungen im ersten Jahr nach Legalisierung

5. Juli 2020 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die irische Regierung veröffentlichte ihren Jahresbericht zu Abtreibungen in Irland am vergangenen Dienstag - Von Martin Bürger


Dublin (kath.net/mb)

Im Jahr 2019, dem ersten Jahr nach der Legalisierung von Abtreibungen, wurden im einstmals katholischen Irland nach Regierungsangaben 6.666 ungeborene Kinder getötet – eine Zahl, die an das letzte Buch der Bibel, die Apokalypse, erinnert. Dort heißt es über das diabolische Tier: „Hier ist die Weisheit. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.“ Liam Gibson, Politischer Direktor für die britische „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC), der ältesten Lebensschutzorganisation der Welt, bezeichnete die Zahlen als „wahrhaft schockierend“.

 

Die irische Regierung veröffentlichte ihren ersten Jahresbericht zu Abtreibungen in Irland am Dienstag. Demnach entfallen 6.542 der 6.666 Abtreibungen im Jahr 2019 auf die frühe Phase der Schwangerschaft, die laut Gesetz die ersten 12 Wochen umfasst. Innerhalb dieses Zeitrahmens bedarf es keiner Begründung für das Vornehmen einer Abtreibung. Insgesamt 24 Abtreibungen wurden damit begründet, das Leben oder die Gesundheit der Mutter sei in Gefahr. Weitere 100 Abtreibungen wurden vorgenommen, da nach Einschätzung der jeweiligen Ärzte das ungeborene Kind spätestens vier Wochen nach der Geburt gestorben wäre.


 

„Es wäre ein Leichtes, von der schieren Zahl der Abtreibungen überwältigt zu werden oder entsetzt darüber zu sein, was das Töten von Kindern in diesem Ausmaß über die irische Gesellschaft aussagt“, sagte Liam Gibson von SPUC. „Wir dürfen jedoch nie die Tatsache aus den Augen verlieren, dass jede dieser 6.666 Abtreibungen ein vorsätzlicher Akt tödlicher Gewalt war, der sich gegen ein völlig unschuldiges und einzigartiges menschliches Wesen richtete.“
 

Bis 2018 waren Abtreibungen in Irland illegal. Die irische Verfassung betonte: „Der Staat erkennt das Recht der Ungeborenen auf Leben an und garantiert in seinen Gesetzen, unter gebührender Berücksichtigung des gleichen Rechts auf Leben der Mutter, dieses Recht zu respektieren und, soweit praktisch durchführbar, durch seine Gesetze zu verteidigen und zu rechtfertigen.“ Gleichzeitig wurde die Reisefreiheit zwischen Irland und anderen Staaten, um dort eine Abtreibung vornehmen zu lassen, nicht eingeschränkt. Außerdem war es möglich, „unter den gesetzlich festgelegten Bedingungen Informationen über [Abtreibungs-]Leistungen, die in einem anderen Staat rechtmäßig verfügbar sind, zu erhalten oder zur Verfügung zu stellen.“
 

Am 25. Mai 2018 stimmten zwei Drittel der irischen Bevölkerung im Rahmen einer Volksabstimmung dafür, die Verfassung hinsichtlich ihrer Position zum Lebensschutz zu ändern. Nun heißt es dort lediglich: „Die Regelung des Schwangerschaftsabbruchs kann per Gesetz erfolgen.“ Das entsprechende Gesetz, genannt „Health (Regulation of Termination of Pregnancy) Act 2018“, wurde am 20. Dezember 2018 vom Präsident Michael D. Higgins unterzeichnet.

 

„Keine Regierung, kein Staat kann, trotz einer Volksabstimmung, das gottgegebene Recht auf Leben auch nur eines Mitglieds der Menschheitsfamilie aufheben“, betonte Gibson. „Abtreibung ist niemals gerechtfertigt, jedes Kind hat das Recht, unabhängig von seinem Entwicklungsstand, seinen Behinderungen oder den Umständen seiner Empfängnis geboren zu werden.“
 

Die Lebensschutzbewegung in Irland habe „einen langen, harten Kampf gekämpft, um Frauen und Kinder vor Abtreibung zu schützen. Es ist sehr wichtig, dass sie angesichts dieser schrecklichen Ungerechtigkeit nicht schweigen. Ihr Engagement, jedes einzelne ungeborene Kind zu verteidigen, indem sie sich bei jeder Gelegenheit gegen Abtreibung aussprechen, wird sich letztlich als entscheidend erweisen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irland

  1. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  2. Irische Ärzte, die Abtreibungen durchführen, erhalten dafür im Durchschnitt 21.000 Euro pro Jahr
  3. "Im Laufe der neun Monate hat Jesus Stück für Stück mein Herz verändert und geheilt!"
  4. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  5. Irischer Priester verweigert Pro-Abtreibungspolitiker die Kommunion
  6. Der zukünftige irische Premierminister ist kein Freund der Katholiken
  7. Irland: Wähler lehnen Verfassungsänderung zu Familie und Rolle der Frau ab
  8. Umfrage in Irland: 90 % wollen, dass Frauen Information über Alternativen zur Abtreibung erhalten
  9. Irland: Justizausschuss des Parlaments lehnt Euthanasiegesetz ab
  10. Irischer Bischof kritisiert Verbot von Erstkommunionen und Firmungen







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  6. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  9. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  10. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  11. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  12. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  13. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  14. Die Nazi-Projektion
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz