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Ungewöhnliche Allianz: Radikale Muslime und Christen bekämpfen IS12. Mai 2015 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Im Libanon bildet die Hisbollah-Miliz auch christliche Kämpfer aus
Beirut (kath.net/idea) Im Nahen Osten ist eine ungewöhnliche Allianz im Kampf gegen die Terrororganisationen Islamischer Staat (IS) und Al-Nusra-Front entstanden: Die im Libanon beheimatete islamische Hisbollah-Miliz bildet zunehmend Christen als Kämpfer aus, berichtet die Internetzeitung Christian Post. Vor allem in der Bekaa-Ebene im Osten Libanons, in der viele Christen leben, stelle die schiitische Hisbollah (Partei Allahs) zahlreiche Kampfgruppen auf, die gegen die sunnitischen Terroristen von IS und Al-Nusra vorgehen. Im syrischen Bürgerkrieg kämpft die Hisbollah seit zwei Jahren auf der Seite der Streitkräfte des alawitischen Präsidenten Baschar al-Assad (Damaskus). IS hat in Syrien und im Irak ein Kalifat ausgerufen, in dem die Terrorgruppe das islamische Religionsgesetz, die Scharia, mit äußerster Brutalität durchsetzt. 
Katholik: Sie akzeptieren uns, wie wir sind Die Hisbollah-Miliz wird von Israel, der EU, Australien, Kanada und den USA als Terrororganisation eingestuft. Gleichwohl begrüßt ein christlicher Kämpfer die Zusammenarbeit. Der katholische Kaufmann Rifit Nasrallah (Ras Baalbek): Wir befinden uns in einer gefährlichen Lage. Die einzigen Leute, die uns schützen, sind die Kämpfer der Hisbollah. Die Christen würden weder gezwungen, Muslime zu werden, noch müssten sie auf die Werte der Hisbollah schwören: Sie akzeptieren uns, wie wir sind. Nach Angaben der libanesischen Tageszeitung An-Nahar erhalten die christlichen Kämpfer denselben Sold wie die Muslime. Der Schutz des 15.000 Einwohner zählenden Ortes Ras Baalbek im Norden der Bekaa-Ebene ist für die Hisbollah von strategischer Bedeutung. Die umliegenden schiitischen Städte seien von IS bedroht. Nach Angaben des Generalsekretärs der Hisbollah, Hassan Nasrallah (Beirut), hat IS in den letzten Wochen Dutzende libanesische Soldaten und Polizisten als Geiseln genommen worden. Die Hisbollah entstand 1982 aus dem Zusammenschluss verschiedener paramilitärischer schiitischer Gruppen, die gegen die damalige Invasion Israels im Libanon kämpften. Seit 1992 ist die Gruppe als politische Partei auch in der libanesischen Nationalversammlung vertreten. Foto: Symbolbild
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Lesermeinungen| | speedy 15. Mai 2015 | | | |
zuerst kämpft man mit den christen, und dann wird gegen sie gekämpft |  0
| | | | | Prophylaxe 14. Mai 2015 | | | | Meine Güte Jetzt unterstützt der Westen auch noch den vom Ausland aufgebauten IS, um den Libanon in einen sunnitischen Gottesstaat umzuwandeln, um Frieden, verschiedene Religionen im Auftrag der Türken und Saudis den Garaus zu machen. |  1
| | | | | ulmi 13. Mai 2015 | | | | br.damianus Das sehe ich ebenso.
Ich weiß nicht, ob wir hier konform gehen, aber folgender Satz aus dem Beitrag läßt aufhorchen:
Die im Libanon beheimatete islamische Hisbollah-Miliz bildet zunehmend Christen als Kämpfer aus.
Und:
„Sie akzeptieren uns, wie wir sind.“
Wie lange noch?
Und wer hat hier das Sagen? |  0
| | | | | br.damianus 12. Mai 2015 | | | | Buchschmerzen Diese Allianz macht mir Bauchschmerzen. Ich sehe da etwas, was ich nicht sehen möchte. |  2
| | | | | Richelius 12. Mai 2015 | | | | Nicht ungewöhnlich Die Allianz ist bei weitem nicht so ungewöhnlich. Die Hisbollah sind nämlich Schiiten und somit die Todfeinde der IS.
Daß der Westen dagegen lieber konsequent die Wahabiten Saudi-Arabiens unterstützt, gehört ja zu den Verrücktheiten über die jeder der sich nur ein bißchen auskennt, entsetzt den Kopf schütteln kann.
Dagegen wäre es höchste Zeit, eine Allianz all jener Staaten oder Provinzen aufzustellen, die noch nicht unter der Führung des radikalen sunnitischen Islams stehen. Da dies aber ein Bündnis Israels mit dem Iran bedeuten würde, bleibt das wohl Wunschdenken. |  4
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