Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  6. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  7. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  10. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  13. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

Chefredakteur-Digital der WELT: ‚Hören wir auf, uns etwas vorzumachen!’

5. November 2020 in Chronik, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die westliche Welt müsse deutliche Konsequenzen gegenüber den Islamisten ziehen. Diesen müsste klar werden, dass sie in unseren Gesellschaften nicht willkommen seien, fordert Ulf Poschardt nach dem Terroranschlag in Wien.


Berlin/Wien (kath.net/jg)

Die Politiker der westlichen Länder müssten aufhören „Beschwichtigungsformeln“ zu verbreiten und statt dessen dem Islamismus entschlossen entgegen treten, fordert Ulf Poschardt, der Chefredakteur-Digital der WELT in einem Kommentar vom 3. November zum Terroranschlag in Wien am Abend davor.

 

Der einzige Staatsmann, der einen anderen Ton anschlage, sei der französische Präsident Emmanuel Macron. Dieser habe den Kampf der „aufgeklärten Europäer“ gegen „einen unaufgeklärten, in der Verbitterung über das eigene Scheitern toxisch gewordenen Islamismus“ aufgenommen. Vielleicht, so vermutet Poschardt, sei das Attentat auch deshalb in Wien geschehen, weil der österreichische Bundeskanzler ein klares Signal der Solidarität an Macron nach dem Anschlag auf die Kirche Notre Dame in Nizza gesandt habe.


 

Der Westen sei auf die Bedrohung schlecht vorbereitet, befasse sich „mit allerlei dekadenten Nebensächlichkeiten“, sei aber nicht bereit, sich „mit einer militanten Bedrohung aller Freiheiten, wie sie der Islamismus darstellt“ auseinander zu setzen. Wir müssten „aufhören, uns etwas vorzumachen“, schreibt Poschardt wörtlich. Er kritisiert den Umgang mit Intellektuellen, Professoren und Politikern, die das Problem beim Namen nennen. Diese würden in die rechte Ecke gestellt und mundtot gemacht. Dabei seien es gerade liberale muslimische Intellektuelle, die am lautesten warnen.

 

Linken Intellektuellen wirft Poschardt vor, „blind auf dem Auge des Islamismus“ zu sein. Sie würden „radikalisierte Migranten als menschliche Schutzschilde für ihre Agitation gegen ein System“ missbrauchen, „das sie sowieso abräumen wollen.“ Das gehe auch auf Kosten der europäischen Juden, die den Kontinent in Richtung Israel verlassen würden, weil sie sich nicht mehr sicher fühlen. „Europa erlebt gerade die zweite Vertreibung der europäischen Juden, und kaum jemand unternimmt etwas“, schreibt er wörtlich.

 

Poschardt fordert ernste Konsequenzen: Moscheen, in denen der Hass auf Christen, Juden, Homosexuelle, Frauen, Nichtgläubige gepredigt werde, müssten umgehend geschlossen werden. Imame, die Predigten dieser Art halten, müssten ausgewiesen werden. Die Finanzierung der Moscheen müsse transparent sein. Der türkisch-islamische Verband Ditib müsse „in die Loyalität dieser freiheitlichen Gesellschaft gezwungen werden“. Andernfalls müsse jede Zusammenarbeit mit der Ditib eingestellt werden, verlangt er.

 

Wer die Werte der westlichen Gesellschaft nicht teilen wolle, sondern sie angreife und abschaffen wolle, müsse wissen, dass er hier keinen Platz habe. Die „Deeskalationsrhetorik“, die man nach jeder Ausschreitung und nach jedem Terroranschlag zu hören bekomme und auf die keine Taten folgen, müsse ein Ende haben. „Es reicht! Es reicht! Es reicht!“ schreibt Poschardt abschließend.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  2. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  3. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  4. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  5. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  6. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  7. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte

Terror

  1. Sydneys Erzbischof: "Angriff auf Juden ist Angriff auf uns alle"
  2. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  3. Großbritannien: Brandstiftung an einer Kirche, Vorbereitung terroristische Handlungen
  4. Terrorismus breitet sich im Norden Mosambiks aus
  5. „Terror in Südostasien frisst sich immer weiter vorwärts“
  6. Karl-Peter Schwarz: "Werden die Islamisten ihren Krieg gegen Europa gewinnen?"
  7. „Aufstehen gegen jede Art von Radikalismus“






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  9. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  10. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  11. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  12. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  13. Irrtümer über den Jakobsweg
  14. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  15. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz