Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  10. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  11. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  12. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  15. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“

„Terror in Südostasien frisst sich immer weiter vorwärts“

31. März 2021 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Anschlag auf Kathedrale in Indonesien. Die Karwoche hat für die Katholiken Indonesiens blutig begonnen.


Wien-München (kath.net/KIN)

„Die Karwoche hat für die Katholiken Indonesiens blutig begonnen. Das Selbstmordattentat am Palmsonntag unterstreicht: Nach den militärischen Niederlagen des ,Islamischen Staates’ (IS) in Syrien und im Irak frisst sich der dschihadistische Terror weiter vorwärts in den asiatischen Raum. Südostasien ist ein häufig vergessener Brennpunkt der Christenverfolgung. Die Angst in der Region wächst.“ Dies erklärte der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka, nach dem gestrigen Anschlag auf die katholische Herz-Jesu-Kathedrale in Makassar, der Hauptstadt der indonesischen Provinz „Sulawesi Selatan“ (Südsulawesi).

Mindestens 20 Verletzte

Angaben lokaler Kirchenvertreter zufolge versuchten zwei Personen kurz vor 10:30 Uhr über einen bewachten Seiteneingang in die Kirche einzudringen, als die Palmsonntagmesse gerade zu Ende gegangen war. Noch vor der Kathedrale lösten die mutmaßlichen Attentäter eine Explosion aus. Die beiden Personen starben, mindestens 20 Menschen wurden verletzt.


Die indonesische Polizei teilte wenige Stunden nach dem Anschlag mit, es gäbe eine Verbindung der beiden mutmaßlichen Täter zur indonesischen Terrorgruppe „Jamaah Ansharut Daulah“ (JAD). Diese Gruppe soll neben anderen hinter Bombenanschlägen auf drei Kirchen und das Polizeipräsidium in Indonesiens zweigrößter Stadt Surabaya im Mai 2018 und dem Anschlag auf die Kathedrale im südphilippinischen Jolo im Januar 2019 stehen. Die JAD gilt als regionaler Ableger der Terrormiliz „Islamischer Staat“.

Sorge um Zusammenhalt der Religionen

Die Indonesische Bischofskonferenz äußerte sich durch Bischof Yohanes Harun Yuwono aus Tanjunkarang zu dem Anschlag. Harun Yuwono ist Vorsitzender der Kommission für Ökumene und interreligiöse Angelegenheiten. „Der Selbstmordanschlag ist nicht nur eine tiefe Sorge für die Katholiken, sondern eine tiefe Sorge für ganz Indonesien“, schreibt der Bischof in einer Erklärung, die „Kirche in Not“ vorliegt. Die Bevölkerung solle wachsam bleiben und sich nicht zu Gewalt hinreißen lassen. Man habe Vertrauen in die Sicherheitsbehörden. „Wir hoffen, dass der Anschlag die Beziehungen zwischen den religiösen Gruppen, die wir aufgebaut haben, nicht beschädigen oder schwächen wird“, erklärte Harun Yuwono.

Nach Angaben des Berichts „Religionsfreiheit weltweit“ von „Kirche in Not“, der Ende April in einer Neuauflage erscheint, sind rund 80 Prozent der 262 Millionen Indonesier Muslime, rund 12 Prozent sind Christen. Indonesien ist das größte muslimische Land der Erde, dennoch ist der Islam nicht Staatsreligion. Das Zusammenleben der Religionen galt weitgehend als friedlich, viele Muslime folgen moderaten sunnitischen Strömungen.

Radikale islamische Strömungen breiten sich aus

Zunehmend breiten sich jedoch konservative und teilweise gewaltbereite islamistische Strömungen aus. Religiöse Minderheiten leiden unter verschiedenen Formen von Diskriminierung, zum Beispiel beim Bau von Gotteshäusern. International bekannt wurde der Fall des ehemaligen Gouverneurs der Hauptstadt Jakarta, des chinesisch-stämmigen Christen Basuki Tjahaja Purnama, genannt Ahok. Er wurde im Jahr 2017 wegen angebliches blasphemischer Äußerungen im Wahlkampf zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Auch gab es Anschläge auf christliche Kirchen und buddhistische Tempel.

Foto: Seminaristen in Indonesien. © Magdalena Wolnik/Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Terror

  1. Sydneys Erzbischof: "Angriff auf Juden ist Angriff auf uns alle"
  2. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  3. Großbritannien: Brandstiftung an einer Kirche, Vorbereitung terroristische Handlungen
  4. Terrorismus breitet sich im Norden Mosambiks aus
  5. Karl-Peter Schwarz: "Werden die Islamisten ihren Krieg gegen Europa gewinnen?"
  6. Chefredakteur-Digital der WELT: ‚Hören wir auf, uns etwas vorzumachen!’
  7. „Aufstehen gegen jede Art von Radikalismus“

Indonesien

  1. Pfarrer Chito: ‘Meine Entführung war der Wille Gottes’
  2. Indonesien: Radikale Moslems stören Gedenkmesse für Verstorbenen
  3. Indonesien: Muslime sollen nicht 'Frohe Weihnachten' wünschen
  4. Indonesien: Kirche fördert friedliches Miteinander der Religionen
  5. Indonesien: Religionsfreiheit in Gefahr
  6. Java: Islamist ruft bei Prozess zu neuer Gewalt gegen Christen auf
  7. Indonesien: Fanatische Muslime greifen drei Kirchen an






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  14. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  15. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz