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Erzbistum Köln ungewohnt deutlich: „Joachim Frank – Ihre Berichterstattung ist menschenverachtend!“

14. Juli 2025 in Deutschland, 7 Lesermeinungen
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Amtsleiter Frank Hüppelshäuser im offenen Brief zur Berichterstattung von Joachim Frank: Dabei sei „aber festzuhalten, dass der Kölner Stadt-Anzeiger in den letzten 10 Jahren prozentual mehr Leser verloren hat als das Erzbistum Köln Katholiken“


Köln (kath.net) Jetzt kam eine offizielle Pressemeldung des Erzbistums Köln in Reaktion auf die „einseitig negative Berichterstattung des „Kölner Stadt-Anzeiger“ zum Bildungscampus und zu einem Mitarbeiter des Erzbischöflichen Generalvikariats. Darin reagiert Amtsleiter Frank Hüppelshäuser mit einem offenen Brief, den das Erzbistum Köln in seiner PM in voller Länge dokumentiert - ein durchaus ungewöhnlicher Vorgang.

„Joachim Frank – Ihre Berichterstattung ist menschenverachtend!“, schreibt Hüppelshäuser mit direkter Nennung des Namens des betreffenden Journalisten des KStA.

Frank bemühe sich seit Jahren, „das Erzbistum Köln mit seinem Bischof an der Spitze zu diskreditieren, zu verunglimpfen und sein Bild in der Öffentlichkeit zu verzerren. Dies gehört für uns inzwischen zum Alltag.“

Hüppelshäuser fragt nach den Motiven für „diesen Feldzug“, doch ließen sich diese nur erahnen. „Vielleich sind es auch rein ökonomische Beweggründe, denn bekanntlich lässt sich ja vor allem mit ‚schlechten‘ Nachrichten Geld verdienen; zumindest scheinen Sie das zu glauben.“


Dabei sei „aber festzuhalten, dass der Kölner Stadt-Anzeiger in den letzten 10 Jahren prozentual mehr Leser verloren hat als das Erzbistum Köln Katholiken“, stellt Hüppelshäuser fest und entkräftet damit das gern einsetzte Argument der Kirchenaustritte im Erzbistum Köln schlagend.

Dann schreibt der Amtsleiter des Kölner Erzbischöflichen Ordinariats wörtlich: „Dass Sie sich nun aber unter dem Vorwand, der Hüter der Toleranz zu sein, einzelne Mitarbeiter des Erzbistums herausgreifen, diese namentlich nennen und beschuldigen, stellt den bisherigen Tiefpunkt Ihrer Veröffentlichungen dar. Es scheint Ihnen dabei völlig egal zu sein, was Sie bei den Menschen, die Sie öffentlich an den Pranger stellen, anrichten. Diese können sich nicht wehren und sind Ihrer Berichterstattung ausgeliefert. Wie Sie das mit den publizistischen Grundsätzen und dem eigentlich hohen Selbstanspruch des Stadt-Anzeigers an fairen und objektiven Journalismus vereinbaren, erschließt sich mir nicht.“

Hüppelshäuser schreibt, dass natürlich auch im Erzbistum Köln Fehler passierten, „das ist Teil unserer offenen und agilen Kultur. Daraus wollen wir lernen, jeden Tag“. Jedoch scheine genau diese Kultur Herrn Frank „fremd zu sein. Vielmehr scheint Ihre Vorgehensweise Teil Ihrer Strategie zu sein, die auch vor der öffentlichen Diskreditierung von Mitarbeitern des Erzbistums Köln nicht zurückschreckt, um die Kirche und insbesondere das Erzbistum Köln und seinen Bischof bei jeder Gelegenheit zu beschädigen.“

Der Amtsleiter führt weiter aus, dass das Erzbistum Köln in den Bildungscampus Kalk ca. 80 Millionen Euro investiert habe, „um Schülerinnen und Schülern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Dass Sie die Chancen für die Schülerinnen und Schüler und ihre Familien in Ihrer Berichterstattung gänzlich hinter Ihre Agenda zurücktreten lassen, ist aus meiner Sicht journalistisch völlig unverantwortlich.“

Dann schreibt Hüppelshäuser abschließend: „Herr Frank: es reicht. Gott sei Dank leben wir in einer Gesellschaft, wo jeder durch sein freies Handeln entscheiden kann, welche Zeitung er kauft und welche Art Journalismus er unterstützt. Ich habe mich bereits vor einiger Zeit entschieden und nach mehr als 20 Jahren mein Abo gekündigt, weil ich für Ihren Journalismus kein Geld mehr zahlen mochte.“


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