Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  14. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Hoffnung, selbst wenn alles andere schwankt

10. Juni 2022 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sehen wie Gott alles zum Guten nützen kann, selbst das, womit der Feind Zerstörung bewirken wollte - BeneDicta am Freitag von Linda Noé


Linz (kath.net)  Pfingsten 2022- wie schön ist es, die Festzeiten zu halten und sich selbst durch diesen Rhythmus halten zu lassen, gerade nach und in diesen uns bedrängenden Zeiten. „Weihnachten war Gott mit uns. Ostern war Gott für uns. Pfingsten ist Gott in uns“ habe ich letztens gelesen- und es ist mir gedanklich geblieben. Gott Heiliger Geist, so nahe, dass wir Zeit brauchen, um uns immer wieder neu bewusst zu machen, wie beschenkt wir sind, in allen Umständen. Am Vorabend zu Pfingsten habe ich an einem „Abend der Barmherzigkeit“ teilgenommen: eucharistische Anbetung, Beichtgelegenheit, Lobpreis. Sehr viele sehr junge Menschen, Teenager, waren dabei, und eine ganze Weile war ich auch versunken in die Betrachtung dieser Mädchen und Burschen, die ihr Herz ausschütteten, sichtbar begeistert waren, sich gegenseitig umarmten, das Austrecken nach Jesus miteinander teilten.

Zuerst, muss ich zugeben, habe ich ein wenig wehmütig daran gedacht, wie anders mein Leben mit 14 Jahren ausgesehen hat, da ich Jesus noch nicht kannte. Wie die Zeit allgemein und schnell vergeht- und unwiederbringlich ist. Wie das Leben sich wohl entwickelt, wenn man so früh schon solche Gelegenheiten der Begegnung mit Jesus Christus erlebt? Ich habe mir diese Frage schon manchmal gestellt, mich auch sehr lange „neu im Glauben“ gefühlt gegenüber anderen, die als Christen aufgewachsen sind. Jetzt gehöre ich selbst schon längst zu dieser Elterngeneration und ich staune über die offen sichtliche Schönheit der Beziehung dieser Teenager mit Jesus. Jeder hat auch seine Lasten zu tragen, ohne Frage, und ich möchte keine Lebenssituation auf dieser Welt verklären oder idealisieren.


Und doch, es gibt hier ein sicheres Fundament, das gelegt ist, das Hoffnung und Sinn gibt, das bleibt, wenn alles andere schwankt. Gleichzeitig merke ich, dass ich immer versöhnter mit und dankbarer für meine eigene Lebensgeschichte werde, über den Reichtum der Liebe in meiner Herkunftsfamilie, aller Wegbereiter, die wichtigen Begegnungen und Stationen. Sehen darf, wie Gott alles zum Guten nützen kann, selbst das, womit der Feind Zerstörung bewirken wollte. Versöhnung mit meinem Leben ist auch Versöhnung mit Gott- der Beginn alles Guten. Im Zweiten Korintherbrief Kapitel 5 heißt es: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat. Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung (zur Verkündigung) anvertraute. Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt.

Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“ Um diesen Auftrag zu erfüllen, dürfen wir Gott dieses Geheimnis zuerst auch in unserem eigenen Herzen wirken lassen. Ich denke an den Heiligen Papst Johannes Paul II., der noch Papst war, als ich Jesus kennen lernen durfte, und der durch die Lehre und Früchte seines eigenen Lebens und Wirkens ein großes Beispiel der für Versöhnung und Wiederherstellung ist- in die ganze Welt und Geschichte hinaus. Im Apostolischen Schreiben „Reconciliatio et paenitentia“ schreibt er: „Im engen Zusammenhang mit der Sendung Christi kann man also die an sich reiche und vielschichtige Sendung der Kirche zusammenfassen in der für sie zentralen Aufgabe der Versöhnung des Menschen mit Gott, mit sich selbst, mit den Brüdern, mit der ganzen Schöpfung; und dies fortwährend: denn - wie ich schon bei anderer Gelegenheit gesagt habe - »die Kirche ist von Natur aus immer versöhnend«.

Das durfte ich auch persönlich wieder neu erfahren an diesem Pfingstsonntag beim Abend der Barmherzigkeit. „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden“, ein bekanntes Wort des dänischer Philosophen, Essayisten und Theologen Søren Kierkegaard, kam mir dabei in den Sinn. Wie gut, dass wir auf die fixe Zusage Jesu vertrauen können, in diesen Zeiten, in denen wir vorwärts leben und erst rückwärts verstehen, dass wir einen Beistand haben, der für uns eintritt und uns niemals verlässt. Einen, der Gott ist, größer als unser Herz und alles weiß. (Joh 3,20)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Die große Täuschung
  2. Hoffnung schlägt Optimismus
  3. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  4. Freu dich, Gott liebt dich
  5. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  6. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  7. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
  8. Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“
  9. Lächle einen Menschen an, der dich nervt!
  10. Die mächtige Realität des himmlischen Shalom






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  10. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  15. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz