Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  13. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  14. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Die größte Krankheit im Leben ist der Mangel an Liebe

27. Juni 2021 in Aktuelles, 35 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Wunden des Herzens heilen. Weder Schmerz noch Tod haben das letzte Wort. Der Tod ist nicht das Ende. Von Armin Schwibach


   

Rom (kath.net/as) „Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausströmte, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt?“: Angelus mit Papst Franziskus am dreizehnten Sonntag im Jahreskreis.

Im heutigen Evangelium (vgl. Mk 5,21-43) begegne Jesus unseren beiden dramatischsten Situationen, dem Tod und der Krankheit. Er befreie zwei Menschen von ihnen: ein kleines Mädchen, das gerade im Sterben liege, als ihr Vater zu Jesus gehe, um ihn um Hilfe zu bitten. Und eine Frau, die seit vielen Jahren an Blutfluss leide. Jesus lasse sich von unserem Schmerz und unserem Tod berühren, und er wirke zwei Zeichen der Heilung, um uns zu sagen, „dass weder Schmerz noch Tod das letzte Wort haben“. Er sage uns, dass der Tod nicht das Ende sei. Er überwinde diesen Feind, von dem wir uns nicht allein befreien könnten.

Der Papst konzentrierte sich in dieser Zeit, in der die Krankheit noch im Mittelpunkt der Chroniken aller Tage stehe, auf das andere Zeichen, die Heilung der Frau. Mehr als ihre Gesundheit sei ihre affektive Situation gefährdet gewesen: „sie blutete und galt daher nach der damaligen Mentalität als unrein. Sie wurde deshalb an den Rand gedrängt, sie konnte keine stabilen Beziehungen, keinen Ehepartner, keine Familie und keine normalen sozialen Beziehungen haben“. Sie habe allein gelebt, mit einem verwundeten Herzen. Die größte Krankheit im Leben „ist der Mangel an Liebe, es ist die Unfähigkeit zu lieben“. Die Heilung, die am wichtigsten sei, sei die der affektiven Situationen. 


Die Geschichte dieser namenlosen Frau, in der wir uns alle sehen können, ist beispielhaft. Der Text sage: „Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden“ (V. 26). Auch wir: „wie oft greifen wir zu falschen Mitteln, um unseren Mangel an Liebe zu stillen“. Wir dächten, es seien Erfolg und Geld, die uns glücklich machten, „aber Liebe kann man nicht kaufen“. Wir flüchteten uns in das Virtuelle, doch die Liebe sei konkret. Wir akzeptierten uns nicht, wie wir seien, und versteckten uns hinter der Schminke der Äußerlichkeiten, „aber die Liebe ist kein Schein“.

Wir suchten Lösungen bei Magiern und Gurus, nur um uns dann ohne Geld und ohne Frieden wiederzufinden, wie diese Frau. Sie entscheide sich schließlich für Jesus und stürze sich in die Menge, um sein Gewand zu berühren. Die Frau suche also den direkten, körperlichen Kontakt zu Jesus. Gerade in dieser Zeit hätten wir verstanden, wie wichtig Kontakt und Beziehungen seien. Dasselbe gelte für Jesus. Manchmal begnügten wir uns damit, einige Gebote zu befolgen und Gebete wie Papageien zu wiederholen, aber der Herr warte darauf, dass wir ihm begegneten, dass wir ihm unser Herz öffneten, dass wir sein Gewand berührten wie die Frau, um geheilt zu werden. Denn „indem wir in die Intimität mit Jesus eintreten, werden wir in unseren affektiven Situationen geheilt“.

Das sei es, was Jesus wolle. Tatsächlich sei zu lesen, dass er, obwohl er von der Menge bedrängt werde, sich nach der Person umsehe, die ihn berührt habe. Das sei der Blick Jesu: „es gibt viele Menschen, aber er geht auf die Suche nach einem Gesicht und einem Herzen voller Glauben. Er schaut nicht auf das Ganze, sondern auf die Person. Er macht nicht Halt vor den Wunden und Fehlern der Vergangenheit, sondern geht über Sünden und Vorurteile hinaus. Er bleibt nicht bei Äußerlichkeiten stehen, er kommt zum Kern“. So heile er jene, die von allen abgelehnt worden sei. Er nenne sie zärtlich „meine Tochter“ (V. 34) und lobe ihren Glauben, und so stelle er ihr Selbstvertrauen wieder her.

„Schwester, Bruder“, so der Papst abschließend, „lass Jesus dein Herz anschauen und heilen. Und wenn du seinen zärtlichen Blick auf dir bereits erfahren hast, ahme ihn nach, tu, was er tut. Schau dich um: du wirst sehen, dass sich viele Menschen, die in deiner Nähe leben, verwundet und allein fühlen. Sie brauchen es, sich geliebt fühlen“.

Jesus bitte dich, sie nicht nur von außen zu betrachten, sondern vom Herzen. Nicht zu urteilen, sondern sie willkommen zu heißen. Denn nur die Liebe heile das Leben: „Möge die Gottesmutter, Trösterin der Betrübten, uns helfen, die im Herzen Verwundeten zu liebkosen, denen wir auf unserem Weg begegnen“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz