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Bamberger Erzbischof Gössl wehrt sich gegen SPD-Angriff

16. Juli 2025 in Prolife, 25 Lesermeinungen
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Der Erzbischof von Bamberg betont in einem Interview: "Es ist klar, dass die inhaltliche Position der katholischen Kirche zu der von Frau Brosius-Gersdorf in völliger konträrer Position steht" - VIDEO


Bamberg (kath.net)
Herwig Gössl, Erzbischof von Bamberg, hat sich in einem Interview mit WELT.TV gegen die plumpen Angriffe der SPD nach seiner Kritik an der linksextremen Richterin Frauke Brosius-Gersdorf zur Wehr gesetzt und nochmals betont, dass es keine Abstufung des Lebensrechts gebe. Zuvor hatte der Erzbischof in einer Predigt die geplante Wahl der Frau als Richterin am deutschen Bundesverfassungsgericht kritisiert. Gössl spricht in dem Interview von einem "innenpolitischen Skandal" rund um diese Berufung. "Es ist klar, dass die inhaltliche Position der katholischen Kirche zu der von Frau Brosius-Gersdorf in völliger konträrer Position steht. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass ich eine andere Meinung vertrete."


Für den Erzbischof ist es das Grundproblem, dass das von Frau Brosius-Gersdorf vertretene Konzept ein gestuftes Konzept des Lebensrechts der Ungeborenen ist. Dies könne dann auch auf geborene Kinder bezogen werden und dies widerspreche vollkommen der Position der katholischen Kirche. Er sehe hier auch wenig Kompromissmöglichkeiten. Gössl betonte nochmals, dass es keine Abstufung des Lebensrechts innerhalb der vorgeburtlichen Phase gebe. "Das ist unsere Position, an der wir festhalten, weil es auch ziemlich willkürlich ist, da einen Termin festzusetzen."

Die Angriffe aus der SPD weist Gössl zurück. Es gehe ihm und den anderen sicher nicht darum, in irgendeiner Weise gegen die Richterin zu hetzen. Dies möchte er betonten. "Ich habe ihren Namen nicht genannt. Wir haben als Kirche natürlich eine Meinung zu solchen Fragen des Lebensschutzes, des Lebensrechts. Und werden die auch offen sagen. Nicht um Menschen zu diffamieren, das liegt mir fern, aber um den Lebensschutz zu betonen. Und da ist wichtig, dass man im Gespräch miteinander bleibt, auch wenn das Gespräch konfrontativ ist und es um ein Ringen geht." Er hoffe, dass Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur zurückziehen werde. Ihm gehe es aber nicht um die Person, sondern um die Haltung dahinter.

Das "Welt"-Videointerview mit Erzbischof Gössl in voller Länge:


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