Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  2. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  3. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  4. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  7. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  11. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  14. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  15. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition

Die Wahrheit, die uns frei macht

18. April 2022 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: der Auferstandene will uns aus den Gräbern der Lüge und der Doppelzüngigkeit herausholen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Regina Caeli, das traditionelle Mariengebet in der Osterzeit bis Pfingsten, mit Papst Franziskus am „Montag des Engels“ auf dem Petersplatz.

Die Tage der Osteroktav seien wie ein einziger Tag, an dem sich die Freude über die Auferstehung verlängere. So erzähle das Evangelium der heutigen Liturgie weiter vom auferstandenen Herrn, von seiner Erscheinung bei den Frauen, die zum Grab gegangen waren (vgl. Mt 28,8-15). Jesus gehe ihnen entgegen und begrüße sie. Dann sage er ihnen zwei Dinge, die auch für uns ein Ostergeschenk sein könnten.

Zunächst beruhige er sie mit zwei einfachen Worten: „Fürchtet euch nicht“ (V. 10). Der Herr „weiß, dass Ängste unsere täglichen Feinde sind. Er weiß auch, dass unsere Ängste aus der großen Angst geboren werden, der Angst vor dem Tod: Angst vor dem Vergehen, vor dem Verlust geliebter Menschen, vor Krankheit, davor, nicht mehr zurechtzukommen“.

Aber an Ostern habe Jesus den Tod besiegt. Niemand sonst könne uns also überzeugender sagen: „Fürchtet euch nicht“. Der Herr „sagt es genau dort, neben dem Grab, aus dem er siegreich hervorgegangen ist. So lädt er uns ein, aus den Gräbern unserer Ängste herauszukommen“. Er wisse, dass die Angst immer an der Tür unseres Herzens lauere und dass wir uns selbst sagen hören müssten: „Fürchte dich nicht“: am Ostermorgen wie am Morgen eines jeden Tages. „Bruder, Schwester, die ihr an Christus glaubt“, so der Papst, „habt keine Angst! "Ich habe den Tod für dich gefühlt, ich habe dein Übel auf mich genommen. Jetzt bin ich auferstanden, um dir zu sagen: Ich bin hier, bei dir, für immer. Fürchte dich nicht!“.


„Doch wie können wir die Angst konkret bekämpfen?“, so die Frage Das zweite, was Jesus zu den Frauen sage, helfe uns weiter: „Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen“ (V. 10).

Geht und verkündet. Die Angst „schließt uns immer in uns selbst ein; Jesus hingegen holt uns heraus und sendet uns zu anderen. Hier ist die Lösung. Aber ich – man kann sagen – bin nicht fähig! Diese Frauen waren sicher nicht die geeignetsten oder am besten vorbereitet, den auferstandenen Herrn zu verkünden, aber das ist dem Herrn egal“.

Es sei ihm wichtig, „dass sie hinausgehen und sich melden. Denn die Osterfreude sollte man nicht für sich behalten. Die Freude an Christus wird durch das Geben verstärkt und durch das Teilen vervielfacht. Wenn wir uns öffnen und das Evangelium bringen, weitet sich unser Herz und überwindet die Angst“.

Der heutige Text sage uns jedoch, dass die Verkündigung auf ein Hindernis stoßen kann: die Falschheit. Das Evangelium berichte nämlich von einer „Gegenverkündigung“, nämlich von den Soldaten, die das Grab Jesu bewacht hatten. Sie bekommen „eine gute Summe Geld“ und erhielten folgende Anweisungen: „Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen“ (V. 13). Das sei die Unwahrheit, „die Logik des Verschweigens, die der Verkündigung der Wahrheit entgegensteht. Es ist auch für uns eine Mahnung: Falschheit – in Worten und im Leben – verunreinigt die Verkündigung, verdirbt das Innere, führt zurück ins Grab. Der Auferstandene hingegen will uns aus den Gräbern der Lüge und der Doppelzüngigkeit herausholen“.

Wir seien zu Recht empört, wenn wir durch Informationen Lügen und Betrug im Leben der Menschen und in der Gesellschaft aufdeckten. Aber „geben wir auch den Irrtümern in uns einen Namen! Und stellen wir unsere Undurchsichtigkeit vor das Licht des auferstandenen Jesus. Er will das Verborgene ans Licht bringen, uns zu transparenten und leuchtenden Zeugen der Freude des Evangeliums machen, der Wahrheit, die uns frei macht".

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  8. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  9. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse
  10. Unseren Blick und unsere Rede reinigen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  11. Die Stunde der Heuchler
  12. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  13. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  14. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  15. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz