
Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimenvor 3 Stunden in Österreich, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Jugendstudie in Wien unter jungen Muslimen: Rund 30 Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen gaben selbst an, dass sich bereits „zu viele Muslime“ in Österreich aufhalten würden.
Wien (kath.net)
Eine neue, von der Stadt Wien beauftragte Studie sorgt für erhebliche politische und gesellschaftliche Diskussionen. Die Untersuchung unter der Leitung des renommierten Soziologen Kenan Güngör beleuchtet die Einstellungen von 14- bis 24-Jährigen in der Bundeshauptstadt. Die Ergebnisse zeigen laut "Krone" und "Heute" bei Teilen der Jugend besorgniserregende antidemokratische, abwertende und gewaltaffine Haltungen – insbesondere im Bereich des Antisemitismus und bei der Online-Prägung junger Muslime.
Für die Erhebung wurden insgesamt 1.221 Jugendliche und junge Erwachsene an verschiedenen Wiener Knotenpunkten (darunter in Favoriten, auf der Mariahilfer Straße und beim Donauzentrum) sowie über Online-Kanäle befragt. Die Studie differenziert dabei nach zehn verschiedenen Herkunftsgruppen. Laut den Studienergebnissen treten problematische Haltungen bei muslimischen Jugendlichen statistisch besonders stark hervor – allen voran bei Befragten mit syrischem, afghanischem und tschetschenischem Hintergrund. Studienautor Güngör warnt in diesem Zusammenhang jedoch ausdrücklich vor Pauschalisierungen: Ein Großteil der muslimischen Jugendlichen sei demokratisch, tolerant und pluralistisch eingestellt. Als zentralen Treiber für radikale Ansichten identifiziert die Studie nicht die gelebte Gläubigkeit an sich, sondern die religiöse Sozialisation über das Internet. Rund 80 Prozent der islamischen Online-Inhalte werden von Güngör als problematisch eingestuft. Jugendliche, die täglich mehrere Stunden am Smartphone verbringen und primär über soziale Medien mit religiösen Inhalten in Berührung kommen, driften laut Studie signifikant häufiger in extremistische Denkmuster ab.
Besonders alarmierend sind die Zahlen im Bereich des Antisemitismus. Demnach stimmten insgesamt 35 Prozent aller befragten Jugendlichen der Verschwörungserzählung zu, dass Juden zu viel Macht besäßen und die Welt kontrollierten. Ein paradox anmutendes Detail der Erhebung unterstreicht die Komplexität des Themas: Rund 30 Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen gaben selbst an, dass sich bereits „zu viele Muslime“ in Österreich aufhalten würden. 
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