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Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens23. Juli 2026 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Verfahren um mögliche sexuelle Übergriffe und den Verdacht des spirituellen Missbrauchs soll weiterhin im Gang sein
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan hat Berichte über einen Abschluss des Prozesses gegen den Ex-Jesuiten Marko Rupnik zurückgewiesen. Dem slowenischen Künstler und Priester wird von mehreren Frauen vorgeworfen, er habe sie sich unter Ausnutzung seiner Autorität als Geistlicher sexuell gefügig gemacht. Seit vergangenem Herbst beschäftigt sich ein fünfköpfiges Sondergericht im Auftrag der vatikanischen Glaubensbehörde mit dem Fall.
Die Berichte über eine Entscheidung des Sondergerichts seien "absolut unbegründet", erklärte die vatikanische Pressestelle am Mittwoch. Das Richterkollegium prüfe derzeit Unterlagen der betroffenen Diözesen, des Jesuitenordens, der Beteiligten sowie Medienberichte. Während des laufenden Verfahrens würden keine Informationen über die Ermittlungen veröffentlicht. Sollten weitere Erkenntnisse erforderlich sein, werde das Gericht sie selbst einholen. 
Weiter erklärt der Vatikan: "Dieses kirchenrechtliche Strafverfahren hat gerichtlichen Charakter und unterliegt, wie bereits mitgeteilt, einer Ausnahme von der Verjährung etwaiger Straftaten; es kann gemäß dem Kirchenrecht Aufschluss darüber geben, ob eine Schuld vorliegt oder nicht." Der Vatikan betonte, das Kirchenrecht könne über Angelegenheiten innerhalb der Kirche urteilen und Strafen verhängen. Unabhängig davon unterliege Rupnik weiterhin der Strafgerichtsbarkeit der jeweiligen Staaten.
Rupnik hat als Mosaik-Künstler zahlreiche Kirchen und Kapellen in aller Welt gestaltet. 2023 schloss der Jesuiten-Orden ihn "wegen Ungehorsams" aus; er blieb aber weiter Priester. Ferner hatte sein ehemaliger Orden bestätigt, dass Rupnik im Jahr 2020 wegen sexueller Vergehen mit erwachsenen Frauen zeitweise exkommuniziert war, also aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Der Umgang mit Rupniks Kunstwerken ist seit Bekanntwerden der Vorwürfe umstritten.
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Lesermeinungen| | Vincentinus 24. Juli 2026 | | | | @bücherwurm Sie haben vollkommen recht: dass Papst Franziskus ein Werk von Rupnik auch nach den bekannten Anschuldigungen in seiner Wohnung hatte, ist seltsam.
Es stimmt aber auch, dass Franziskus die zivil- wie kirchenrechtliche Verjährung des Falles aufgehoben, und die Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet hat. Auch eine Entlassung aus dem Jesuitenorden ist ohne die Zustimmung des Papstes sehr unwahrscheinlich.
Der Fall McCarrick ist nun aber mit über 500 Seiten in einem offiziellen Bericht genauestens dokumentiert. Dort kann man nachlesen, wer etwas gegen McCarrick unternommen hat- und wer nichts. |  0
| | | | | Johannes14,6 24. Juli 2026 | | | | @Bücherwurm Danke, volle Zustimmung!
Fakt ist auch, daß Papst Franziskus trotz bekannter Missbrauchsvorwürfe als Exerzitienprediger eingeladen hat und der Vatikan Abbildungen der Kunstwerke Rupniks auf seiner Webseite hatte.
10.6.25 "Nach langem Zögern hat die vatikan. Medienabteilung Bilder des slowen. Priesters und Mosaik-Künstlers Marko Rupnik (70) von den Internetseiten der Vatikanmedien entfernt. Einige seiner Bilder mit biblischen Themen waren noch bis zum Pfingstwochenende als Illustrationen zu einem liturgischen Veranstaltungskalender auf Vatikan-Seiten zu sehen. Inzwischen wurden sie stillschweigend durch andere Kunstwerke ersetzt..Die andauernde Präsenz von Kunstwerken Rupniks in Kirchen sowie auf vatikanischen Internetseiten und in kirchlichen Druckerzeugnissen sorgte wiederholt für Debatten. Noch im Juni 2024 verteidigte der Leiter des vatikanischen Kommunikationsdikasteriums, Paolo Ruffini, die Entscheidung zur Beibehaltung der Kunstwerke."
+Die Liste der Protegierten: unvollständig! |  1
| | | | | bücherwurm 24. Juli 2026 | |  | @Vincentinus: Fakt ist jedenfalls, dass Papst Franziskus in seinen Räumlichkeiten in Santa Marta zwei Kunstwerke von Rupnik hängen hatte, die man immer wieder auf Film- und Video-Aufnahmen sehen konnte. Ich hänge mir doch als Papst nicht gezielt Kunst eines mutmaßlich vielfachen Missbrauchstäters freiwillig in meine eigenen vier Wände?! Es war auch mein eigener Eindruck, dass Papst Franziskus die Rupnik-Problematik in keiner Weise ausreichend ernst nahm, und mich hat das enormst gestört. Und wenn Sie sich die Vorwürfe gegen Rupnik näher anschauen, dann geht es ja gerade nicht darum, dass er sich versehentlich in eine Frau verliebt hatte und dabei das Zölibatsgelübde brach, sondern es geht um eine ganz andere Kragenweite. Mir ist völlig unklar, wieso Franziskus das nicht energischer angegangen hatte. Ähnlich auch seinerzeit bei chilenischen Bischöfen. Ähnlich bei Ex-Kardinal McCarrick. Ähnlich beim argentinischen Bischof Zanchetta... Sie können zu all diesen Stichworte bei kath.net ausführliche Berichterstattung finden. |  2
| | | | | Vincentinus 23. Juli 2026 | | | | @Smaragdos Das haben Sie halt so irgendwo gelesen und es klingt gut.
Es gibt aber überhaupt keine Evidenz dazu.
Jetzt kann man als Gegner des Papstes Franziskus das für eine stimmige Meldung, als Freund des Papstes Franziskus das als eine Infamie halten.
Wenn man aber sorgfältig und der Wahrheit verpflichtet bleiben möchte, muss man sagen: wir wissen es nicht! |  0
| | | | | Johannes14,6 23. Juli 2026 | | | | "Heilsverbrechen - Der Fall Rupnik" --- vor Ort, gut recherchierte Doku im Deutschlandfunk, 6 Teile "..dieser strahlende Kunststar, Theologe und Jesuit hat ein dunkles Geheimnis: Mehrere Frauen werfen Rupnik vor, sie sexuell und spirituell missbraucht und ihnen körperliche Gewalt angetan zu haben. Laut Jesuitenorden sind 20 Ordensschwestern betroffen.
Leidtragende erzählen, dass sie den mutmaßlichen Missbrauch schon früh an Kirchenvertreter gemeldet haben. Doch über Jahre geschieht nichts. Das ändert sich erst, als 2022 ital. Medien den Fall aufdecken: Es kommt heraus, dass Rupnik zwischenzeitl sogar exkommuniziert wurde und 2 mutmaßl. betroffene Frauen gehen mit einer spektakulären Pressekonferenz an die Öffentlichkeit.."
Dokumentiert wird "wie die Ordensfrauen Rupnik als charismatischen Priester und Künstler kennenlernen, von seinen Reden und Predigten fasziniert sind und sich der von ihm in Slowenien gegründeten katholischen Frauengemeinschaft anschließen, der Loyola-Gemeinschaft. Doch als Teil der Gemeinschaft treffen sie auf die bedrohliche Seite des väterlichen Seelsorgers.." www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch:searchText=heilsverbrechen&drsearch:from-date= |  2
| | | | | Smaragdos 23. Juli 2026 | | | |
"Ferner hatte sein ehemaliger Orden bestätigt, dass Rupnik im Jahr 2020 wegen sexueller Vergehen mit erwachsenen Frauen zeitweise exkommuniziert war..."
Und wer hat die Exkommunikation wieder aufgehoben? Sein Freund Papst Franziskus. |  3
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