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Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor

7. September 2026 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
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Zehn Jahre nach "Amoris laetitia" sollen Vorsitzende der Bischofskonferenzen unter anderem den Ist-Stand des Umgang der Weltkirche mit Paaren in "irregulären" Situationen erörtern


Vatikanstadt (kath.net/KAP/red) Im Vatikan wird weiter an der Vorbereitung einer weltweiten Bischofsversammlung über das moraltheologisch umstrittene Dokument "Amoris laetitia" von Papst Franziskus gearbeitet. Wie das vatikanische Presseamt am Samstag mitteilte, empfing Papst Leo XIV. den Präfekten der für Familienthemen zuständigen Vatikan-Behörde, Kardinal Kevin Joseph Farrell, sowie den Generalsekretär der weltweiten Synode, Kardinal Mario Grech, in Audienz.

Eine offizielle Mitteilung über den Inhalt des Gesprächs gab es zunächst nicht. Im April hatte der Papst die beiden Kardinäle damit beauftragt, das für den Zeitraum vom 7. bis 14. Oktober in Rom geplante internationale Treffen aller Bischofskonferenz-Vorsitzenden vorzubereiten. Bei dem Treffen geht es um eine Bestandsaufnahme der seelsorgerischen Lage von Paaren und Familien zehn Jahre nach dem Papst-Dokument "Amoris laetitia".

Treffen aller Bischofskonferenz-Vorsitzenden sind ein äußerst seltenes Format in der katholischen Kirche. Kirchenrechtlich gelten sie nicht als Synoden, sie werden aber ähnlich wie Synoden organisiert.


In dem Text "Amoris laetitia" hatte Papst Franziskus seinerzeit eine vorsichtige Öffnung der Kirche für wiederverheiratete Geschiedene und einen anderen Umgang mit Paaren in "irregulären" Situationen angestoßen. Darauf hatten weltweit nicht wenige Kardinäle, Bischöfe, Priester und Laein mit scharfer Kritik reagiert. Das nun anberaumte Treffen wird Aufschluss darüber geben, wie dies heute in verschiedenen Regionen der Erde gesehen wird.

Zur Debatte stehen auch die Text-Passagen von "Amoris laetitia" über gleichgeschlechtliche Paare. Damals schrieb Papst Franziskus: "Was die Pläne betrifft, die Verbindungen zwischen homosexuellen Personen der Ehe gleichzustellen, gibt es keinerlei Fundament dafür, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn."

Zugleich rief er damals dazu auf, Menschen mit homosexueller Orientierung in ihrer Würde zu achten und ihnen mit Respekt zu begegnen. Die innerkirchliche Debatte um den Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren hat sich seither weiterentwickelt. Hierzu hat vor allem das Papier "Fiducia supplicans" des vatikanischen Glaubenspräfekten Víctor Fernández von 2023 beigetragen, das eine formlose kirchliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ermöglicht.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto: Kardinal Rober Prevost (heute Papst Leo XIV.) mit Papst Franziskus


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Lesermeinungen

 8994 8. September 2026 
 

@verkuender

Ja, mich wundert es auch, wie viel Piussektenpropaganda manche verbreiten können.


5
 
 verkuender 7. September 2026 
 

@Parcival

Lassen Sie mich Ihre Frage beantworten. Weil das seit Jahren das System von versusdeum ist. Zuvor unter anderem Nickname.

Berufstätigen Menschen mit Familie, die sich aktiv in der realen Welt für und in der Kirche engagieren, fehlt natürlich diese riesige Menge an Zeit, welche mancher für das Posten mehrmals in der Stunde aufwendet. Nun wissen wir, dass Quantität und Qualität nicht zwingend etwas miteinander zu tun haben. Aber diese Menschen haben viel Zeit, Foren zu fluten und über Monate wie die berühmte Schallplatte bei ihren längst widerlegten Aussagen hängen zu bleiben.

Lassen Sie sich nicht provozieren, eigentlich ganz easy. Über gewisse Beiträge liest man drüber, fertig!

Einige Menschen haben sich von dieser Seite verabschiedet, der Redaktion ist das bekannt. Langjährige Spender! Das weiß ich aus unserer digitalen Gebetsgruppe. Ich als Spender tue mir aber ebenfalls schwer damit, zu sehen, welchen Kommentatoren hier ein riesiger Raum zur Verfügung gestellt wird.


7
 
 Parcival 7. September 2026 
 

@Versusdeum - Eine wirklich ernst gemeinte Frage

Mit Ihrer spitzen Bemerkung bin u. a. wohl auch ich gemeint. Nur: Niemand von uns hat „jedes Wort eines Papstes oder aus Rom zu einer Art Dogma erklärt“. Das ist eine nachträgl. Zuschreibung, die die vorausgegangene Diskussion schlicht ≠ korrekt wiedergibt. Auf Ihre wiederholt vorgetragenen, häufig inhaltl. gleichen Einwände + Fragen haben Sie mehrfach ausführl., sachl. + mit Quellen belegte Antworten erhalten. Sie müssen diese weder teilen noch überzeugend finden. Aber eine faire Debatte setzt voraus, dass man sich mit dem tatsächlich Gesagten auseinandersetzt, statt dem Gegenüber Positionen zuzuschreiben, die es nie vertreten hat. Verstehen Sie diesen Beitrag deshalb bitte als ernst gemeinte Frage: Warum tun Sie das? Warum stellen Sie die Repliken Ihrer Diskussionspartner wiederholt anders dar, als sie tatsächlich vorgetragen wurden? Mich macht das ratlos. Ich würde es aber wirklich gerne verstehen.


8
 
 Versusdeum 7. September 2026 
 

Und wo sind jetzt die, die jedes Wort eines Papstes oder aus Rom

nach den Weihen bei Pius zu einer Art Dogma erklärt haben, das unbedingt zu glauben sei? Jeder gute Katholik jedenfalls sollte (anders, als leider selbst viele Bischöfe in Deutschland) sein Gewissen immer "schulen". Denn dort, wo es nur schwer oder gar nicht auflösbare Konflikte gibt (letztes Pontifikat, SyndWeg etc.), gilt im Zweifel natürlich erst einmal das, was Jesus und seine Apostel gelehrt haben, was die Kirche 1900 Jahre lang lehrte und (dann absolut), was sie dogmatisiert hat. Es wird allerhöchste Zeit, dass "Fiducia supplicans" ganz offiziell revidiert wird. Welche mehr oder weniger persönliche Meinung die Sprecher ("Vorsitzenden") der jeweiligen Bischofskonferenzen dazu haben, kann nicht der Maßstab für die Gültigkeit oder Aufhebung der katholischen Morallehre oder gar von Kern-Glaubensinhalten sein, wie die jahrzehntelange Widerstand der deutschen Sprecher gegen Rom und Bibel anschaulich belegt. Und wie (zu) lange wird es danach dauern, bis etwas passiert?


1
 
 Versusdeum 7. September 2026 
 

In Deutschland simuliert man nur die Segnung homosexueller Bezieungen

@AlbinoL Es ist wie bei der Weihe einer nicht weihefähigen Person oder den von ihr gespendeten Sakramenten und Sakramentalien (Segen, Krankensalbung etc.): Alles nur Simulationen. Entweder, weil z.B. etwas in sich Sündhaftes nicht gesegnet werden kann, da jedes Sakrament(ale) von Gott kommt oder von Haus aus mangels gültig zustandegekommener Weihe und den damit fehlenden göttlichen Vollmachten des Spenders (nicht zu verwechseln mit unerlaubten, aber gültigen, Weihen).


0
 
 Paddel 7. September 2026 

Danke Papst Leo XIV!

Klug und besonnen.


3
 
 AlbinoL 7. September 2026 

In Deutschland werden diese Paare mittlerweile gesegnet

Aus Deutschland wiederum kamen die Krokodilstränen man solle die Türe doch einen kleinen Spalt auf machen.


0
 
 sdamon 7. September 2026 
 

Debatte oder Kontroverse ?

Zitat aus dem Artikel:
„Die innerkirchliche Debatte um den Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren hat sich seither weiterentwickelt. Hierzu hat vor allem das Papier "Fiducia supplicans" des vatikanischen Glaubenspräfekten Víctor Fernández von 2023 beigetragen…“

Ja, und die Kirche noch weiter verweltlicht und für Kontroverse gesorgt. War das so beabsichtigt?


1
 

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