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| ![]() Jesuitenpater Thomas Reese: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘vor 18 Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung Er sei auf die Unterstützer der Alten Messe eifersüchtig. Obwohl sie wenige seien, seien sie gut organisiert und erhielten viel Aufmerksamkeit von den Bischöfen und den Medien. Washington D.C. (kath.net/jg) Sein Artikel ist in Form eines erfundenen Beichtgesprächs formuliert. Reese bekennt, dass er seinen Hass auf die alte lateinische Messe artikuliert hat, was er anschließend erläutert. Die tridentinische Messe sei ein „Zombie“, also ein Untoter. „Wir haben gedacht, sie ist tot, aber sie kommt immer wieder zurück“, schreibt Reese wörtlich. Er hasse aber nicht die Menschen, welche an der Alten Messe teilnehmen. Mit besserer Katechese würden sie den Neuen Ritus schätzen, meint er. Er sei mit Liebe zur Alten Messe aufgewachsen und habe sie während seiner ersten Jahre als Novize bei den Jesuiten erlebt, fährt er fort. Nach der Liturgiereform habe er gehorsam die Messe im Neuen Ritus akzeptiert. Diese Art von Gehorsam sollte von den „so genannten Konservativen“ beachtet werden, schreibt Reese, und fragt sich, ob Anhänger der Alten Messe „gehorsam gegenüber dem Konzil und den Päpsten“ sind, „welche die Liturgie in der Landessprache avanciert haben“. Er habe schnell die Neue Messe lieben gelernt und sich über die größere Vielfalt an Lesungen gefreut, fährt er fort. Er habe es „satt gehabt, immer wieder das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen zu hören“, weil es viele heilige Jungfrauen im liturgischen Kalender gebe. Auch die neuen eucharistischen Hochgebete hätten ihm gefallen. Er habe die Veränderungen begrüßt, weil „Veränderung unsere Tradition ist“, schreibt Reese wörtlich. Der Neue Ritus habe ihm auch dabei geholfen, die Wurzeln des eucharistischen Hochgebets im Gebet zum jüdischen Paschafest zu verstehen. In der Eucharistiefeier würden wir „mit Jesus beten, nicht zu ihm“, schreibt Reese. Er räumt dann ein, auf die Unterstützer der tridentinischen Messe eifersüchtig zu sein. Obwohl sie wenige seien, seien sie „so gut organisiert“. Sie seien in der Minderheit, erhielten aber trotzdem sehr viel Aufmerksamkeit von den Bischöfen und den Medien, während diejenigen, die weitere Reformen der Liturgie wollen, ignoriert würden. Zu letzteren zählt sich Reese offenbar auch selbst, wenn er schreibt: „Wir können niemanden dazu bringen, uns Aufmerksamkeit zu schenken.“ Er würde sich eine bessere englische Übersetzung der Messe wünschen, schreibt er und verweist auf eine Übersetzung, die 1988 von der Internationalen Kommission für Englisch in der Liturgie erstellt wurde, aber von Kardinal Joseph Ratzinger abgelehnt worden sei. Er wirft Kardinal Ratzinger vor, den englischsprachigen Gläubigen vorschreiben zu wollen, wie sie in ihrer eigenen Sprache beten sollen. Reese wünscht sich eine bessere Verbindung zwischen der „Liturgie des Wortes“ und der „Liturgie der Eucharistie“. Diese möchte er durch eine Präfation für jeden Sonntag der drei Lesejahre erreichen, welche die Themen und zentrale Begriffe der Lesungen aufgreifen soll. Sein letzter Vorschlag ist, dass die eucharistischen Hochgebete sich mehr an biblischen Themen orientieren sollen. Es sollte für jedes Evangelium ein eucharistisches Hochgebet geben, das verwendet werden könnte, wenn in der Messe aus dem entsprechenden Evangelium gelesen werde. Reese hat sich bereits im April 2021 in einem Artikel mit dem Titel „Die Zukunft der katholischen Liturgiereform“ gegen die tridentinische Messe ausgesprochen. „Die Kirche muss unmissverständlich klarstellen, dass sie das Verschwinden der unreformierten Liturgie anstrebt“, schrieb er wörtlich. Der Artikel erschien einige Monate vor dem Motu proprio „Traditionis custodes“, das Papst Franziskus im Juli 2021 veröffentlicht hat. In dem Artikel kritisierte er Papst Benedikt XVI. für seine Liberalisierung des Alten Ritus. In einem anderen Artikel vom Juli 2026 verlangte er, dass Seminaristen, die den Alten Ritus bevorzugen, nicht geweiht werden sollten. Die Messe im Alten Ritus sollte an den wichtigsten Festen des Jahres wie Weihnachten, der Karwoche, Ostern und kirchlichen Feiertagen verboten sein. P. Thomas Reese SJ ist ein US-amerikanischer Priester des Jesuitenordens und Journalist. Er war Chefredakteur des Jesuitenmagazins America und Kolumnist für den National Catholic Reporter (nicht zu verwechseln mit dem National Catholic Register, der zur EWTN-Gruppe gehört). Jetzt arbeitet er für den Religious News Service, eine Nachrichtenagentur, die sich auf religiöse Themen spezialisiert hat. 2014 hat ihn der damalige Präsident Barack Obama in die Kommission für internationale Religionsfreiheit berufen.
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