Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen

6. September 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


ÖVP-Politiker warnt in Brüssel vor Druck, unter dem besonders Christen und verfolgt religiöse Minderheiten stünden - Ernennung von Sonderbeauftragter McGuinness "wichtiger Schritt"


Brüssel (kath.net/KAP) Die Europäische Union sollte sich nach Ansicht des ÖVP-Europaparlamentariers Reinhold Lopatka stärker für den weltweiten Schutz der Religionsfreiheit einsetzen. "Religionsfreiheit ist ein universelles Menschenrecht und dennoch steigt weltweit die Unterdrückung von Menschen aufgrund ihrer Religion - gerade Christen sind zunehmend betroffen", sagte Lopatka am Donnerstag im Menschenrechtsausschuss des Europaparlaments. Die Ernennung der früheren Vizepräsidentin des Europaparlaments und EU-Kommissarin Mairead McGuinness zur EU-Sonderbeauftragten für Religions- und Glaubensfreiheit sei ein wichtiger Schritt gewesen.

Lopatka forderte zugleich eine entschiedenere Unterstützung für McGuinness. Die EU müsse ihr weltweites Netzwerk stärker für den Schutz der Religionsfreiheit nutzen. "Mit ihren mehr als 140 Delegationen hätte die EU die Möglichkeit, vor Ort für Religionsfreiheit einzutreten, Betroffene zu unterstützen und konkrete Veränderungen zu bewirken", sagte der ÖVP-Delegationsleiter. Die EU könne damit ihre Möglichkeiten vor Ort besser ausschöpfen und sich für verfolgte religiöse Minderheiten einsetzen.


Als besonders schwierig bezeichnete Lopatka die Lage derzeit unter anderem in Nigeria, Pakistan und Syrien. Dort würden Christen wegen ihres Glaubens verfolgt, diskriminiert oder Opfer von Gewalt. "Der Schutz der Religionsfreiheit muss eine Priorität der europäischen Außenpolitik sein", forderte der österreichische Abgeordnete. Die EU müsse ihre Stimme entschlossener erheben, um beim Schutz verfolgter Christen und anderer religiöser Minderheiten Wirkung zu erzielen.

Neue EU-Sonderbeauftragte

McGuinness ist seit 2026 EU-Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfreiheit. Sie soll in dieser Funktion die Bemühungen der EU zum Schutz der Religions- und Glaubensfreiheit weltweit koordinieren und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern stärken. Die frühere EU-Komissarin betonte diese Woche, dass Religions- und Weltanschauungsfreiheit ein universelles Menschenrecht sei. Es gehe dabei sowohl um die Freiheit zu glauben als auch nicht zu glauben oder die eigene Überzeugung zu ändern.

In ihren ersten 100 Tagen als Sonderbeauftragte habe sie Gespräche mit Vertretern von Regierungen, Religionsgemeinschaften, EU-Institutionen und Nichtregierungsorganisationen geführt, so McGuiness. Eine wichtige Grundlage für den Dialog der EU mit Kirchen, Religionsgemeinschaften sowie weltanschaulichen und nicht-konfessionellen Organisationen bildet Artikel 17 des EU-Vertrags. Dieser sehe einen "offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog" vor. McGuinness war bereits als Vizepräsidentin des Europaparlaments für diesen Dialog zuständig, der in der Europäischen Kommission seit 2017 von einem eigenen Koordinator betreut wird.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hängematte 6. September 2026 
 

Danke Reinhold Lopatka.

Ich hoffe, das ist der erste einer langen Reihe von EVP-Politikern,
die für die Religionsfreiheit eintreten.
Danke, dass das 2.Vatikanische Konzil für die Religionsfreiheit eingetreten ist.
Und wie schaut es bei den Piusbrüdern aus?
Die sind ja gegen die Religionsfreiheit, wenn ich mich nicht irre.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  3. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  4. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  5. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  8. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  9. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  12. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  13. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  14. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz