Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. Ein Signal des Himmels?
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  9. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  10. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  11. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  12. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  13. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“

26. März 2026 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Die Kirche war gefüllt mit andächtig betenden Menschen. Die meisten waren jung, und es waren auch viele Familien anwesend. Das Beichtsakrament wurde viel in Anspruch genommen.“


Utrecht (kath.net/gem/pl) In der katholischen Welt sorgt ein liturgisches Ereignis für Aufsehen, das weit über die Grenzen der Niederlande hinaus Wellen schlägt. Der Primas der Niederlande, Willem Kardinal Eijk, hat am 15. März 2026 in der „Grote Kerk“ in Oss sein erstes Pontifikalamt im außerordentlichen Ritus (Vetus Ordo) zelebriert. Der 72-jährige Erzbischof beschreibt im Interview mit dem italienischen Blog „Messa in Latino“ diese Erfahrung als ein „eindrückliches und unvergessliches Erlebnis“.

Dass ein Kardinal von der Statur Eijks – ein Mann, der für seine klare theologische Linie bekannt ist – im Jahr 2026 beschließt, den alten Ritus zu erlernen, ist kein Zufall. Eijk gab offen zu, dass er in der Vergangenheit Einladungen (etwa zu Diakonenweihen der Priesterbruderschaft St. Petrus) ablehnen musste, weil er mit den komplexen Rubriken des Tridentinischen Ritus schlicht nicht vertraut war. Um diese Lücke zu schließen, zog er sich Anfang des Jahres in ein Einrichtung des „Instituts Christus König und Hohepriester“ in Deutschland zurück. Dort erlernte er zunächst die „Stille Messe“, bevor er sich in Oss an das feierliche Pontifikalamt wagte.


Kardinal Eijk erläutert dazu: „Der Priester zelebriert die Eucharistie nicht, wie oft behauptet wird, ‚mit dem Rücken zum Volk‘, sondern zum Altar und damit Christus zugewandt. Dies hilft den Anwesenden, sich ebenfalls bewusst Christus zuzuwenden.“

Eigens bemerkenswert war für den Kardinal die Zusammensetzung der Gläubigen. Während Kritiker die traditionelle Messe oft als nostalgisches Hobby einer sterbenden Generation abtun, zeichnete Eijk ein völlig anderes Bild. Der Kardinal hob besonders die Momente des Schweigens hervor, die Raum für das persönliche Gebet schaffen.Die Kirche war gefüllt mit jungen Menschen und Familien mit Kindern. Es gab einen massiven Zustrom auf das Bußsakrament; drei Priester standen für Beichten zur Verfügung. Sogar aus Deutschland und Belgien reisten Gläubige an, um die Liturgie mitzufeiern. „Unter den Anwesenden befanden sich sowohl regelmäßige Besucher der Tridentinischen Messe als auch Katholiken, die üblicherweise an Eucharistiefeiern nach dem Novus Ordo teilnehmen“, erläutert Eijk gegenüber dem Blog „Messa in Latino“.

Dabei könnte der Zeitpunkt dieser Feier kaum brisanter sein. Denn auf den 27. und 28. Juni 2026 hat Papst Leo XIV. ein Kardinalskonsistorium einberufen. Es wird weithin spekuliert, dass der Heilige Vater die restriktiven Bestimmungen von Traditionis Custodes lockern könnte, um den innerkirchlichen Frieden zu fördern.

Kardinal Eijk, dessen Wort in der Weltkirche Gewicht hat, sendet zu diesem Thema jedenfalls ein klares Signal: Die Tradition ist kein Hindernis, sondern – wie er betont – oft der Weg, über den junge Menschen heute überhaupt erst zum Glauben finden, oft angestoßen durch soziale Medien.

In seiner eigenen Erzdiözese Utrecht hat Eijk bereits die Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP) willkommen geheißen, die dort eine früher aufgegebene Kirche erworben hat. Der Kardinal plant bereits, auch dort eines Tages die Heilige Messe zu feiern.

Für die niederländische Kirche, die seit Jahrzehnten mit Säkularisierung und Kirchenschließungen kämpft, scheint die Entdeckung der „alten“ Liturgie durch ihren Primas ein Zeichen der Hoffnung und der Beständigkeit zu sein.

Erst gestern hat Papst Leo XIV. die katholischen Bischöfe Frankreichs in einem Brief informiert, dass er bei der Messe im Vetus Ordo „konkrete und großzügige Lösungen“ sehen möchte, kath.net hat berichtet (Link).

Weitere kath.net-Artikel über Kardinal Eijk: siehe Link.

Archivfoto Kardinal Eijk © Erzbistum Utrecht

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. Brasilianischer Bischof: Junge Katholiken haben ein ‚Recht‘ auf traditionelle Liturgie
  4. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  5. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  6. Vom Elend der Fürbitten
  7. „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
  8. Umkehr – Beichte – Bußsakrament
  9. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  8. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  9. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  10. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  11. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  12. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  13. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin
  14. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  15. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz