Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Wie die Dominikaner auf den Hund kamen

6. September 2026 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein schwarz-weiß-gefleckter Hund mit einer brennenden Fackel im Maul saust um die Welt. Ein Traum - und was in 800 Jahren Dominikanerorden daraus wurde.


Wien (kath.net / pk) Sobald man einen sieht, sieht man ihn plötzlich überall: Den kleinen Hund, der auf vielen Darstellungen des heiligen Dominikus zu sehen ist. Wie kommt nun der Vierbeiner zu einem der größten Heiligen der katholischen Kirche? Und was bedeutet er?

Der Dominikanerhund geht auf eine Vision zurück, die die Mutter des heiligen Dominikus angeblich hatte, bevor sie ihn zur Welt brachte, heißt es ein einem Beitrag auf „Aleteia“.  Da sie mit Unfruchtbarkeit zu kämpfen hatte, unternahm sie eine Pilgerreise zur Abtei Santo Domingo de Silos in Spanien. Sie träumte, dass ein schwarz-weiß-gefleckter Hund mit einer Fackel in der zu setzen. Bald darauf wurde sie schwanger. Ihrem Sohn gab sie den Namen Dominikus, in Erinnerung an den Heiligen Dominikus von Silos aus dem 11. Jahrhundert, nach dem die Abtei benannt war, die sie besucht hatte.


Der Traum war aufgrund eines Wortspiels im Lateinischen prophetisch: Obwohl Dominikus seinen Orden den „ordo praedicatorium“, also „Predigerorden“ nannte, wurde er später als die Dominikaner bekannt, mit Bezug auf den Gründernamen. Auf Lateinisch lautet dies „Dominicanus“, was dem Ausdruck „domini canes“ – also „Hunde des Herrn“ – sehr ähnlich ist.

Angesichts des Charismas des Ordens, das Evangelium eifrig zu verkünden, schienen die Geschichte und das Wortspiel passend. So haben die Dominikaner bis heute weltweit den Spitznamen „Hunde des Herrn“. Die Legende stellt bildhaft eine Aufgabe dar, welche der Dominikanerorden hat: Das Evangelium in aller Welt zu verkünden und ihrem Herrn zu dienen – wie es Hunde bei ihrem Herrchen tun sollten.

Die Ordensregel des Dominikus enthält deswegen auch, dass die Brüder ein einfaches Leben führen sollten, was im Spätmittelalter nicht selbstverständlich war. Den Brüdern war es zum Beispiel verboten, auf Pferden zu reisen oder von ihnen herab zu predigen. Sie sollten arm leben und zu Fuß gehen, um den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.

Die Hunde-Metapher steht schließlich noch in Zusammenhang mit einer weiteren Aufgabe der Dominikaner. Sie wurden von den Päpsten des 13. Jahrhunderts beauftragt, Häretiker zu finden. Warum schienen die Dominikaner dafür geeignet? Sie hatten eine gute theologische Ausbildung, ein Charakteristikum des Ordens.

Die 800jährigen Geschichte des Dominikanerordens brachte insgesamt 60 Kardinäle hervor sowie vier Päpste: Innozenz V. (1276), Benedikt XI. (1303-1304), Pius V. (1566-1572) und Benedikt XIII. (1724-1730). Zu den bekanntesten Vertretern des Ordens zählen der Maler Fra Angelico, der deutsche Mystiker Meister Eckehart, der berühmte Theologe Thomas von Aquin sowie der Kirchenlehrer Albertus Magnus.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stephaninus 7. September 2026 
 

Mein Ding

Wäre ich Priester geworden, wären wohl die Dominikaner mein Ding gewesen. Schlaue Jungs, und das vor den Jesuiten (SJ) ;-)


0
 
 anjali 6. September 2026 
 

Dominikaner

Sehr interessant! Ich wusste noch nicht dass Papst Pius V auch Dominikaner war.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  3. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  4. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  5. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  8. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  9. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  12. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  13. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  14. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz