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Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò

23. Juli 2026 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
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Er war bereit für die Diakonenweihe, als eine schwere Krankheit seine Pläne plötzlich durchkreuzte, nicht jedoch seine Antwort. Jenes „Hier bin ich“ erklang auf seinem Krankenbett - Facebookeintrag des Bistums geht viral. Von Petra Lorleberg


Catania (kath.net/pl) „Heute weihte Erzbischof Luigi [Renna] auf der Intensivstation der Poliklinik von Catania den Akolythen Pino Cannavò zum ständigen Diakon. Pino, der ursprünglich aus der Pfarrei ‘Sacramento Ritrovato’ in Catania stammt, hatte seine pastorale Ausbildung in der Pfarrei ‘San Francesco da Paola’ absolviert. Aufgrund seines angeschlagenen Gesundheitszustands war nur ein sehr kleiner Kreis von Personen zur Feier zugelassen; anwesend waren seine Frau Maria Rita und die beiden gemeinsamen Kinder.“ Darüber informierte die Erzdiözese Catania auf ihrem Facebookauftritt und fährt fort: „In seiner kurzen Predigt erinnerte der Erzbischof an die Worte Jesu: Wer Ihm dienen will, muss Ihm nachfolgen, und wo der Herr ist, da ist auch sein Diener. Pino lebt nun seine Verbundenheit mit Christus am Kreuz seines Krankenbettes und verkündet das Evangelium durch seine standhafte Hingabe an den Herrn, selbst in diesem Augenblick des Leidens. Pino war bereits vor Ausbruch seiner schweren Krankheit bereit für das Diakonat; heute sprach er das ‚Hier bin ich‘, auf das er sich so gewissenhaft vorbereitet hatte.“

Nach jahrelanger Ausbildung zum ständigen Diakon durchkreuzte eine schwere Krankheit die Pläne von Pino Cannavò und er fand sich als Patient auf der Intensivstation der Poliklinik in Catania (Sizilien) vor. So berichtete die katholische Tageszeitung „Avvenire“. Als ihm die Möglichkeit vorgeschlagen wurde, auf dem Krankenbett geweiht zu werden, „war ich begeistert. Im Bischof habe ich einen wahren Vater und einen wahren Hirten gefunden“, schildert Cannavò telefonisch gegenüber „Avvenire“, wobei seine Stimme offenbar erschöpft klang. Er sei in Tränen ausgebrochen, als der Bischof das Krankenzimmer betreten habe. Auch der Bischof sei tiefbewegt gewesen, ebenso die Familie des Weihekandidaten. Dann sagte Cannavò: „Man kann bereit sein, dem Herrn, der uns in seine Nachfolge ruft, zu antworten: ‚Hier bin ich‘ – und dann auf ein Hindernis stoßen: die Krankheit mit all ihrer Unberechenbarkeit. Kann sie wirklich ein Hindernis sein, wenn das Herz bereit ist?“


Hinter diesem Moment lag jedoch ein jahrelanger Weg. Der jetzt 60-jährige Cannavò hatte ein Diakonen-Ausbildungsprogramm durchlaufen, dies beinhaltete nicht nur ein Studium, sondern auch einen Prozess der menschlichen, geistlichen, theologischen und pastoralen Formung, den die Kandidaten gemeinsam mit ihren Ehefrauen und ihren Heimatgemeinden durchliefen. „Avvenire“ erinnert: „Wenn verheirateten Männern das Amt des ständigen Diakons übertragen wird, ist tatsächlich die ganze Familie einbezogen; sie ist dazu berufen, an einer Berufung teilzuhaben, deren Mittelpunkt der Dienst am Wort, an der Liturgie und an der Nächstenliebe steht.“

Der Facebookeintrag der Erzdiözese zu dieser ungewöhnlichen Diakonenweihe ist inzwischen viral gegangen. In den vielen Kommentaren, die darunter gepostet wurden, fanden sich beispielsweise folgende Beiträge:

  • „Pino, ich kenne dich schon lange. Und ich habe mich nie geirrt, wenn ich sagte: „Du bist ein Vorbild für uns alle.“ Als Mann, als Carabinieri und jetzt als Diakon. Ich bete für dich, und ich weiß, dass du für uns betest.“
  • „Lieber Pino, deine Weihe ist ein leuchtendes Zeugnis deines unerschütterlichen Glaubens. Ich betrachte unsere Gespräche und jeden deiner Ratschläge als kostbares Geschenk; dein Leben ist ein lebendiges Zeugnis, das mich täglich stärkt. Heute mehr denn je vereinen sich meine Gebete mit deinem ‚Hier bin ich‘ vor dem Herrn: Ich bitte demütig darum, dass Gott dir Gesundheit, Kraft und Frieden schenkt – all das, was nur Er geben kann. Du bist ein Riese im Glauben, und dein Vorbild ist ein Licht für uns alle. Ich bin im Geiste bei dir, voller tiefer Wertschätzung und einer Zuneigung, die sich kaum in Worte fassen lässt.“
  • „Pino, du bist und bleibst ein besonderer Mensch. Demütig und stets im Dienst am Nächsten – zunächst in der stolzen Uniform der Carabinieri und nun als Diakon. Wir haben gemeinsam am Altar gedient, und allein dich dabei zu erleben, war für mich ein Moment großer, erhebender Freude. Ich wünsche dir eine baldige Genesung, Pinuzzu... wie ich dich immer genannt habe.“
  • „Danke an Erzbischof Renna für diesen großartigen Akt der Menschlichkeit. Ein besonderer Dank gilt Diakon Pino für sein von ganzem Herzen kommendes ‚Ja‘ zum Herrn. Es ist eine lebendige Seite des Evangeliums, die unsere Seelen berühren sollte.“
  • So sei es auch ihrem Mann gegangen, schildert eine Frau: „Er wurde vor zwei Jahren in der Krankenhauskapelle zum Diakon geweiht. Er verließ das Krankenhaus fast am Ende seines Lebens und starb an Krebs knapp vier Monate später. Aber so sei es, denn für den Herrn ist ein Tag ein tausend Jahre wert und tausend Jahre sind nur ein Tag. Lasst uns für diesen Bruder und seine Familie beten.“

Foto dieser Weihe (c) Erzdiözese Catania


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Lesermeinungen

 Bene16 25. Juli 2026 
 

Danke für dieses JA

Der Herr segne Diakon Pino Cannavò und sei ihm im Leben und im Sterben nahe.


3
 
 Lupivius 24. Juli 2026 
 

Ein Gnadenakt

... der wunderschön ist und das Herzen bewegt. In Deutschland hätte vermutlich kein Bischof dies getan.


0
 
 lasperanza 23. Juli 2026 

Am Handeln von Erzbischof Renna

könnten sich viele Bischöfe eine Scheibe abschneiden. Nicht wenigen sind die Diakone halt Mitarbeiter im Weinberg des Herrn, haben sonst keine Bedeutung. Schade!


2
 
 gebsy 23. Juli 2026 

Wenn die Worte fehlen,

entfacht das Evangelium seine unbezwingbare Liebe.
Diese dienende Seele ist dem Leiden entgegengereift


3
 

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