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| ![]() Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommenvor 7 Stunden in Kommentar, 4 Lesermeinungen Die kfd hat sich mit ihrem Positionspapier gegen die katholische Lehre gestellt. Sie verabschiedet sich von katholischer Moral und erklärt sich zu Feinden des Lebensschutzes - Der Montagskick von Peter Winnemöller Linz (kath.net) Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist nun endgültig im Linksfeminismus angekommen. Mit ihrem in der vergangenen Woche veröffentlichten Positionspapier zum Paragrafen 218 ist der ehemals katholische Frauenverband sowohl zur Partei Die Linke, Nachfolger der SED, als auch zu den Grünen und zur SPD anschlussfähig. „Die männliche Dominanz in Theologie und Kirchenhierarchie“, so die kfd in ihrem Positionspapier, „hat weitreichend Auswirkungen auf Lehren, Moralvorstellungen und das kirchliche Selbstverständnis und führt zu einer besonders eingeschränkten Sicht auf die vielfältigen Dimensionen von Sexualität, insbesondere auch auf die weibliche Selbstbestimmung in diesem Bereich.“ Deutlicher kann man es nicht mehr sagen, dass man die Kirche eigentlich gar nicht als von Gott gewollt und ihre Lehre als geoffenbarte Wahrheit ansieht, sondern nur, das machen Feministinnen so, aus der Machtperspektive anschaut. Die Forderungen erstrecken sich von einer Bezahlung der vorgeburtlichen Kindstötung durch die Krankenkasse, Vornahme von Abtreibungen in katholischen Krankenhäusern und der verpflichtenden Aus- und Weiterbildung zur Durchführung vorgeburtlicher Kindstötungen für medizinisches Personal. Ferner vertritt der Verband die Ansicht, dass es zu wenige Stellen in Deutschland gibt, die Abtreibungen durchführen. Der Verband setzt sich zudem für eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts ein. Es ist wohl kaum der Erwähnung wert, dass die Feministinnen, die die Leitungsebene des ehemals katholischen Verbandes gekapert haben, gegen christliche und säkulare Lebensschützer hetzen. Den Marsch für das Leben zu verleumden und als rechts außen zu framen gehört in diesen Kreisen zum guten Ton. Insgesamt sehen die Verbandsfunktionärinnen den Lebensschutz als politisch rechts und an extremistische Kreise anschlussfähig. Dass sie dabei den Bundesverband Lebensrecht und andere Lebensrechtsverbände übel verleumden, fällt dabei schon kaum noch ins Gewicht. Die kfd bezeichnet sich selbst als größten katholischen Frauenverband und gibt an, 265.000 Mitglieder zu haben. Im Jahr 2016 waren es noch 450.000. An der Basis hat der ehemalige Mütterverein inzwischen keinerlei Bedeutung mehr. In immer mehr Pfarreien und Seelsorgeverbünden lösen sich die örtlichen Gruppierungen auf. Nach einer massiven Beitragserhöhung vor einigen Jahren kam es zum Austritt ganzer Ortsverbände. Insgesamt verlor der Verband nach eigenen Angaben allein in den Jahren 2020 bis 2023 rund 90.000 Mitglieder. Häufig halten sich lokale Verbände nur noch um der Tradition willen und zahlreiche Frauen in traditionell katholischen Regionen treten nicht aus, weil man halt als verheiratete Frau Mitglied im Mütterverein ist. Bereits in der kommenden Generation ist das nicht mehr der Fall und somit wird sich auch die kfd mit einem stetig steigenden Mitglieder- und Bedeutungsverlust zu beschäftigen haben. Die Antwort darauf kann ein dezidiert katholisches Profil sein, um suchenden jungen Frauen einen Anlaufpunkt zu bieten. Das ist allerdings nicht der Fall. Die zumeist grauhaarigen Führungskräfte des Verbandes halten an Modellen der 68er Kulturrevolution fest, denen sie sich verbunden fühlen und lassen nun die bis vor wenigen Jahren rudimentäre katholische Maske komplett fallen. In Fragen der Sexualmoral, der Empfängnisverhütung, aber auch in Fragen des sakramentalen Amtes steht die kfd schon länger in erheblicher Spannung zum Lehramt der Kirche. Die jetzige Positionierung der kfd in die Reihe der Pro-Choice-Organisationen ist damit nur eine konsequente Weiterentwicklung. Man darf darauf warten, dass im kommenden Jahr Vertreter*glucks*innen der kfd in Berlin neben der Antifa gegen den Marsch für das Leben demonstrieren werden. Gerade die Frauenverbände der Kirche waren einst recht marianisch aufgestellt. Wie dann ein neben den Damen gebrüllter Slogan „Hätt’ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“ wirken wird, darf noch überraschen. Man sollte nicht vergessen, die kfd ist dabei mitgemeint. Wie naiv kann man sein? Von offizieller kirchlicher Seite hat es zu der Positionierung der kfd noch keine Stellungnahme gegeben. Das war auch nicht zu erwarten. Man bastelt wohl noch an einer Sprachregelung, wie man den wertvollen Beitrag der katholischen Frauen zum Schutz des menschlichen Lebens würdigen soll. Katholischen Frauen, die aus traditionellen Gründen in dem Verband Mitglied sind, kann man nur den sofortigen Austritt nahelegen. Der Gag an der Sache ist allerdings, dass wohl kaum ein Basisverband von dem skandalösen Papier erfahren wird. Die Arbeit der kfd erweckt nicht erst seit gestern den Eindruck, ausschließlich in einer Filterbubble von Funktionärinnen stattzufinden. An der Basis kommt kaum etwas davon an. Da gibt man sich fromm. Das kfd-Magazin, das den Namen einer frei erfundenen Apostelin trägt, geht vermutlich den Weg zahlreicher Mitgliedermagazine: Vom Briefkasten ohne Umweg in die Papiertonne. Umso wichtiger ist es auch hier noch einmal dezidiert die Forderungen des Positionspapiers zu dokumentieren. Im Positionspapier ist zu lesen, dass in vielen Ländern, auch in Deutschland, „durch radikal rechte Kräfte und religiöse Fundamentalist*innen sexuelle und reproduktive Rechte in Frage gestellt und angegriffen“ würden. Hier ist es wichtig, die Begriffe zu klären. „Sexuelle und reproduktive Rechte“ sind insbesondere in internationalen Kontexten benutzte Begriffe, die gut klingen, aber ihre wahren Inhalte verschleiern. Zu reproduktiven Rechten gehört in diesen Kontexten neben der Abtreibung auch ganz selbstverständlich die Leihmutterschaft, die Samenspende, die Eizellspende, Verhütungsmittel und vieles anderes mehr. Auf Grund der Mechanismen der Leihmutterschaft verlangt deren rechtliche Einführung zwingend die Legalisierung von Abtreibung. Surrogate, das ist der Fachbegriff, den die Kinderverkäufer für eine Leihmutter verwenden (man könnte auch Gebärsklavin sagen), verpflichten sich, defekte Kinder abtreiben zu lassen. „Auf Versammlungen der „Lebensschutz“-Bewegung werden nicht nur antifeministische, autoritäre und christlich-fundamentalistische Inhalte und Positionen verbreitet, sie sind bisweilen auch völkisch-rassistisch, homo- und transfeindlich oder relativieren den Holocaust.“ Diese Behauptung stammen tatsächlich aus einem Papier eines noch immer nominell katholischen Verbandes. Er könnte exakt so in einem Positionspapier der Linken, der Grünen oder der Sozialdemokraten stehen. Neben einem glaubensfeindlichem Framing stehen hier völlig unverbunden ehrabschneidende Behauptungen, Unterstellungen, die geneigt sind, Hass und Hetze gegen jene auszulösen, deren einziges Anliegen es ist, Frauen dazu helfen zu wollen, ihr Kind anzunehmen. Die hier zitierten Vorwürfe gegen die Lebensschutzbewegung sind nichts weiter als enorm hasserfüllte, lebensfeindliche Propaganda. Der Frauenverband, so die Pressemitteilung, habe Forderungen an Kirche und Gesellschaft formuliert. Verhütungsmittel sollen für alle zugänglich, frei verfügbar und kostenfrei sein. Der Verband fordert eine frühzeitige und fortlaufende Bildung über Sexualität vom Kindesalter an für alle Geschlechter. Dabei geht der Verband, der sowohl die umstrittenen Thesen von Kenteler als auch die Genderideologie vertritt, vor nötiger Frühsexualisierung und Geschlechtervielfalt aus. Eine Ansprechperson für sexuelle Bildung solle es in jedem Bistum geben. Damit auch ja die verderblichen Lehren Kentlers gegen die gesunde katholische Sexualmoral geschützt sind. Schwangerschaftsabbrüche sollen auch in katholischen Krankenhäusern durchgeführt werden. Unter Gewährleistung des Schutzes von Beratungsstellen und Arztpraxen versteht das kfd-Papier den Schutz vor Gebet und Ansprache von schwangeren Frauen auf dem Weg zur Abtreibung. Dasselbe gilt für die Forderung nach ungestörter Wahrnehmung von Schwangerschaftskonfliktberatung. Dass diese das Ausstellen des Tötungsscheines beinhaltet, sollte bei der kfd selbstverständlich sein. Dabei hebe die kfd, so die Pressemeldung weiter, deutlich hervor, dass weder Schwangere noch Ärztinnen und Ärzte oder Beratungsstellen von rechten Strömungen innerhalb der Kirche und der Gesellschaft verurteilt werden dürfen. Damit dürfte wohl der Heilige Papst Johannes Paul II ebenso gemeint sein, die alle seine Nachfolger bis hin zu Papst Leo XIV. Wörtlich heiße es im Positionspapier: „Zugleich positioniert sich die kfd gegen fundamentalistische und demokratiefeindliche Instrumentalisierungen des Themas. Sie tritt für einen sachlichen Dialog ein, der Polarisierung vermeidet, und für den Schutz von Beratungsstellen und medizinischem Personal. (…) Politik und Zivilgesellschaft sind daher aufgefordert, diese Verantwortung aktiv wahrzunehmen und Bedingungen zu fördern, die selbstbestimmte Entscheidungen ermöglichen und Eltern nachhaltig stärken.“ Demokratiefeindlich meint nicht etwa gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung, sondern gegen „UnsereDemokratie“, die sich davon wesentlich unterscheidet. Der Schutz von medizinischem Personal meint hier übrigens nicht den Schutz von Menschen, die aus Gewissensgründen nicht an Abtreibungen mitwirken wollen, sondern die Verpflichtung dies tun zu müssen. Die kfd hat wirklich exzellent bei Orwell gelernt. Es bleibt als Fazit nur festzustellen, dass es inzwischen faktisch für katholische Frauen verboten sein dürfte, in der kirchen- und glaubensfeindlichen Organisation kfd überhaupt Mitglied zu sein.
Bild oben: Die Bronzefigur „Säugling in der Hand“ steht in vielen Varianten als Symbol gegen Abtreibung und für den bewahrenden Schutz des menschlichen Lebens von seinem Beginn an. Foto: Pixabay. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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