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Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"

30. Juli 2026 in Weltkirche, 32 Lesermeinungen
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Das Problem mit der Piusbruderschaft bestehe nicht in der Feier der tridentinischen Messe, sondern in der Ablehnung der Lehren des II. Vatikanischen Konzils und im Ungehorsam gegenüber dem Papst.


Springfield (kath.net/jg)
Thomas Paprocki, der Bischof von Springfield im US-Bundesstaat Illinois, hat die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) nach den am 1. Juli vollzogenen Bischofsweihen ohne päpstliche Erlaubnis kritisiert. Die FSSPX sei nun „im Grunde eine weitere protestantische Sekte“, schreibt Paprocki in einer Stellungnahme vom 13. Juli.

Der Bischof von Springfield gilt als Verteidiger der überlieferten katholischen Morallehre. Er hat sich wiederholt deutlich zu Themen wie Abtreibung, Gender-Ideologie und der Corona-Impfpflicht positioniert. In diesen Positionen stimme er mit der FSSPX überein. Dennoch sieht er in der Haltung der Bruderschaft gegenüber dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der päpstlichen Autorität ein grundlegendes Problem, schreibt Michael Haynes, der Vatikankorrespondent des Catholic Herald.

In seiner Stellungnahme betont Paprocki: „Das Hauptproblem der SSPX ist ihre Ablehnung der Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils und ihr Ungehorsam gegenüber der päpstlichen Autorität.“


Der Bischof warnt die Gläubigen seiner Diözese eindringlich davor, an Gottesdiensten der SSPX teilzunehmen. Er erklärte, dass Beichten und Eheschließungen dort „ungültig“ seien. Diese Aussage geht teilweise über die bisherigen Dokumente des Heiligen Stuhls hinaus und hat unter Kanonisten eine Debatte ausgelöst. Viele verweisen darauf, dass Papst Franziskus der FSSPX ausdrücklich die Vollmacht für Beichte und Trauung erteilt hat – eine Vollmacht, die Papst Leo XIV. bisher nicht widerrufen hat.

Paprocki räumt ein, dass das Problem nicht die Feier der tridentinischen Messe sei. Es liege vielmehr in der grundsätzlichen Haltung der Priesterbruderschaft. „Das Problem mit der FSSPX ist nicht, dass sie die Traditionelle Lateinische Messe feiern, sondern ihre Ablehnung der lehramtlichen Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils und ihr Ungehorsam gegenüber dem Papst“, schreibt Paprocki wörtlich.

Er verweist dabei auf das Glaubensbekenntnis der FSSPX sowie auf Äußerungen während der Bischofsweihe am 1. Juli als Belege für diese Ablehnung. „Indem sie dem Papst ungehorsam ist und die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils ablehnt, ist die Gesellschaft St. Pius X. nun im Grunde eine weitere protestantische Sekte, die glaubt, sie habe recht und der Papst liege falsch“, schreibt er wörtlich.

Der Protestantismus sei „ein erschöpftes Projekt“. Die ständige Vermehrung protestantischer Denominationen führe nicht zu einer Reform der Kirche, sondern zu ihrer Spaltung, schreibt Paprocki.

Die Priesterbruderschaft weist alle Vorwürfe entschieden zurück, in denen behauptet wird, sie sei nicht katholisch. In einem theologischen Essay vom 9. Juli betont sie, dass die FSSPX „vollständig ein Werk der Kirche“ bleibe. Ihre Kleriker und Gläubigen seien „vollständig katholisch und keineswegs exkommuniziert“. Die Sakramente würden gültig und erlaubt gespendet.

Gleichzeitig hat die FSSPX ein formales kanonisches Verfahren eingeleitet, um gegen die Exkommunikationsdekrete der sechs neu geweihten Bischöfe Einspruch zu erheben. Sie beruft sich dabei auf einen „Notstand“ in der Kirche, der die Weihen rechtfertige. Bemerkenswert ist, dass die FSSPX diesmal den kanonischen Weg beschreitet – im Gegensatz zu den Bischofsweihen von 1988 durch Erzbischof Marcel Lefebvre. Dieser berief sich auf die in den Canones 1323 und 1324 des Kirchenrechts geregelte Notlage.


© Foto Bischof Paprocki: Diözese Springfield

 


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Lesermeinungen

 Hardenberg 8. August 2026 
 

@8994

"die Lügen der Sakramentensimulanten aus dem Alpental"

Das ist fast schon genial-aphoristisch. DANKE!


0
 

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