Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  6. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  7. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  8. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  9. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  12. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  13. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  14. Frau, dein Glaube ist groß! Die Gnade, die Grenzen überschreitet
  15. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“

Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren

1. Mai 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: von da an hörte Petrus für immer mit dem Fischen auf und widmete sich dem Dienst an Gott, bis hin zu dem Punkt, an dem er hier, wo wir jetzt sind, sein Leben hingab. Und wir, wollen wir Jesus lieben? Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Regina Caeli, das traditionelle Mariengebet in der Osterzeit bis Pfingsten, mit Papst Franziskus am dritten Sonntag der Osterzeit.

Das Evangelium der heutigen Liturgie (Joh 21,1-19) berichtet über die dritte Erscheinung des auferstandenen Jesus vor den Aposteln. Es handle sich um eine Begegnung am See von Tiberias, an der vor allem Simon Petrus beteiligt sei. Alles beginne damit, dass er zu den anderen Jüngern sage: „ich gehe fischen“ (V. 3). Das sei nicht verwunderlich, so der Papst, „denn er war Fischer, aber er hatte diesen Beruf aufgegeben, seit er seine Netze am Ufer eben jenes Sees zurückgelassen hatte, um Jesus zu folgen“. Und nun, während der Auferstandene warte, schlage Petrus, vielleicht ein wenig entmutigt, den anderen vor, in sein altes Leben zurückzukehren. Und die anderen akzeptierten: „Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts“ (V. 3).

Es könne auch uns passieren, dass wir aus Müdigkeit, Enttäuschung, vielleicht auch aus Faulheit den Herrn vergessen und die großen Entscheidungen, die wir getroffen hätten, vernachlässigten, um uns mit etwas anderem zufrieden zu geben. Wir nähmen uns zum Beispiel keine Zeit, um in der Familie miteinander zu reden, sondern zögen persönliche Beschäftigungen vor: „wir vergessen das Gebet und lassen uns von unseren eigenen Bedürfnissen leiten. Wir vernachlässigen die Nächstenliebe unter dem Vorwand der täglichen Dringlichkeiten“. Aber: „wenn wir das tun, werden wir enttäuscht: mit leeren Netzen, wie Petrus“.


Jesus kehre wieder an das Ufer des Sees zurück, wo er Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes ausgewählt habe. Er mache keine Vorwürfe, sondern nenne die Jünger zärtlich: „meine Kinder“ (V. 5). Dann fordere er sie auf, wie zuvor mutig ihre Netze auszuwerfen. Und wieder einmal seien die Netze prall gefüllt.

Wenn unsere Netze im Leben leer seien, sei es nicht an der Zeit, sich selbst zu bemitleiden, sich zu amüsieren und zu alten Beschäftigungen zurückzukehren. Es sei die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, den Mut zu finden, neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren.

Petrus „brauchte diesen ‚Schock’“. Als er Johannes ausrufen höre: „es ist der Herr!“ (V. 7), tauche er sofort ins Wasser und schwimme auf Jesus zu. Es sei dies eine Geste der Liebe, denn die Liebe gehe über das Nützliche, das Angenehme und das Übliche hinaus. Die Liebe löse Staunen aus, inspiriere zu kreativen, freien Impulsen. Während Johannes, der Jüngste, den Herrn erkenne, sei es Petrus, der Älteste, der sich auf ihn stürze. In diesem Sprung in den See zeige sich die ganze wiederentdeckte Begeisterung von Simon, genannt Petrus.

Heute seien wir zu einem neuen Schwung eingeladen, um uns auf das Gute einzulassen, ohne Angst, etwas zu verlieren, ohne zu viel zu berechnen, ohne darauf zu warten, dass die anderen anfangen. Denn „um auf Jesus zuzugehen, müssen wir uns entlasten. Fragen wir uns: bin ich zu einem Ausbruch von Großzügigkeit fähig, oder halte ich den Impuls meines Herzens zurück und verschließe mich aus Gewohnheit, aus Angst? Springen, eintauchen“.

Am Ende dieser Episode stelle Jesus Petrus dreimal die Frage: „Liebst du mich?“. (V. 15.16). Der auferstandene Herr frage auch uns heute: Liebst du mich? Denn an Ostern möchte Jesus, dass auch unsere Herzen auferstehen. Der Glaube sei nämlich keine Frage des Wissens, sondern der Lieb: „liebst du mich?, fragt Jesus euch, die ihr leere Netze und Angst habt, neu anzufangen. Euch, die ihr nicht den Mut habt, hineinzuspringen und den Schwung verloren habt. Liebst du mich?, fragt Jesus“.

Von da an „hörte Petrus für immer mit dem Fischen auf und widmete sich dem Dienst an Gott und seinen Brüdern und Schwestern, bis hin zu dem Punkt, an dem er hier, wo wir jetzt sind, sein Leben hingab. Und wir, wollen wir Jesus lieben?“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Auch wir sind wie Thomas
  6. Die Wahrheit, die uns frei macht
  7. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  8. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  9. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse
  10. Unseren Blick und unsere Rede reinigen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  6. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  7. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  8. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  9. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  10. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!
  11. Karekin II. – persönliche Erinnerungen und der Versuch einer nüchternen Bilanz
  12. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  13. Jugendliche: Mladifest in Medjugorje "Tankstelle für den Glauben"
  14. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  15. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz