Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  6. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  7. Wahrheit ist heilsrelevant
  8. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  9. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  10. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  11. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  12. Technisch brillant, geistig obdachlos
  13. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee

Bamberger Erzbischof Gössl: Nominierung von Brosius-Gersdorf ist „innenpolitischer Skandal“

14. Juli 2025 in Aktuelles, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Außerdem ging er auf die Entscheidung des Bayrischen Verwaltungsgerichtshofs gegen ein Kreuz ein: „Mit unschöner Regelmäßigkeit werden wir mit dem Kulturkampf-Thema ‚Kreuz in öffentlichen Gebäuden‘ konfrontiert.“


Bamberg (kath.net) Erzbischof Herwig Gössl ging in seiner Predigt zum Heinrichsfest auf die geplante Nominierung der Juristin Frauke Brosius-Gersdorf ein. Er sprach von einem „innenpolitischen Skandal“ und fügte hinzu: „Ich möchte mir nicht vorstellen, in welchen Abgrund der Intoleranz und Menschenverachtung wir gleiten, wenn die Verantwortung vor Gott immer mehr aus dem Bewusstsein der Menschen verschwindet.“ Dann hätten die Schwächeren keine Stimme mehr: „Nicht die Ungeborenen und nicht die pflegebedürftigen Alten; nicht die psychisch Kranken und auch nicht die sozial Schwachen; nicht die Menschen, die sich aufgrund von Krieg und Verfolgung auf die Flucht begeben und auch nicht die Natur, die gewissenlos ausgebeutet und zerstört wird.“ Die gelebte Verantwortungslosigkeit gegenüber Gott führe direkt zur Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Mitmenschen und gegenüber der Schöpfung, sagte Erzbischof Gössl am Sonntag gemäß Darstellung der Website des Erzbistums.


Auch wies er mit deutlichen Worten auf die Bedeutung des Kreuzes in öffentlichen Räumen hin. Er erläuterte in seiner Predigt, das Kreuz sei „ein Zeichen der Toleranz und Menschenliebe“ und es erinnere daran, Verantwortung vor Gott zu übernehmen. Gössl dankte ausdrücklich allen demokratisch gesonnenen Menschen, die sich in Politik und Gesellschaft für den Verbleib der Kreuze in der Öffentlichkeit einsetzen. Er bezog sich damit auf eine Einzelfall-Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, wonach ein Kruzifix im Eingangsbereich einer staatlichen Schule die Religionsfreiheit verletzte.

„Mit unschöner Regelmäßigkeit werden wir mit dem Kulturkampf-Thema ‚Kreuz in öffentlichen Gebäuden‘ konfrontiert“, fuhr Gössl fort. Es sei normal, dass es Interessengruppen gebe, die gegen das Kreuz in den Kampf ziehen. „Für mich ist das Kreuz in der Öffentlichkeit das Zeichen, das uns an unsere menschliche Verantwortung Gott gegenüber erinnert und uns mahnt, ihnen in gelebter Toleranz und Menschenliebe nachzufolgen“, so Gössl. Wenn das Kreuz aus der Öffentlichkeit ganz verbannt werde, werde es in der Gesellschaft nicht mehr, sondern weniger Toleranz und Menschlichkeit geben, so die Darstellung dieser Pressemeldung.

Gössl schlug den Bogen zum Bistumspatron, dem hl. Heinrich. Dieser habe sich in seinem Handeln immer Gott gegenüber verantwortlich gefühlt und habe sein Leben ganz in Gott verankert. „Er wurde so zu einem Hoffnungszeichen bis heute, vor allem für die Menschen, die politische und gesellschaftliche Verantwortung in dieser Welt übernehmen. In diesem Heiligen Jahr geht er als Pilger der Hoffnung voran und begleitet uns in unseren Fragen und Sorgen.“

Das Heinrichsfest erinnert jährlich am zweiten Juli-Wochenende an den Bistumsgründer, Kaiser Heinrich II., der am 13. Juli 1024 starb, erläuterte das Erzbistum auf seiner Website abschließend.

Foto Erzbischof Gössl während dieser Predigt (c) Erzbistum Bamberg/Dominik Schreiner


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  7. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  8. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  9. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  10. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  11. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  12. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  13. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  14. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus
  15. Wahrheit ist heilsrelevant

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz