Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  12. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Der neue Erzbischof von Wien und der Islam

18. November 2025 in Österreich, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In einem Krone-Interview möchte Josef Grünwidl, zukünftiger Erzbischof von Wien, nicht eingestehen, dass der derzeitige Antisemitismus zum Großteil durch muslimische Zuwanderer importiert wurde.


Wien (kath.net)
"Nein. Natürlich gibt es im Islam, wie auch in allen anderen Glaubensgemeinschaften, Gruppierungen, die extremistisch oder gewalttätig werden." Dies meint Josef Grünwidl, zukünftiger Erzbischof von Wien, in einem Interview mit der "Krone" auf die Frage, ob die Kirche den Islamismus unterschätze. Gründwidl möchte zwischen dem Islam und dem Islamismus oder dem politischen Islam unterscheiden. "Es hilft uns nicht weiter, dass der Islam als Ganzes ein Feindbild ist. Das ist eine Bevölkerungsgruppe, die, wie Sie richtig sagen, im Wachsen begriffen ist und wir brauchen ein gutes Miteinander. Integration wird schwerer, wenn man andere von vornherein ausgrenzt oder etikettiert", so Gründwidl. Der zukünftige Erzbischof zeigt sich überzeugt, dass es in unserem Land sehr viele Muslime gebe, die gut integriert seien und die sich bemühen, sich in der westlichen Welt, in einem demokratischen Land, gut einzubringen.


Angeblich werde laut Gründwidl beim interreligiösen Dialog auch heikle Themen angesprochen, da inzwischen die Muslime in Wien in Volksschulen und Mittelschulen der Stadt Wien die größte Gruppe seien. Die zweitgrößte Gruppe sind jene Menschen, die überhaupt keiner Glaubensgemeinschaft angehören, dann kommen erst die Christen als dritte Gruppe. "Wenn wir wollen, dass Österreich ein christliches Land bleibt, dass auch das Christentum eine starke Gruppe bleibt, müssen wir etwas dazu beitragen. Ich kann nicht den Muslimen vorwerfen, dass sie ihren Glauben leben und dazu stehen. Ich sehe das als eine Anfrage an uns selber", meint Gründwidl.

Auf die Frage der "Krone", ob die FPÖ rechthabe, wenn sie davor warne, dass es irgendwann mehr Muslime als Christen geben werde, meinte der Kirchenmann lapidar: "Das weiß ich nicht. Es ist durchaus möglich. Aber wie gesagt: Die Warnung muss sich an uns selbst richten. An die österreichische Bevölkerung. Wie wichtig ist uns das Christentum? Lasse ich meine Kinder taufen? Stehe ich zur Kirche? Ist der Glaube ein Wert, den ich auch verteidige?"

Auch beim Thema "Kopftuchverbot für Mädchen unter 14", das in Österreich geplant ist, bleibt Gündwidl sehr unklar und spricht von einem "komplexen Thema". Er möchte zwar Mädchen in ihrer Selbstbestimmung unterstützen. Wenn es um Religionsausübung gehe, sei gemäß Gründwidl weder ein Verbot noch ein Zwang vonseiten der Eltern hilfreich. Da helfe nur Bildung und das Gespräch und der persönliche Kontakt. Auf die Zusatzfrage der "Krone", warum Mädchen "Haut und Haare bedecken müssten, um sich vor den Blicken der Männer zu schützen", meinte Gründwidl, dass ein Kopftuchverbot in zwei Grundrechte eingreifen würde, nämlich in das Grundrecht der Eltern, die ein Recht auf die religiöse Erziehung ihrer Kinder haben, und in das Grundrecht auf Religionsfreiheit. 

Auch beim Thema Antisemitismus will der neue Erzbischof von Wien nicht sehen, dass dieser zum größten Teil durch muslimische Zuwanderer importiert wurde. Dies hatte unter anderem der Künstler Arik Brauer, selbst jüdischer Herkunft, festgestellt. Gründwidl meinte dazu nur: "Antisemitismus gibt‘s in vielen Gesellschaften, auch in Österreich. Ich kann das nicht unterschreiben, dass man sagt, die Muslime sind schuld, dass es Antisemitismus in Österreich gibt. Wir haben uns erst vor einer Woche an die November-Pogrome erinnert. Die Hitlerrede in Linz wurde nicht von Muslimen gespielt."

Foto: (c) pixabay
 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  2. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  3. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  6. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  7. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  8. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  9. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  10. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  4. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  5. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  6. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  7. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  8. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  9. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  10. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  11. Apostolisch und nix anderes
  12. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  15. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz