Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  11. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  12. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden

Corona-Virus – Und der Klingelbeutel?

3. März 2020 in Kommentar, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bereitwillig untersagen die Bistümer Weihwasser und Mundkommunion. Doch wie steht es um den Klingelbeutel? Kommentar von Petra Lorleberg


Linz (kath.net/pl) Ist der Klingelbeutel in Zeiten des Corona-Virus noch verantwortbar? Unsere Leser diskutierten das Thema "Diözeane Hygienemaßnahmen" bereits gestern. kath.net-Leserin „doda“ kommentierte dazu: „Unglaubwürdig, da inkonsequent. Solange die Gotteslobe nicht weggeräumt werden und weiterhin mit Inbrunst das grundsätzlich unhygienische Geld während der Kollekte per Hand gegeben und durch die Kirche getragen wird, scheint mir das Vorenthalten des Weihwassers und der Mundkommunion unglaubwürdig und nicht durchdacht.“ kath.net-Leserin „lakota“ schlug vor: „Solange die Gefahr für Infizierung mit Corona besteht, schafft man die Kollekte genauso ab wie das Weihwasser“. Leserin „lämmchen“ kritisierte: „Die Leute fassen in der Kirche Türklinken, Bänke, Gotteslobe an, und der Klingelbeutel wird nach wie vor durch die Bänke gereicht, wo jeder draufniesen und husten kann.“ kath.net-Leser „Muddel“ merkte an: „Beim Klingelbeutel geht's ans diözesane Geld, da ist das Virus egal.“


Doch nicht nur kath.net-Leser kritisieren den Klingelbeutel angesichts der Hygieneprobleme. Auch etwa in Mexiko hat die katholische Kirche dazu aufgerufen, die Kollekte während der Messe wenigstens auf einen Zeitpunkt nach der Kommunion zu verschieben, damit sich die Gläubigen vor dem Kommunionempfang nicht die Hände beschmutzen, kath.net hat berichtet. Von diesem Hygieneproblem ist im deutschen Sprachraum allerdings nicht die Rede.

Weitere Fragen sind entstanden. So mag der eine oder die andere es unter dem Hygieneaspekt für durchaus sinnvoll halten, wenn auf die Mundkommunion verzichtet wird. Warum raten die Bistümer im deutschen Sprachraum hier aber nicht zu der hygienischeren Alternative der knieenden Handkommunion? Immerhin wird auch beim Friedensgruß eine hygieneverträgliche Alternative vorgeschlagen (Zunicken), doch die ehrfürchtige Haltung des Kniens beim Kommunionempfang scheint nicht präsentabel zu sein. Darf man dies eigenartig finden?

Und noch ein weiteres fällt auf: Das Infektionsrisiko bei Mundkommunion ist ausreichend, um die Mundkommunion zu regulieren. Doch wie sieht das mit der Benutzung gemeinsamer Liederbücher aus? Ich habe es im Lauf der Jahre nicht selten erlebt, dass Banknachbarn niesend oder hustend eine volle „Breitseite“ in das der Kirchengemeinde gehörende Buch abfeuerten. Außerdem habe ich es nicht selten erlebt, dass sich Banknachbarn bei der Schwierigkeit, Dünndruckseiten umzublättern, mit dem Befeuchten des Zeigefingers geholfen haben, was bei mir auch VOR Corona-Zeiten bereits größere Abscheu auslöste. Warum greifen die Bistümer hier angesichts der heraufdämmernden Pandemie nicht ein und räumen die gemeinsamen Gotteslob-Bücher weg? In Zeiten von Beamer und Co wäre das Hygieneproblem hier doch wirklich leicht zu lösen.

Die Frage ist also: Beschleicht einige Katholiken – darunter auch kath.net-Leser – das Gefühl, dass das Corona-Virus etwa in Fragen der Mundkommunion und des Weihwassers vor Ort in den Kirchen und Bistümern instrumentalisiert wird, zu Unrecht oder zu Recht?

Symbolbild: Husten und Niesen



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  3. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  4. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  5. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  6. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  7. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  8. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  9. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  10. Ein Wunder der Vorsehung
  11. Die Krise des Bischofsamtes
  12. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  13. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  14. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  15. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz