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Corona-Virus – Und der Klingelbeutel?

3. März 2020 in Kommentar, 13 Lesermeinungen
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Bereitwillig untersagen die Bistümer Weihwasser und Mundkommunion. Doch wie steht es um den Klingelbeutel? Kommentar von Petra Lorleberg


Linz (kath.net/pl) Ist der Klingelbeutel in Zeiten des Corona-Virus noch verantwortbar? Unsere Leser diskutierten das Thema "Diözeane Hygienemaßnahmen" bereits gestern. kath.net-Leserin „doda“ kommentierte dazu: „Unglaubwürdig, da inkonsequent. Solange die Gotteslobe nicht weggeräumt werden und weiterhin mit Inbrunst das grundsätzlich unhygienische Geld während der Kollekte per Hand gegeben und durch die Kirche getragen wird, scheint mir das Vorenthalten des Weihwassers und der Mundkommunion unglaubwürdig und nicht durchdacht.“ kath.net-Leserin „lakota“ schlug vor: „Solange die Gefahr für Infizierung mit Corona besteht, schafft man die Kollekte genauso ab wie das Weihwasser“. Leserin „lämmchen“ kritisierte: „Die Leute fassen in der Kirche Türklinken, Bänke, Gotteslobe an, und der Klingelbeutel wird nach wie vor durch die Bänke gereicht, wo jeder draufniesen und husten kann.“ kath.net-Leser „Muddel“ merkte an: „Beim Klingelbeutel geht's ans diözesane Geld, da ist das Virus egal.“


Doch nicht nur kath.net-Leser kritisieren den Klingelbeutel angesichts der Hygieneprobleme. Auch etwa in Mexiko hat die katholische Kirche dazu aufgerufen, die Kollekte während der Messe wenigstens auf einen Zeitpunkt nach der Kommunion zu verschieben, damit sich die Gläubigen vor dem Kommunionempfang nicht die Hände beschmutzen, kath.net hat berichtet. Von diesem Hygieneproblem ist im deutschen Sprachraum allerdings nicht die Rede.

Weitere Fragen sind entstanden. So mag der eine oder die andere es unter dem Hygieneaspekt für durchaus sinnvoll halten, wenn auf die Mundkommunion verzichtet wird. Warum raten die Bistümer im deutschen Sprachraum hier aber nicht zu der hygienischeren Alternative der knieenden Handkommunion? Immerhin wird auch beim Friedensgruß eine hygieneverträgliche Alternative vorgeschlagen (Zunicken), doch die ehrfürchtige Haltung des Kniens beim Kommunionempfang scheint nicht präsentabel zu sein. Darf man dies eigenartig finden?

Und noch ein weiteres fällt auf: Das Infektionsrisiko bei Mundkommunion ist ausreichend, um die Mundkommunion zu regulieren. Doch wie sieht das mit der Benutzung gemeinsamer Liederbücher aus? Ich habe es im Lauf der Jahre nicht selten erlebt, dass Banknachbarn niesend oder hustend eine volle „Breitseite“ in das der Kirchengemeinde gehörende Buch abfeuerten. Außerdem habe ich es nicht selten erlebt, dass sich Banknachbarn bei der Schwierigkeit, Dünndruckseiten umzublättern, mit dem Befeuchten des Zeigefingers geholfen haben, was bei mir auch VOR Corona-Zeiten bereits größere Abscheu auslöste. Warum greifen die Bistümer hier angesichts der heraufdämmernden Pandemie nicht ein und räumen die gemeinsamen Gotteslob-Bücher weg? In Zeiten von Beamer und Co wäre das Hygieneproblem hier doch wirklich leicht zu lösen.

Die Frage ist also: Beschleicht einige Katholiken – darunter auch kath.net-Leser – das Gefühl, dass das Corona-Virus etwa in Fragen der Mundkommunion und des Weihwassers vor Ort in den Kirchen und Bistümern instrumentalisiert wird, zu Unrecht oder zu Recht?

Symbolbild: Husten und Niesen



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Lesermeinungen

 Katharina 1234 5. März 2020 
 

Weihwasser ausder Kirche

Ja sind denn jetzt alle verrückt geworden? Anstatt die Kirche die Gewalt des Weihwassers benutzt, verbannt sie es . Weihwasser hat die Kraft Krankheiten und Landplagen zu vertreiben. Wovor habe ich denn bei der Mundkommunion Angst? Das Jesus mich infiziert? Oh bitte Herr infiziere mich mit dir. Glaube ich das Jesus im Brot gegenwertig ist? Wovor sollten wir uns fürchten?
In unserer Kirche hat der Pfarrer Mundkommunion und Weihwasser entfernt und jetzt liegt er krank mit Grippe im Bett.🤔


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 Josef 4. März 2020 

kein Weihwasser

wenn schon kein Weihwasser mehr in den Weihwasserbecken mehr sein darf, dann sollte der Priester vor der Messe mit dem Weihwasser durch die Reihen gehen und die Gläubigen segnen.

LG Josef


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 SpatzInDerHand 4. März 2020 

Gehen eigentlich bei den Orthodoxen, den Piuslern und der Petrusbruderschaft

die Zahlen der Neuinfektionen nach oben???


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 doda 3. März 2020 

Wird das Corona-Virus instrumentalisiert?

Diese Frage stelle ich mir nicht alleine, wie ich gestern in einem Gespräch erfahren durfte.
Zweifellos gelten die Mundkommunion und die andächtige Bekreuzigung mit Weihwasser weithin als Zumutungen von vorgestern, mit denen Zeitgeistbewegte nicht herausgefordert werden mögen.
Entledigung derselben aus Hygienegründen - ein Schelm, wer Böses dabei denkt?


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 elisabetta 3. März 2020 
 

Etwas mehr Gottvertrauen...

würde uns praktizierenden Katholiken nicht schaden. Dass man mit Hinweis auf die Ansteckungsgefahr den Friedensgruss bei der Hl. Messe weg lässt, ist vernünftig und könnte von mir aus gesehen auch zukünftig entfallen Beim Weihwasser kann man sich dadurch abhelfen, dass man dieses daheim aufbewahrt und sich dort damit den Segen gibt. Die Aufhebung der Spendung Mundkommunion ist für mich nicht nachvollziehbar, weil ich einfach fest darauf vertraue, dass diese göttliche Speise niemals einen gesundheitlichen Schaden anrichten wird, wenn man sie im "Stande der Gnade" empfängt. Eher würde ich auf die Hl. Kommunion verzichten und die geistige Kommunion vorziehen, als sie in die Hand empfangen zu müssen.


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 doda 3. März 2020 

@gloria.olivae

Punkt 4:
Die Gläubigen fassen dann vor dem nun vorgeschriebenen Empfang der Handkommunion zunächst das unhygiensche Geld an und atmen anschließend vorne die im versammelten Keime ein, die dem Opferkorb entströmen.
Auweia ...


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 St. Hildegard 3. März 2020 
 

Ich mache mir da keine Gedanken ...

Auf Gebetsbüchern etc. sind wahrscheinlich ebenso viele Keime wie auf anderen Oberflächen auch. Wir können schließlich nicht mit Gummihandschuhen durch die Gegend laufen.
Was aber nachweislich Bakterien überträgt, ist das Händeschütteln. Auch ich kann deshalb auf den Friedensgruß generell gut verzichten, denn auch ohne Corona ist es unappetitlich, wenn einem vor dem Kommuniongang verschwitzte Hände gereicht werden.
Ansonsten bewundere ich ebenfalss den Glauben des Patriarchen: Auch ich bin der festen Überzeugung, dass die lebedinge Gegenwart Christi grundsätzlich vor vielem bewahrt - aber nicht, weil dadurch Keime abgetötet werden (das wäre tatsächlich Aberglaube), sondern weil das gläubige Vertrauen womöglich auch u.a. das Immunsystem stärkt ...


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 hauch 3. März 2020 
 

@Cistercium, ein kluger und gläubiger Mann dieser Patriarch; Die Hostie ist der "Leib Christi" glauben wir das???? Wie können wir dann glauben dass im "Leib Christi" Krankheit sein kann???


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 Gewitterwolke 3. März 2020 
 

Was hier als Klingelbeutel bezeichnet wird ist doch in den meisten Fällen ein Körbchen das durch die Reihen geht. In meiner Pfarrkirche gibt es noch den richtigen Klingelbeutel der an einer langen Stange befestigt ist. Jährlich abwechselnd gehen damit junge Kirchenbesucher zum Sammeln. Jeder kann seine Gabe einwerfen und niemand hat direkten Kontakt .


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 Cistercium 3. März 2020 
 

Leib Christi, Quelle neuen Lebens

Bezüglich Kommunionempfang äußerte sich der Patriarch der rumänisch orthodoxen Kirche in einem Kommuniqué vom 27.2. so: „...wir müssen den orthodoxen Glauben fest bekräftigen, dass die Heilige Eucharistie keine Quelle von Krankheit und Tod ist und niemals sein kann, sondern eine Quelle neuen Lebens in Christus, der Vergebung der Sünden, zur Heilung der Seele und des Körpers.
Deshalb singen wir, während die Gläubigen die Heilige Kommunion empfangen: 'Empfangt den Leib Christi, kostet den Brunnen der Unsterblichkeit'.
Daher bleibt die Regel der Austeilung der Heiligen Kommunion an den Klerus und die Gläubigen aus demselben Heiligen Kelch unverändert, und die Priester werden allen Gläubigen erklären, dass diese Art der Teilnahme an der Eucharistie für niemanden eine Gefahr war und auch nicht für sie sein wird.“
Auch das Küssen der Ikonen werde unverändert beibehalten, so der Patriarch.


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 Passero 3. März 2020 
 

Und für mich gilt...

Und für mich gilt:

1. Verzicht auf die Handkommunion (bei der übrigens die Infektionsgefahr größer ist, weil ja die Hand des Kommunizierenden infiziert sein kann).
2. Verzicht auf den Friedensgruß
3. Verzicht auf Geldspenden für Kirchenfunktionäre, die sich anmaßen, die Handkommunion befehlen zu können


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 gloria.olivae 3. März 2020 

Ich finde die Diskussion zu diesem Thema hier sehr gut!

Ich teile zwar einige Ansichten, die hier geäußert werden, nicht. Aber ich finde die Diskussion wichtig. Denn durch sie wird die Sensibilität für das Thema erhöht.

Wichtig ist: Keine Panikmache! Aber ein achtsamer Umgang miteinander und Rücksichtnahme aufeinander auch bei der Hygiene sind christliche Tugend.

Daher gilt für mich:
1. Verzicht auf Weihwasser in den Weihwasserbecken
2. Verzicht auf Handschlag beim Friedensgruß
3. Verzicht auf Mundkommunion
4. Keine Hostienschalen, in welche die Gottesdienstbesucher die Hostien selbst einlegen.
4. Für die Kollekte: Warum nicht den traditionellen Opfergang wiederbeleben, wie er früher vielerorts üblich war?

Die Gläubigen treten während der Gabenbereitung nach vorn und legen ihr Opfer persönlich in Behälter, die an den Altarstufen aufgestellt sind.


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 Faultier 3. März 2020 
 

Ein Opferstock am Kircheneingang bzw Ausgang wäre eine bessere Lösung.


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