Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  4. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  7. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  8. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  9. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  10. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  11. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  12. Leere der kirchlichen Lehre
  13. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  14. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Corona-Virus – Und der Klingelbeutel?

3. März 2020 in Kommentar, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bereitwillig untersagen die Bistümer Weihwasser und Mundkommunion. Doch wie steht es um den Klingelbeutel? Kommentar von Petra Lorleberg


Linz (kath.net/pl) Ist der Klingelbeutel in Zeiten des Corona-Virus noch verantwortbar? Unsere Leser diskutierten das Thema "Diözeane Hygienemaßnahmen" bereits gestern. kath.net-Leserin „doda“ kommentierte dazu: „Unglaubwürdig, da inkonsequent. Solange die Gotteslobe nicht weggeräumt werden und weiterhin mit Inbrunst das grundsätzlich unhygienische Geld während der Kollekte per Hand gegeben und durch die Kirche getragen wird, scheint mir das Vorenthalten des Weihwassers und der Mundkommunion unglaubwürdig und nicht durchdacht.“ kath.net-Leserin „lakota“ schlug vor: „Solange die Gefahr für Infizierung mit Corona besteht, schafft man die Kollekte genauso ab wie das Weihwasser“. Leserin „lämmchen“ kritisierte: „Die Leute fassen in der Kirche Türklinken, Bänke, Gotteslobe an, und der Klingelbeutel wird nach wie vor durch die Bänke gereicht, wo jeder draufniesen und husten kann.“ kath.net-Leser „Muddel“ merkte an: „Beim Klingelbeutel geht's ans diözesane Geld, da ist das Virus egal.“


Doch nicht nur kath.net-Leser kritisieren den Klingelbeutel angesichts der Hygieneprobleme. Auch etwa in Mexiko hat die katholische Kirche dazu aufgerufen, die Kollekte während der Messe wenigstens auf einen Zeitpunkt nach der Kommunion zu verschieben, damit sich die Gläubigen vor dem Kommunionempfang nicht die Hände beschmutzen, kath.net hat berichtet. Von diesem Hygieneproblem ist im deutschen Sprachraum allerdings nicht die Rede.

Weitere Fragen sind entstanden. So mag der eine oder die andere es unter dem Hygieneaspekt für durchaus sinnvoll halten, wenn auf die Mundkommunion verzichtet wird. Warum raten die Bistümer im deutschen Sprachraum hier aber nicht zu der hygienischeren Alternative der knieenden Handkommunion? Immerhin wird auch beim Friedensgruß eine hygieneverträgliche Alternative vorgeschlagen (Zunicken), doch die ehrfürchtige Haltung des Kniens beim Kommunionempfang scheint nicht präsentabel zu sein. Darf man dies eigenartig finden?

Und noch ein weiteres fällt auf: Das Infektionsrisiko bei Mundkommunion ist ausreichend, um die Mundkommunion zu regulieren. Doch wie sieht das mit der Benutzung gemeinsamer Liederbücher aus? Ich habe es im Lauf der Jahre nicht selten erlebt, dass Banknachbarn niesend oder hustend eine volle „Breitseite“ in das der Kirchengemeinde gehörende Buch abfeuerten. Außerdem habe ich es nicht selten erlebt, dass sich Banknachbarn bei der Schwierigkeit, Dünndruckseiten umzublättern, mit dem Befeuchten des Zeigefingers geholfen haben, was bei mir auch VOR Corona-Zeiten bereits größere Abscheu auslöste. Warum greifen die Bistümer hier angesichts der heraufdämmernden Pandemie nicht ein und räumen die gemeinsamen Gotteslob-Bücher weg? In Zeiten von Beamer und Co wäre das Hygieneproblem hier doch wirklich leicht zu lösen.

Die Frage ist also: Beschleicht einige Katholiken – darunter auch kath.net-Leser – das Gefühl, dass das Corona-Virus etwa in Fragen der Mundkommunion und des Weihwassers vor Ort in den Kirchen und Bistümern instrumentalisiert wird, zu Unrecht oder zu Recht?

Symbolbild: Husten und Niesen



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Kaiser Otto der Große wurde im Magdeburger Dom erneut beigesetzt
  4. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  5. Katholische Gebetsinitiative in den USA: ‚Millions of Monicas‘
  6. Zehn Jahre heilig: Feier für Mutter Teresa im Stephansdom
  7. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  8. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  9. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  10. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  11. Die Kirche mitten in der Welt
  12. Nicht mehr ernst zu nehmen
  13. Französischer Bischof Mica: Der Papst ist in der Rupnik-Frage „wirklich sehr entschlossen“
  14. Als Mutter Teresa im Wiener Stephansdom zu Gebet und Lebensschutz aufrief
  15. Kardinäle Müller und Burke empfehlen Mel Gibsons „Die Passion Christi“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz