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Alexander Kissler: ‚Als Klimasekte haben die Kirchen keine Zukunft’

13. Juli 2023 in Chronik, 10 Lesermeinungen
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Scharfe Kritik des Journalisten an der Evangelischen und der Katholischen Kirche in Deutschland. Eine ‚radikale Milieuverengung’ auf den Klimaschutz führe zur Selbstaufgabe, warnt er.


Berlin (kath.net/jg)
Die Kirche sei gegründet worden, „um Menschen Hoffnung und Erlösung zu bringen durch eine Botschaft, die die Welt nicht geben kann.“ Eine „thematische Verkürzung“ auf den „Klimaschutz“ sei „der sicherste Weg, den Niedergang zu beschleunigen“, schreibt Alexander Kissler, Redakteur der Neuen Zürcher Zeitung in Berlin in einem Kommentar für die Reihe „Der andere Blick“.

Die Kirche wolle sich offenbar „einem neuen Gott unterwerfen, dem Klima, und das Klima duldet keine Götter neben sich“, schreibt Kissler mit Verweis auf den Appell zum „Klimaschutz: Wir sind bereit“, den so unterschiedliche Bischöfe wie Kardinal Rainer Maria Woelki, Bischof Georg Bätzung und Bischof Gregor Maria Hanke unterschrieben haben. Kisslers Kritik gilt der Evangelischen Kirche Deutschlands genau so wie der Katholischen Kirche. Eine „radikale Milieuverengung“ auf den „Klimaschutz“ führe für beide zur Selbstaufgabe, warnt der Journalist.


In den Kirchen des Westens sei von den letzten Dingen wie Himmel, Hölle und Fegefeuer wenig die Rede, sie hätten kaum mehr die Kraft, gegen das „Selbstbestimmungsgesetz“ Stellung zu beziehen, welches den offiziellen „Wechsel“ des Geschlechts einführen soll. Angesichts der „drohenden Klimakatastrophe“ verwende die Kirche hingegen „drakonische“ Worte. Hier fordere sie Verbote, Gesetze, zum Beispiel für eine „verbindliche Energieeffizienz- und Wärmewende“, Subventionen und „generell mehr staatliche Rahmenvorgaben und Zeitpläne“.

Die Bewahrung der Schöpfung sei „eine christliche Kernaufgabe“, stellt Kissler fest. Die Schöpfung sei aber mehr als das Klima, Klimapolitik sei mehr als die Agenda der „Letzten Generation“, mit der sich die Kirchen trotz der von deren Anhängern begangenen Straftaten „verbrüdern“, schreibt Kissler.

 


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