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Björn Lomborg: Mehr Energie macht das Leben besser – und rettet den Planeten

14. Juli 2026 in Chronik, keine Lesermeinung
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Der Klimawandel verursache Probleme, die aktuelle Klimapanik sei aber übertrieben. Lösungen würden am besten durch wirtschaftliches Wachstum und technologische Innovationen erreicht, sagte Lomborg auf der ARC-Konferenz.


London (kath.net/jg)
Der dänische Wissenschaftler und Autor Björn Lomborg hat in seiner Rede bei der ARC (Alliance for Responsible Citizenship) -Konferenz in London für eine Änderung der herrschenden Klimapolitik plädiert. Durch die derzeit umgesetzten Maßnahmen werde Energie verteuert und weniger verfügbar, was die betroffenen Staaten viel Geld koste, das Klima aber kaum beeinflusse.

Er ruft zu einem neuen Zugang auf, in dem Energie reichlich und kostengünstig vorhanden ist, was wirtschaftliches Wachstum und technologische Innovationen ermöglicht. Auf diesem Weg werden die Mittel vorhanden, mit deren Hilfe das Problem des Klimawandels gelöst werden kann.

Energie sei die Grundlage unseres Wohlstandes, argumentiert Lomborg. Über die längste Zeit der Menschheitsgeschichte sei Energie knapp und nur in Form von Muskelkraft, Holz, Tieren, Wind und Wasser vorhanden gewesen. Das habe zu Stagnation und extremer Armut führte. Mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung hätten in Armut gelebt.

Fossile Brennstoffe hätten einen Übergang zu einer „Mineral-Energie-Wirtschaft“ ermöglicht. Dadurch sei die Armutsquote dramatisch auf unter 8 Prozent gesunken. In reichen Ländern verfüge jeder Mensch heute über circa 160 kWh/Tag an mechanischer Energie, was einem Äquivalent von ca. 500 „stillen Dienern“ entspreche. Das tägliche Leben sei dadurch enorm erleichtert worden, Transport, Heizung, Kühlung, Produktion und vieles mehr sei auf dem heutigen Niveau möglich geworden. Es gebe eine starke Korrelation zwischen mehr Energie und mehr Reichtum. Kein energiearmes Land sei hochentwickelt.


Die aktuelle Klimapanik sei übertrieben und schade den Menschen. Lomborg räumt ein, dass der Klimawandel ein reales Problem sei, der Weltuntergang aber nicht drohe. Medien und Politiker würden mit Formulierungen wie „die Welt steht in Flammen“ häufig übertreiben.

Die Daten würden vielmehr zeigen, dass die Todesfälle durch Klimakatastrophen wie Fluten, Dürre, Stürme und Brände in den letzten 150 Jahren um den Faktor 500 gesunken seien, von ungefähr 5 Millionen auf unter 10.000. Grund dafür seien Wohlstand, der Resilienz und bessere Vorhersagen ermöglicht habe.

Dank der Satellitendaten der NASA können wir feststellen, dass die durch Brände beschädigte Fläche auf der Erde in den letzten 25 Jahren um 25 Prozent zurückgegangen ist. Die weltweite Eisbärenpopulation habe sich in den letzten 50 Jahren hingegen ungefähr verdoppelt. Das habe aber nichts mit dem Klima zu tun, sondern damit, dass die Menschen aufgehört hätten, Eisbären zu jagen.

Die Sorge um das Klima und den Klimawandel sei in den letzten Jahren in der EU gesunken. 2019 hätten noch 35 Prozent der Bevölkerung das Thema als wichtigste Aufgabe der EU betrachtet. Heute seien es nur mehr 8 Prozent. 

Die derzeit von vielen Staaten verfolgte „Net-Zero-Politik“ habe viele Probleme. Seit 2004 seien 16 Billionen US-Dollar (16.000 Milliarden US-Dollar) dafür ausgegeben worden. Trotzdem sei eine echte Energiewende nicht in Sicht. So genannte erneuerbare Energie mache den Strom teurer. Die „Net-Zero-Politik“ führe zu Energiearmut, höheren Preisen und geringerem Verbrauch, besonders in Europa. Das bremse das Wachstum, die Innovation und die Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen. Reiche Länder mit hohem Energieverbrauch schützen die Umwelt besser, sagt Lomborg.

Sein Lösungsvorschlag setzt daher darauf, Energie reichlich verfügbar zu machen. Das schließt die Nutzung fossiler Energieträger und der Kernenergie ein. Auf diese Weise sollten Wachstum und technologische Innovationen ermöglicht werden. Staaten und Gesellschaften würden auf diese Weise reicher und resilienter sowie langfristig besser in der Lage, Probleme des Klimawandels zu lösen. Die Prioritäten sollten realistisch und pragmatisch gesetzt werden, nicht ideologisch, sagt Lomborg.


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