Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!

10. Juli 2026 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Großbritannien verweigert finnischer Abgeordneter Päivi Räsänen Transit am Flughafen Heathrow wegen wirren „Hassverbrechen“-Urteil in Finnland


London – Helsinki (kath.net)
Die Nachricht sorgt international für Bestürzung: Der finnischen Parlamentsabgeordneten und gläubigen Christin Päivi Räsänen wurde die Durchreise durch den Londoner Flughafen Heathrow verweigert. Grund dafür ist ihre jüngste Verurteilung wegen eines angeblichen „Hassverbrechens“ in Finnland, nachdem sie die biblische Lehre über Ehe und Sexualität verteidigt hatte.

Der Vorfall wurde durch den bekannten christlichen Autoren und Publizisten Rod Dreher öffentlich gemacht, der derzeit an einer Konferenz der christlichen Organisation Alliance Defending Freedom (ADF) teilnimmt. Räsänen, die ebenfalls vor Ort war, berichtete demnach dem Publikum von dem Reiseverbot. Dreher schrieb auf seiner Substack-Plattform: „Mir wurde berichtet, dass Päivi auf ihrem Hinflug aus Finnland mitgeteilt wurde, dass sie auf dem Rückflug nicht über den Londoner Flughafen Heathrow reisen darf. Warum? Weil sie eine verurteilte Hassverbrecherin ist! Das Vereinigte Königreich hat entschieden, dass ihre Anwesenheit in Großbritannien – selbst für einen reinen Anschlussflug im Flughafen – unerwünscht ist.“


Sean Nelson, leitender Rechtsberater der ADF, die Räsänen seit Jahren juristisch vertritt, bestätigte den Bericht und kommentierte auf der Plattform X: „Sobald sie dich als ‚Hasser‘ abstempeln, werden sie niemals aufhören, dich bestrafen zu wollen. Dieser Wahnsinn muss gestoppt werden. Gott segne Päivi Räsänen.“

Hintergrund: Ein jahrelanger Justizmarathon

Der Vorfall am Londoner Flughafen ist die direkte Folge eines jahrelangen, international scharf kritisierten Justizverfahrens in Finnland. Im März 2026 hatte der Oberste Gerichtshof Finnlands nach einem siebenjährigen Rechtsstreit ein gemischtes Urteil gefällt. Während Räsänen von dem Vorwurf bezüglich eines Tweets aus dem Jahr 2019, in dem sie die Bibel zitierte, einstimmig freigesprochen wurde, sprachen die Richter sie in einem anderen Punkt schuldig.

Sie wurde wegen einer Broschüre aus dem Jahr 2004, die sie gemeinsam mit dem lutherischen Bischof Juhana Pohjola für ihre Kirche verfasst hatte, wegen angeblicher „Hassrede“ verurteilt. Besonders brisant: Die Verurteilung erfolgte auf Basis des finnischen Strafgesetzbuches im Abschnitt „Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Die 22 Jahre alte Broschüre verteidigte das biblische Verständnis der Ehe als Bund zwischen Mann und Frau – zu einem Zeitpunkt, als die Homo-Ehe in Finnland noch weit über ein Jahrzehnt von der Legalisierung entfernt war. Dennoch wurde die Politikerin von der Justiz rückwirkend verurteilt. Zwei Instanzen hatten Räsänen zuvor in allen Punkten einstimmig freigesprochen, bevor die Staatsanwaltschaft den Fall erbittert bis vor das Höchstgericht trieb. Räsänen wurde zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt.


Päivi Räsänen, die von Beruf Ärztin ist, Mutter von fünf Kindern, Großmutter und ehemalige finnische Innenministerin, gilt in der christlichen Welt als Symbolfigur für den Kampf um die Religions- und Meinungsfreiheit. Rod Dreher warnte in seinem Bericht vor den drastischen Signalwirkungen dieses Falls für alle Christen in Europa: „Ich denke, Päivi ist der Kanarienvogel im Kohlebergwerk unserer Zivilisation. Die progressive bürokratische Ordnung in europäischen Ländern attackiert lieber gläubige Christen als Feinde der Gesellschaft, anstatt sich um die tatsächlichen Probleme zu kümmern. Wir müssen mit mehr davon rechnen. Heute ist es eine finnische lutherische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 pk_kommentar 11. Juli 2026 
 

Biblische Werte werden abgelöst

In der Argumentation des Gerichts wird u.a. von einem "Hassverbrechen" gesprochen. Und dabei stützt sich die Dame nur auf die alten Werte, auf alte Jahrhunderte lang bewährte Wahrheiten wie Schöpfung von Mann und Frau so wie sie in der Bibel berichtet wird. Und diese Werte werden in unserer Zeit leider allmählich abgelöst von menschengemachten Werten wie Gender Mainstreaming, Ehe für Alle, Selbstbestimmung des gesamten Lebens (einschließlich Abtreibung und Sterbehilfe) usw. Einfach furchtbar und gotteslästerlich ... Der heutige Mensch macht sich dadurch selbst zu Gott.


1
 
 Versusdeum 11. Juli 2026 
 

@Richelius

Den Titel angesichts seines Verrats an Glaube und Gläubigen sowie der massenhaften Hinrichtung treuer Katholiken (darunter sogar sein eigener Lordkanzler Sir Thomas Moore!) auch weiterhin zu führen, war ohnehin eine entlarvende Mischung aus Anmaßung und Zynismus. Heinrich VIII. eben.


0
 
 Richelius 10. Juli 2026 
 

@ Lupivius

Warum schimpfen Sie über den König? Die Misere in England hat uns das Unterhaus eingebracht, nicht der König!
Seine Majestät ist sicher nicht so fromm wie seine Mutter, aber ihm deshalb das Christsein abzusprechen, geht zu weit.


0
 
 Lupivius 10. Juli 2026 
 

König Charles ist nur dem Papier nach Christ

Seine Mutter wußte genau, weshalb sie ihn nicht zum König werden ließ. Vielleicht hatte sie insgeheim sogar gehofft, dass sie ihn überlebt - okay, alles meine reine Spekulation. Seine Demutsbezeugungen zum Islam reihen sich aneinander. Weite Teile von Politik, Verwaltung, Justiz und Polizei machen es ebenso. Wenn England nicht schnell wach wird, dann ist es bald Kalifat.


1
 
 Richelius 10. Juli 2026 
 

Hier muß man allerdings in erster Linie Finnland die Schuld geben. Kein kleiner englischer Beamter wird es wagen eine Freigabe zu erteilen, wenn die Verurteilung wegen „Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ erfolgt ist.

@ Martinus Theophilus: Daß Seine Majestät den Titel Verteidiger des Glaubens abgelegt hat, begrüße ich ausdrücklich. Weiland Königin Maria hatte ihn ebenfalls abgelegt. Dieser Titel wurde Heinrich VIII. vom Papst verliehen. Nach des Königs Verrat behielt er den Titel unrechtmäßigerweise weiter. Ebenso fast alle seiner Nachfolger.


2
 
 Versusdeum 10. Juli 2026 
 

@Martinus Theophilus

Die katholische Kirche hat sogar schon vor über 60 Jahren (II. Vaticanum) aktiv dafür gesorgt, dass es keine katholischen Staaten mehr gibt. Dafür haben wir jetzt immer mehr Länder, in denen aggressive Ideologien Glaube, Vernunft und Wissenschaft verdrängen. Herzlichen Glückwunsch (sicherlich auch im Namen von Pius)!


0
 
 Versusdeum 10. Juli 2026 
 

@girsberg74

Ähnliche Geister wie bei uns, die nicht existenzbedrohliche Gefahren und Dekadenzerscheinungen bekämpfen, sondern jene, die trotz aller Hetze gegen Andersdenkende noch den Mut haben, auf diese Probleme hinzuweisen.
Zumindest bei uns kommt noch hinzu, dass in der Politik derjenige am Besten vorankommt, der am Lautesten "Nazis!" schreien kann. Irgendeine sonstige Qualifikation oder gar rationales Denken ist dagegen nicht mehr notwendig.


2
 
 Martinus Theophilus 10. Juli 2026 
 

UK is no longer a Kingdom of Faith.

Derartige Berichte über einen unangemessenen Umgang mit praktizierenden Christen im Vereinigten Königreich häufen sich.
Und König Charles III. hat den Titel "Verteidiger des Glaubens" offiziell abgelegt, vgl. https://www.domradio.de/artikel/traditionelle-christen-kritisieren-neuen-titel-von-englands-koenig

In ein solches Land werde ich in absehbarer Zeit nicht reisen.


3
 
 girsberg74 10. Juli 2026 
 

Wird in Großbritannien überhaupt noch regiert ?

Und wenn,
welche Geister sitzen da an den Hebeln der Macht.

Um nicht missverstanden zu werden, kann es auch bei uns so kommen ?


4
 
 Versusdeum 10. Juli 2026 
 

Auch bei uns immer wahrscheinlicher

Wer diesen Schuss nicht hört, der wird bestenfalls (oder vielleicht nicht einmal mehr) den mitbekommen, der ihn treffen wird (vgl. den Artikel über die Anschläge auf das christliche Kaffee in Leipzig).


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz