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Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe

vor 5 Stunden in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Heather Herbert auf Social Media: „Endlich mal gute Nachrichten. Ich hoffe, es war ein extrem schmerzhafter Tod. Ich hoffe, sie … hat vor Qual geschrien“ – Ähnlich: „SkyNews“ distanziere sich noch in laufender Sendung von Äußerungen Adam Boultons


London (kath.net) Kurz nach Bekanntwerden des Todes der Politikerin Ann Widdecombe – die Polizei hatte noch nicht bekannt gegeben, dass Ermittlungen wegen Mordverdachtes laufen – schrieb Heather Herbert auf einem Social-Media-Auftritt: „Endlich mal gute Nachrichten. Ich hoffe, es war ein extrem schmerzhafter Tod. Ich hoffe, sie war mit Handschellen ans Bett gefesselt und hat vor Qual geschrien.“ Diese Äußerungen zogen landesweit heftige Kritik nach sich. Heather Herbert ist Web-Entwickler an der University of Aberdeen (Schottland), ehemalig Kandidat der Labour und Scottish Greens) sowie ehemalig Transbeauftragter. Offenbar versteht sich Heather Herbert auch selbst als Transperson. 

Der Polizei in Schottland waren diese Bemerkungen verschiedentlich gemeldet worden, wie „Press and Journal“ berichtete. Allerdings sah die Polizei in Herberts Aussagen keine Kriminalität und keine Hasskommentare.

Deutlich weniger entspannt als die schottische Polizei reagierte allerdings die Universität Aberdeen. Auf Facebook wurde folgendes offizielles Statement veröffentlicht: „Der Universität sind Beiträge eines Mitarbeiters in den sozialen Medien zum Tod von Ann Widdecombe bekannt; der Sachverhalt wird mit hoher Priorität geprüft. Bei den geteilten Äußerungen handelt es sich ausschließlich um die persönliche Meinung der betreffenden Person; sie spiegeln nicht die Haltung der University of Aberdeen wider. Beschwerden über Mitarbeitende werden im Rahmen unserer etablierten Verfahren vertraulich behandelt.“ Auch die Kanzlerin und der Vizekanzler der Universität hatten sich in diesem Sinne geäußert.


Es kam noch zu einem weiteren Skandal um Äußerungen nach dem Tod Widdecombes. Während die Polizei bereits bekanntgegeben hatte, dass Widdecombe ermordet worden war, äußerte sich der ehemalige Sky-News-Moderator und langjährige Politikjournalist Adam Boulton (67, heute u. a. bei Times Radio) in mehreren Sendungen. Schockierenderweise beschrieb er in einem Live-Interview auf Sky News Widdecombe unter anderem so: Sie sei „very much a spinster“ (eine typische alte Jungfer) gewesen. Außerdem benutze er Begriffe wie „battleaxe“ (Streiaxt)), „bruiser“ (Schläger/Kämpfer) und Beschreibungen ihres Auftretens als „kämpferische alte Dame“ fielen ebenfalls. Die Kommentare fielen in den Kontext einer möglichen Einbruchstat (kein politisches oder terroristisches Motiv). Sky News distanzierte sich noch in der laufenden Sendung von diesen Bemerkungen und wies darauf hin, dass es sich hier nur um persönliche Meinungen handle.

Diese Äußerungen wurden in der Öffentlichkeit stark kritisiert, dabei schälten sich folgende Kernthemen heraus:

  • Zeitpunkt: Die Äußerungen kamen, während die Polizei einen Mord untersuchte und Widdecombe noch nicht einmal lange tot war. Viele Menschen empfanden das als geschmacklos und respektlos.
  • Ton: Die starke Fokussierung auf ihr Privatleben, ihre Jungfräulichkeit und altmodische Begriffe wie „spinster/old maid“ wurde als frauenfeindlich kritisiert. Kritiker fragten außerdem, ob man analog über einen verstorbenen Mann gesprochen hätte.
  • Prominente wie der ehemalige Tory-Minister Nadhim Zahawi nannten die Bemerkungen „schrecklich, verdreht und völlig ohne Anstand“ und forderten eine Entschuldigung.

 Zunächst wollte sich Boulton nicht entschuldigen, ruderte dann aber zurück und schrieb am Samstag auf X, dass er sich „ernsthaft falsch und unsensibel“ geäußert habe. Timing und Ton seien falsch gewesen. Er respektiere Widdecombes politische Karriere und er habe niemanden verletzen wollen.


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Lesermeinungen

 littlemore vor 5 Minuten 

Wie zäh die eigentliche Wahrheit ans Licht kommt. ...

Es braucht alternative Medien, sonst würden wir von all dem nichts erfahren.


0
 
 chriseeb74 vor 3 Stunden 
 

Na ja, was soll man dazu sagen....

eigentlich nur, dass solche Leute ... [gelöscht .Admin]


0
 
 SpatzInDerHand vor 4 Stunden 

Ach, diese extrem hässlichen Bemerkungen waren keine Hasskommentare?

Ist immer alles nur eine Frage der Definition, richtig?!


0
 

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