Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  5. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  14. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

"Wir können nicht länger schweigen"

1. März 2019 in Kommentar, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Die Kirchen und Gemeinden müssen anfangen sich glasklar zu positionieren. Wir tragen die Antwort auf das Problem Abtreibung in uns! Wir müssen für die Kinder kämpfen." - BeneDicta am Freitag - Von Inka Hammond


Linz (kath.net)
Es ist ein Thema, das mir einfach keine Ruhe lässt. Und das ist gut so. Denn die Zeiten, wo wir es unter den Teppich gekehrt haben, müssen endgültig vorbei sein.
Ich rede von über 100 000 abgetriebenen Babies im vergangenen Jahr alleine in Deutschland. Das ist eine Zahl, die wir eigentlich gar nicht fassen können und die sprachlos macht. Aber genau das dürfen wir nicht mehr sein. Es ist höchste Zeit, dass wir Christen die Stimme für die erheben, die noch keine Stimme haben.

Der im Januar bekannt gegebene Beschluss des Senats in New York, dass Abtreibung in diesem Staat bis zum Tag der Geburt legal ist, hat auch sein Gutes: es wird über Abtreibung geredet. Details zur Prozedur kommen ans Tageslicht. Facebook wird fast überschwemmt mit Videos, die darüber aufklären, was eigentlich bei einer Abtreibung im zweiten und dritten Trimester einer Schwangerschaft passiert. Man sieht die Instrumente, mit denen die ungeborenen Kinder im wahrsten Sinne des Wortes auseinander gerissen werden und liest über die Giftspritze, die dem Kind im Mutterleib injektiert wird und das Kind langsam und grausam tötet.

Es werden einem auch Statistiken ins Bewusstsein gerufen, dass ein verschwindend geringer Prozentsatz von Abtreibungen, tatsächlich medizinische (z.B. Gefahr für das Leben der Mutter) oder kriminologische (z.B. Vergewaltigung) Gründe haben (in Deutschland waren das 2018 4%). Die allermeisten Babies werden auf dem Altar der Bequemlichkeit geopfert.


Ich denke an die Talkshow Anne Will am 3.2.19. Für mich war diese Sendung ein innerlicher Wendepunkt, wo mir klar wurde, dass es so nicht weiter gehen kann. Es kann nicht sein, dass eine prominent platzierte Sendung, von Steuergeldern finanziert, eine so dermaßen manipulierte Meinung zu Abtreibung mit einer, für mich, schmerzhaften Selbstverständlichkeit der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Ausgang der Sendung (Applaus für das ‚Recht‘ auf Abtreibung) quasi geplant und vorprogrammiert. Ich war entsetzt. Denn der Kampf für das Leben ist in die DNA der Frauen eingebrannt, davon bin ich überzeugt. Und wenn, aus welchen Gründen auch immer, eine Frau anfängt sich gegen das Leben zu positionieren, dann ist etwas in eine gehörige Schieflage geraten. Es ist an der Zeit, dass die Frauen, die eine lebendige Leidenschaft für echte Weiblichkeit in sich tragen, sich zu diesem Thema Gehör verschaffen. Denn es gibt diese Frauen zuhauf!

Das Bild, das die Redaktion von Anne Will zeichnen wollte, nämlich dass alle Frauen ganz klar für Abtreibung sind, ist schlichtweg falsch.

Wir können nicht länger schweigen. Die Kirchen und Gemeinden müssen anfangen sich glasklar zu positionieren. Wir tragen die Antwort auf das Problem Abtreibung in uns! Jesus Christus starb, dass wir Leben haben können, Leben in Fülle – und das gilt auch für all die Babies, über denen täglich das Todesurteil ausgesprochen wird. Wir müssen für diese Kinder kämpfen – und auch für deren Mütter. Denn welche Frau geht schon leichtfertig in eine Abtreibungsklinik und tanzt mit einem Sektglas wieder heraus?

Eine Abtreibung ist ein tiefgreifender Einschnitt und hinterlässt grobe Furchen in der Seele der Frau. Keine Frau verdient eine Abtreibung. Das, was als Fortschritt und Frauenrecht bejubelt wird, ist eine Affront gegen die Stärke der Frau. Jede Frau wird für dumm verkauft, wenn ihr gesagt wird, du kannst das einfach wegmachen lassen. Vielmehr sollten wir ihr sagen: du schaffst das. Du trägst die Kraft in dir, dieses Kind zur Welt zu bringen. Wir helfen dir. Wir stehen dir bei. Wir finden Lösungen. Anstatt Kinder wegmachen zu lassen, sollten wir die Stärke in den Frauen hervorrufen, sich dieser Herausforderung zu stellen und Alternativen zur Abtreibung vorstellen.

Die Frage, die nun im Raum steht, ist diese: wie reagieren Christen, denen das Leben heilig ist? Reagieren wir mit Scham, Beschimpfung, Arroganz? Oder mit der Liebe Jesu, die Sünder und Verlorene an sein Herz gezogen hat? Denn oftmals ist das hochmütige Verhalten der Christen gegenüber den Frauen, die abgetrieben haben oder vor der Entscheidung stehen, genauso schlimm, wie das gleichgültige Schweigen. Wir müssen einen Weg finden, leidenschaftlich für das ungeborene Leben zu kämpfen, ohne die Frauen, die das Leben in sich tragen, zu beschämen.

Was können wir also tun? Wir können beten. Wir können geben. Wir können reden. Wir können zuhören. Wir alle können etwas tun, dass die große Lüge unserer Zeit, dass Abtreibung ein Recht und eine Lösung ist, ein für allemal entlarvt wird.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Die große Täuschung
  2. Hoffnung schlägt Optimismus
  3. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  4. Freu dich, Gott liebt dich
  5. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  6. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  7. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
  8. Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“
  9. Lächle einen Menschen an, der dich nervt!
  10. Die mächtige Realität des himmlischen Shalom






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  15. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz