Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  2. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  3. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  4. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  5. Die Welt heilen
  6. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  7. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  8. Vier ganz konkrete Wege, wie die Menschen, heute, Gott begegnen können!
  9. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  10. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  11. Weinhostien für das evangelische Abendmahl in Zeiten von Corona
  12. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  13. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 
  14. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  15. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion

Große Mehrheit für Ende des Abtreibungsverbots in Irland

28. Mai 2018 in Prolife, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zwei Drittel stimmen für Streichung des achten Verfassungszusatzes, auf dem ein strenges Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen fußte - Lebensschützer: "Tragödie von historischem Ausmaß"


Dublin (kath.net/KAP) In Irland hat eine deutliche Mehrheit für eine Abschaffung des seit 1983 in der Verfassung festgeschriebene Abtreibungsverbots gestimmt. Laut dem offiziellen Endergebnis nach Auszählung aller 40 Wahlkreise stimmten 66,4 Prozent der Iren für eine Streichung des achten Verfassungszusatzes, der das Lebensrecht des ungeborenen Kindes mit dem der Mutter gleichstellt. 33,6 Prozent votierten gegen eine Verfassungsänderung und für eine Beibehaltung des Status quo. Die Wahlbeteiligung lag offiziellen Angaben zufolge bei 64,1 Prozent. Mehr als drei Millionen Iren hatten sich für die Abstimmung registrieren lassen.

Laut Wahltagsbefragungen sprachen sich vor allem junge Menschen für eine Änderung der Gesetzeslage aus. In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen stimmten demnach weit über 80 Prozent für die Streichung des Verfassungszusatzes, eine Mehrheit der über 65-jährigen hingegen dagegen.


Die Regierung von Ministerpräsident Leo Varadkar kündigte an, bis Ende des Jahres ein neues Abtreibungsgesetz verabschieden zu wollen, wonach Schwangerschaftsabbrüche bis zur zwölften Woche legal sind. Danach sollen Abtreibungen aus medizinischen Gründen bis zu einer Frist - diskutiert wurde die 24. Schwangerschaftswoche - erlaubt sein.

In einer ersten Reaktion twitterte Varadkar: "Es sieht so aus, als würden wir Geschichte schreiben." Varadkar hatte sich im Vorfeld des Referendums für eine Verfassungsänderung eingesetzt. "Was wir heute erleben, ist der Höhepunkt einer stillen Revolution, die Irland in den vergangenen 10 bis 20 Jahren durchgemacht hat", sagte er dem Sender RTE.

Von einem "traurigen Tag für Irland" sprachen hingegen die Gegner der Verfassungsänderung. Der Sprecher der Kampagne "Save the 8th", John McGuirk, beschrieb das Ergebnis nach Angaben der Zeitung "Irish Catholic" als "Tragödie von historischem Ausmaß". Abtreibung bleibe falsch, ein "Unrecht wird nicht richtig, nur weil eine Mehrheit es unterstützt", wurde er zitiert. Der nun gekippte Verfassungszusatz habe das Recht auf Leben für ungeborene Kinder nicht erst geschaffen, sondern "lediglich anerkannt, dass ein solches Recht existiert, immer existiert hat und immer existieren wird", so McGuirk.

Eine weitere Wortführerin der "Nein"-Kampagne, Ruth Cullen, kündigte an, den Einsatz für den Lebensschutz fortzusetzen. Insbesondere werde man Regierungschef Varadkar an sein Versprechen erinnern, trotz der Abschaffung des Verfassungsverbots eine restriktive gesetzliche Regelung zu schaffen, die Zahl der Abtreibungen möglichst gering halte. "Er gab sein Wort, jetzt muss er es halten", so Cullen laut "Irish Catholic". Viele Menschen hätten auf Basis der diesbezüglichen Versprechen des Taoiseach für die Aufhebung gestimmt.

Irland hat bislang eines der strengsten Abtreibungsgesetze der Welt. Ein Schwangerschaftsabbruch ist auch nach einer Vergewaltigung, Inzest oder bei einer schweren Missbildung des Fötus nicht erlaubt. Seit 2014 sind Schwangerschaftsabbrüche erlaubt, wenn das Leben der Mutter bedroht ist.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 benedetto05 30. Mai 2018 
 

Fragen zum Missbrauchsskandal in der Kirche Irlands (Fortsetz.)

@carl eugen
Das sollte man bei der Analyse des Todesreferendums berück-
sichtigen.


0

0
 
 benedetto05 29. Mai 2018 
 

Fragen zum Missbrauchsskandal in der Kirche Irlands

@carl eugen
Verehrter Mituser, Sie haben von dem Missbrauchsskandal in der irischen Kirche offensichtlich viele Details im Gedächtnis behalten. Ich habe das damals nicht so genau verfolgt, weiß aber noch, dass BXVI. noch Papst war (als alles aufflog) und er auch einen Brief an die irischen Bischöfe geschrieben hat. Es gab wohl auch eklatante Vertuschungsskandale, die lange Zeit verhindert haben, dass den armen Missbrauchsopfern Gerechtigkeit zuteil werden konnte.

Meine Frage: War es denn tatsächlich so massenhaft und
flächendeckend, dass man wirklich die Kirche als Institu-
tion so anklagen musste, wie es geschehen ist. Dass schon
die Sünde nur eines einzelnen der ganzen Gemeinschaft schadet, ist mir schon klar. Mir ist auch klar, dass
durch sie die Liebe u. Barmherzigkeit Gottes dermaßen verdunkelt wird, dass viele Menschen diese in der Kirche
nicht mehr erkennen können. Die Untersuchungen in
Deutschland ergaben, dass nur ein kleiner Teil der
Priester Kinder missbraucht hatte.


0

0
 
 Rolando 29. Mai 2018 
 

Uwe Lay

Die Ungeborenen getöteten Kinder sind nicht vom Himmel ausgeschlossen, man kann sie stellvertretend taufen, sie haben aber auch die Bluttaufe wie z. B. Martyrer empfangen. Sie können sich ja nicht bewusst gegen Gott entscheiden. Vielleicht äußert sich Monsignore Schlegl noch dazu, er kann da besser Auskunft geben, aber einen Ausschluss vom Himmel kann ich mir für diese Kleinen nicht vorstellen.


2

0
 
 Uwe Lay 28. Mai 2018 
 

Satan siegte

Edgar A. Poe beschrieb einmal, wie die sicherste Weise einen Brief so zu verstecken, daß die Sucher den versteckten nicht finden, die ist, ihn nicht zu verstecken: Im unversteckten vermutet niemand den verteckten.
Seit es praktizerende Satanisten gibt, hält sich das Gerücht, daß sie in geheimen schwarzen Messen Kinder Satan opfern, nur fand sich nie ein Beweis für diese versteckten Kindermorde. Wozu auch, denn die Kinder werden ganz öffentlich ohne jede Verbergung getötet in Form der Abtreibung. Das ist der große Triumpf des Teufels, daß er durch die Ideologie des Feminismus nun sich seine Kinderopfer holt, die ungetauft getötet so er der ewigen Anschauung Gottes beraubt!
Uwe C. Lay Pro Theol Blogspot


1

0
 
 leibniz 28. Mai 2018 
 

@Karl Eugen, hervorragend analysiert!
Und der Zustand der Kirche im übrigen Europa ist nicht besser!


2

0
 
 carl eugen 28. Mai 2018 

Ein schwarzer Tag für das ungeborene Leben.

Man muss der Kirche in Irland aber klipp und klar eine Mitschuld an dieser Tragödie geben. Das Verhalten von Kardinälen, Bischöfen, Priestern, Mönchen, ja selbst Nonnen war in Irland abscheulich. Die Kirche hatte eine solche Machtvollkommenheit, dass ihre führenden Vertreter das schamlos ausgenutzt haben. Prasserei, psychische und physische Gewalt, Missbrauch und Vergewaltigung. Die Liste kann man unendlich weiterführen. Das abscheuliche Verhalten der Kirchenoberen ist an führender Stelle mitverantwortlich, dass unschuldiges Leben in Irland jetzt zum Abschuss freigegeben ist.
Die Menschen, die für die Abtreibung gestimmt haben, haben damit die Kirche und ihre Machtvollkommenheit brechen wollen.
Die Leidtragenden dieses Konflikts sind die unschuldigen Kinder.


3

0
 
 Stephaninus 28. Mai 2018 
 

Irland ist ein Symbol

des Zeitgeistes (innerhalb von wenigen Jahren ein kompletter Umbau der Werte) und verdeutlicht die Auflösung des Christlichen in Westeuropa. Seien wir gewarnt. Die Euphorie, mit der die veröffentlichte Meinung in Europa diesen feiert, ist verräterisch.


6

0
 
 Adamo 28. Mai 2018 
 

Irland schafft sich tatsächlich ab.

Die Unternehmer jammern, dass sie keine Nachwuchskräfte mehr bekommen und Jasager: Sie sangen, jubelten und tanzten! Der Satan als Vater der Lüge triumphiert! Das Übel kommt als das Gute daher und zeiht das Gute und Wahre der Lüge.


4

0
 
 remigius66 28. Mai 2018 
 

Ein falscher Sieg 2

Irlands Abtreibungssieg ist ein Trauersieg für alle Menschen, die das Leben lieben und mit ansehen müssen, wie Abtreibung durch solche Initiativen in fast ganz Europa gnadenlos und full mainstreamlike durchgeboxt werden. Europa scheint seine Kinder zu hassen. Das ist die Tragödie. Niemand hat ein Recht über das Leben anderer, niemand.


4

0
 
 remigius66 28. Mai 2018 
 

Falscher Sieg

Für den Jubel über den Sieg der Abtreibungsbefürworter Irlands, wie ihn viele Medien und ihre Poster bekunden, habe ich kein Verständnis. Es ist ein falscher Sieg. Zunächst ein Sieg für den irischen Premierminister und die von ihm massivst geförderte Kampagne zur Erleichterung der Abtreibung im (ehemals) katholischen Irland: er ist so etwas, wie eine gewollte oder ungewollte Volksbestätigung seiner eigenen Unfähigkeit, etwas zum Fortbestand der Iren beizutragen. Massivst ferner die Unterstützung seitens fast aller irischer Medien. Millionen Manipulationsgelder zugunsten der Tötung vorgeburtlichen Lebens wurden und werden eingesetzt. UNO und EU üben seit Jahren Druck auf IRL aus. Irische Abtreibungsgegner, so tapfer sie auch gekämpft haben, hatten keine Chance ihren Standpunkt endwirksam einzubringen. Insofern ist dieser traurige Sieg all derer, die es für akzeptabel halten, dass eine Frau das Kind in ihrem Leib nicht haben und es der Entsorgung übergeben will, ein schlechter Sieg.


3

0
 
 Hl. Fidelis v. Sigmaringen 28. Mai 2018 

Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison.
Hl. Patrick, bitte für deine Landsleute!
Hl. Gallus, bitte für Irland!


4

0
 
 Stanie 28. Mai 2018 
 

Im Grunde keine Mehrheit

Wenn man die Zahlen genauer betrachtet, dann ergibt bzw. ergab sich KEINE Mehrheit für Abtreibuung in Irland. 36% der Wähler boykottierten dieses unmoralische Referendum und von den 64%, die sich daran beteiligten, sprachen sich 1/3 gegen Abtreibung aus. Also, "nur" 44% der Iren stimmten dezidiert für die Möglichkeit der Abtreibung, und 56% aber nicht.


2

0
 
 Ehrmann 28. Mai 2018 

"die Iren"? Auffallend ist die 1:1 Übereinstimmung der Zahlen mit dem EU-Referendum Österreichs!

Obwohl damals eine große Mehrheit derer, die ich befragt habe, dagegen war,hat Österreich zur EU Ja gesagt- mit 66 zu 33%! Nur in einem Wahlsprengel genau umgekehrt!!. Als dann die EU-Gegner eine Überprüfung der Wahl forderten, kam die Antwort, es sei keine Wahl gewesen, sondern ein Referendum, daher kein Einspruch möglich - die Stimmzettel wurden sofort vernichtet. Ein Vergleich mit dem jetzigen Ergebnis in Irland drängt sich auf. Ich denke, der Organhandel wird bald blühen, denn es ist eine Schleuse geöffnet, die ALLE Gesetze möglich macht.
Weiß jemand, welcher Sprengel in Irland dagegen war?


2

0
 
 Maria_Jesus 28. Mai 2018 
 

Daran sind die hauptamtlichen "Würdenträger" der katholischen Kirche schuld

... die seit Jahrzehnten von einem Skandal zum nächsten Stolpern und trotzdem nur daran denken sich in Vordergrund zu stellen und vergessen das es nur einen gibt der im Vordergrund zu stehen hat: Jesus

Denn das ist eine wesentliceh Ursache!


2

0
 
 st.michael 28. Mai 2018 
 

Satan siegt - in dieser Welt !

Die satanisch, freimaurerischen Kraefte haben wieder einen Etappensieg errungen denn das Ziel wurde seit Jahrzehnten doktrinell hochintensiv bearbeitet.
Leute wie Soros, Gates etc. haben Millionen gespendet, um die Abtreibung dort zu legalisieren.
Wichtig war, es musste ein Katholisches Land sein, um der verhassten Kirche doppelt eins auszuwischen.
Das ist nun gelungen, die Iren feiern (was eigentlich)
Die Hoelle auf Erden haben ab jetzt die Frauen zu tragen, die nach einer Abtreibung in psychische Depression verfallen.
Aber wen interessiert das schon.


6

0
 
 sartone 28. Mai 2018 
 

Es ist vor allem der Feminismus, der sich in Irland durchgesetzt hat. Natürlich sind die ganzen Taufschein-Katholiken nicht wirklich katholisch (man kann bezweifeln, ob sie nicht bereits deutlich atheistisch sind), aber gerade diese Ideologie ist es ja, die Abtreibung so vehement als "Menschenrecht" und zur "Befreiung der Frau" fordert.
Und, wie ich hier in einem anderen Artikel gelesen habe, sind es NICHT die ("bösen") Männer, die den Frauen suggerieren, dass dies der richtige Weg sei. Es sind die feministischen Frauen selbst, die ihre satanische Ideologie durchsetzen und verfechten und damit dem bösen Feind in die Hände spielen und zu seinen Werkzeugen werden, und das sogar noch bewusst und bereitwillig. Wer tanzt denn da auf den Straßen? Die Homosexualisten und Feministen. Oder, um es politisch korrekt zu sagen: Homosexualistinnen und Feministinnen.
Es wird aber erst noch schlimmer werden müssen, ehe es einen Knall gibt, und wieder ein Umdenken beginnt. Schande über dich, Irland.


3

0
 
 nada te turbe 28. Mai 2018 
 

Eine von langer Hand geplante Tragödie

Irland wurde seit Jahren "weichgekocht".
Ebenso wie vorher der gesamte Westen.

Medien und Stars,
erschütternde Geschichten, die Angst vor dem Leben machen sollen, aktive Bekämpfung des Glaubens,
alles wurde und wird aufgeboten, um die Agenda des Todes und der Lüge durchzusetzen.

Viele kleine Schritte --- Richtung Abgrund.

Der Widersacher und seine Helfershelfer sind enorm raffiniert.

Doch wir können SOFORT und JETZT etwas tun, um der Wahrheit zu ihrem Recht zu verhelfen!

Beten, informieren und tätig werden!

https://www.dvck.org/

https://www.1000plus.net/

https://www.alfa-ev.de/


6

0
 
 Stanie 28. Mai 2018 
 

Volkspsychologie

Die Iren haben eine lange Verfolgungs- und Unterdrückungsgeschichte durch, nicht Die Engländer, sondern durch Engländer erfahren. Sogar die englische Sprache mußten sie akzeptieren. Noch heute ist es so, daß viele Iren einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber ihren Inselnachbarn haben. Aus englischer, anglikanischer Sicht waren/sind die Iren rückständig und altbacken insbesondere weil sie katholisch sind.
Seit Irland ab den 70er Jahren zur EU gehört, will es aus dieser, wie viele dort meinen, Rückständigkeit herauskommen. Denn viele Iren haben sich das nach wie vor bestehende Vorurteil von Engländern ihnen gegenüber ein Stück weit zu eigen gemacht- und wollen so "modern" sein wie ihre einstigen Unterdrücker, wo Abtreibung ja schon lange erlaubt ist.


2

0
 
 GKC 28. Mai 2018 
 

Shame on you, Ireland!


2

0
 
 Slomo 28. Mai 2018 
 

die irische Kirche

trägt einen großen Teil der Verantwortung durch die Skandale der letzten Jahre wenn der Erzbischof von Dublin heute über die "Gleichgültigkeit" gegenüber der Kirche klagt ,laut Tiroler Tageszeitung, ist das wohl das positivste was die Irische Kirche erwarten kann


6

0
 
 Stephaninus 28. Mai 2018 
 

@ krak @alle

Lieber Krak
Ihr Kommentar trifft den Nagel wirklich auf den Kopf.
@alle
Leider wurde und wird in Irland, lange ökonomischer Paria Westeuropas, die Modernisierung seit Jahren mit der Abwendung von der katholischen Moral gleichgesetzt. Am Schluss wird Irland aber seine einzigartige Seele verlieren...ein sehr hoher Preis. Unglücklicherweise kam diesem Prozess das zu Tage getretene Versagen der Kirche (Stichwort: Missbrauch) zu Hilfe. Das wirkte wie ein Brandbeschleuniger. Dass man zu einem derartigen Abstimmungserfolg auf der Strasse tanzt, ist für mich fast ein Bild von biblischer Aussagekraft. Ich hoffe auf unseren Hl. Vater. Er nimmt in Sachen Lebensschutz kein Blatt vor den Mund. Ich denke, er wird bei seinem Irlandbesuch mit den Politikern Klartext sprechen.
Gleichzeitig sind gerade mitteleuropäische Länder (insbeso. Polen) beim Lebensschutz vorwärts gegangen. Es gibt also durchaus auch Hoffnung. Irland setzte ich auf meiner Reiseliste nach hinten.


7

0
 
 Zeitzeuge 28. Mai 2018 
 

Auch in Irland überwiegen "Taufscheinkatholiken",

das Abstimmungserg. ist ein trauriges Kz. des moralischen Verfalls in diesem früher kath. Land, der mit dem EU-Beitritt einsetzte und von einem eher liberalen Klerus nicht aufgehalten wurde,analog Deutschland!

Bzgl. der schrecklichen Missbrauchsfälle als weitere Begründung waren unsere Vorfahren offenbar religiös gebildeter, in dem sie klar unterscheiden konnten zwischen der hl. Kirche mit dem Herrn Jesus Christus als Haupt und schlechten, unwürdigen Priestern etc.!

Obwohl nämlich Goebbels die gesamte Presse anläßlich der Sittlichkeitsprozesse gegen kath. Geistliche u. Ordensbrüder mobilisierte mußte er lt. Spiegel vom 11.10.71 erkennen, ich zitiere, "daß sein Grimm ebenso ohnmächtig blieb wie sein Propganda-Wirbel: Das Kirchenvolk wandte sich keineswegs von seinen Hirten ab. Nie waren die Gotteshäuser voller und die Prozessionen länger gewesen."

Artikel: Sumpf und Sitte als Rezension
des Buches v. H.G. Hockertz:

Die Sittlichkeitsprozesse geg. kath. Ordensangeh.u.Priester 1936/37


5

0
 
 julifix 28. Mai 2018 

@ krak des chevaliers

Kann ich nur zustimmen! Die Kirche, bzw. viele unserer Hirten haben sich seit vielen Jahren nicht getraut, auch auf die Gefahr hin, sich den Wölfen zu stellen und "Prügel" zu kassieren, massiv echte Aufklärung über Abtreibung, Pille etc. zu betreiben. Die Mißbrauchsskandale und deren schlechter Aufarbeitung haben das ihre getan.
Nach der unseeligen Nazizeit wurde laut gerufen "nie wieder" - und heute? Es ist schlimmer den je - wir vernichten unsere Kinder schon im Mutterleib in Massen, anstatt den Müttern zu helfen und den Männern Verantwortung einzubläuen.
Als nächstes kommen die Alten dran.
GOTT STEH UNS BEI!!!


7

0
 
 MSM 28. Mai 2018 
 

Gottes Gerechtigkeit

Ich denke, der Arm der Gerechtigkeit Gottes wird sich nicht mehr sehr lange zurückhalten lassen und in Kürze in einer nie dagewesenen Wucht auf diese Menschheit niederfahren. Die Bilder aus Irland sind so bezeichnend.
Tanzende und lachende Menschen auf den Straßen, die sich darüber freuen, ihre eigenen Kinder töten zu dürfen - kann die Menschheit noch tiefer sinken???
Der Mensch ist zu einer selbstzerstörerischen Kreatur verkommen, die in nicht wenigen Fällen noch unterhalb der Tiere anzusiedeln ist. Die ganze Erde ist getränkt vom Blut unserer Kinder. Ich denke, sie ist bald bereit, den zu empfangen, nach dem sie verlangt - den Mann der Gesetzlosigkeit.


6

0
 
 Stanley 28. Mai 2018 
 

War Abtreibung in Irland bislang wirklich verboten?

Gemäß verschiedener Nachrichten war es in Irland bisher gesetzlich legal, eine Abtreibung in England durchführen zu lassen.
Gesetzlich verboten und unter Strafe gestellt war Abtreibung nur, wenn diese in Irland durchgeführt wurde.
Diese Logik verstehe ich nicht.
Auch verstehe ich die (angebliche) Zurückhaltung der katholischen Bischöfe im Vorfeld der Abstimmung nicht: Laut II. Vatikanischem Konzil ist Abtreibung ein "verabscheuungswürdiges Verbrechen".
Das Kirchenrecht sieht für die unmittelbare und mittelbare Beteiligung und/oder Begünstigung die automatische Exkommunikation vor.
Jetzt ist der Papst gefordert. Er müsste unter den Katholiken Irlands für (Kirchen-)Rechtsklarheit sorgen und die Exkommunikation aller Katholiken feststellen, die für die Abtreibung in Irland gestimmt haben.
Dieselbe Klarstellung des Papstes ist auch für Donum Vitae in Deutschland längst überfällig.
Schließlich hat sich jeder Katholik zur Annahme des Kirchenrechts und der Kirchenlehre verpflichtet!


11

0
 
  28. Mai 2018 
 

Irland schafft sich ab

Ein weiteres europäisches Kulturvolk stimmt für den eigenen Untergang. Aber die Kirche ist nicht unschuldig an dieser Entwicklung. Durch die unseligen Missbrauchsskandale hat sie sich um Ruf und Autorität gebracht.


13

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irland

  1. Irischer Minister will ‚Geschlechtsänderung’ für Jugendliche vereinfachen
  2. Irland: 6.666 Abtreibungen im ersten Jahr nach Legalisierung
  3. Irland: Rückkehr der Messsteine in der Corona-Krise?
  4. Hl. Patrick von Irland hat Kraft in der Einsamkeit gefunden
  5. Viele irische Ärzte verweigern Mitwirkung bei Abtreibung
  6. Kein Sexskandal: Irische Zeitungen müssen um Entschuldigung bitten
  7. Irische Lebensschutzpartei gewinnt ersten Sitz
  8. Irland: Bericht stellt Kreuze in katholischen Krankenhäusern in Frage
  9. Irischer Priester verweigert Pro-Abtreibungs-Politiker Kommunion
  10. McAleese behauptete: Johannes Paul II. wollte mir nicht die Hand geben








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  4. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  5. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  6. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  7. Neues kath.net-Kult-T-Shirt: Crux Sacra Sit Mihi Lux
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  10. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  11. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  12. EKD-Kopf Bedford-Strohm kündigt Kurswechel an - „Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch“
  13. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  14. Prominenter US-Priester verteidigt seine offene Unterstützung für Trump
  15. Brandanschlag auf Kathedrale in Managua

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz