Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  3. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Voll in die Falle getappt
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  12. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  15. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung

Kardinal Bertone äußert sich zu umstrittenem Appartement

18. März 2018 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Einer jener Dornen, die noch immer stechen."


Rom (kath.net/ KAP)
Der emeritierte Kurienkardinal Tarcisio Bertone hat sich erstmals ausführlicher zu seiner umstrittenen Wohnung im Vatikan geäußert. Wenn er in den Medien lese: "Kardinal Bertone, der mit dem 700-Quadratmeter-Appartement", sei das "einer jener Dornen, die noch immer stechen", schreibt er in einem Buch mit Lebenserinnerungen, das am Donnerstag in Italien erschienen ist. Wenn er manchmal "als korrupter Machtmensch, der ohne Skrupel im Wohlstand lebe und ein Leben voller Intrigen führe" beschrieben werde, sei das "meilenweit von der Wahrheit entfernt". Der Bezug der Wohnung sei von Beginn an mit Papst Franziskus abgesprochen gewesen.

Im Oktober war im Vatikan ein Prozess zu Ende gegangen, in dem zwei Mitarbeiter der Stiftung des vatikanischen Kinderkrankenhauses "Bambino Gesu" wegen Unterschlagung angeklagt waren. Mit dem Geld war die Renovierung von Bertones Wohnung teilweise finanziert worden. Im Gegenzug sollte der Kardinal dort Wohltäter für die Stiftung gewinnen und bewirten. Für die Renovierung der 300- bis 400-Quadratmeter-Wohnung hatten Bertone selbst 300.000 und die Stiftung 422.000 Euro gezahlt.


In seinem Buch schreibt Bertone, er habe sich, nachdem er seine Dienstwohnung als Kardinalstaatssekretär seinem Nachfolger, Kardinal Pietro Parolin, überlassen musste, im Vatikan nach einer Unterkunft umgesehen, die denen seiner Vorgänger entspreche. So habe er von den beiden Wohnungen in der dritten Etage des "Palazzo San Carlo" neben dem Gästehaus Santa Marta erfahren.

Da die Wohnungen in einem schlechten Zustand gewesen seien, habe er sie renovieren und miteinander verbinden lassen. Dies habe ihm persönlich und auch der Schwesterngemeinschaft, die ihm den Haushalt führe, eine Wohnung ermöglicht. Zusätzlich biete das Appartement Platz für Büro, Bibliothek und Kapelle. In alten Wohngebäuden innerhalb wie außerhalb des Vatikans sei eine solche Unterkunft für Kardinäle und andere Prälaten völlig üblich.

Darüber habe er auch mehrmals mit dem Papst gesprochen. Franziskus habe ihm sogar Vorschläge gemacht: Eine erste Alternative, nur eine Wohnung zu nehmen und auf einer Terrasse etwas anzubauen, hätte - so habe der Papst ihm gesagt - den Eindruck erweckt, Bertone baue ein neues Gebäude. Also habe man sich für die Zusammenlegung der Wohnungen im Inneren entschieden.

In dem Buch "I miei Papi" (Meine Päpste) beschreibt Kardinal Bertone (83) Erinnerungen an die Päpste seiner Lebenszeit, von Pius XII. (1939-1958) bis zu Franziskus.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: (C) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bertone

  1. Papst macht für Bertone Ausnahme von Altersgrenze an der Kurie
  2. Bertone wehrt sich gegen Berichte über Luxus-Appartement
  3. Zeitung: Luxus-Wohnung für Kardinal Bertone im Vatikan
  4. "Rücktritt" Bertones aus Enttäuschung?
  5. Die Lehre Benedikts XVI. für die Kirche
  6. Religionsfreiheit geht über das Recht auf Religionsausübung hinaus
  7. 'Der Papst handelt, die Staaten nicht'
  8. Vatikan: Benedikt XVI. bestätigt Bertone im Amt
  9. 'Mit der protestantischen Welt gibt es mehr Schwierigkeiten'
  10. Bischöfe sollen furchtlos und mutig sein - bis zur Hingabe des Lebens






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  8. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  9. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  10. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  11. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  12. Die große Täuschung
  13. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  14. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  15. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz