Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Umgang mit Missbrauchsfall - Bietet Marx dem Papst den Rücktritt an?
  2. "Einen Schritt in Richtung Schisma"
  3. Segnen geht anders
  4. Hochkarätige Vatikan-Tagung mit Impfstoff-Produzenten beginnt
  5. Kfd ruft zum Predigerinnentag auf und beruft sich auf „Apostelin Junia“
  6. Musterbrief 'Sehr geehrter Herr Bischof!' – Missbrauch der Liturgie, zerstört Frieden in der Kirche
  7. Vatikan für Zurückhaltung in US-Debatte um Kommunionempfang
  8. Die Krise: ein Weckruf an die Menschheit
  9. Warum sollte Bischofskonferenz die Kompetenz haben, die der Glaubenskongregation abgesprochen wird?
  10. Kirche ist kein Wunschkonzert
  11. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  12. "Bischof" darf nicht zum Schimpfwort werden!
  13. Heiligenkreuz: Konflikt um Kirchenhistoriker Schachenmayr
  14. Was steckt eigentlich hinter dem ›Gender-Sternchen‹?
  15. China: Kein Zugang mehr zu Bibel-Apps und christlichen WeChat-Accounts

Theologieprofessor Peter Stuhlmacher kritisiert Nein zur Judenmission

3. Dezember 2016 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Volkskirche verleugnet ihre Identität, um gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen.


Tübingen (kath.net/ idea)
Scharfe Kritik am Nein zur Judenmission der EKD-Synode hat der Theologieprofessor Peter Stuhlmacher (Tübingen) geübt. Das Kirchenparlament hatte am 9. November einstimmig eine entsprechende Kundgebung verabschiedet. Darin heißt es, Christen seien ungeachtet ihrer Sendung in die Welt nicht berufen, Israel davon zu überzeugen, dass der Weg zu Gottes Heil nur über den Juden Jesus Christus führe: „Alle Bemühungen, Juden zum Religionswechsel zu bewegen, widersprechen dem Bekenntnis zur Treue Gottes und der Erwählung Israels.“

Stuhlmacher äußerte sich bei der Verleihung des Johann-Tobias-Beck-Preises des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT) in Tübingen an die Schweizer Pfarrerin und Privatdozentin Hanna Stettler. Wie er in seiner Laudatio sagte, hat die EKD-Synode pünktlich zu Beginn des 500-jährigen Reformationsjubiläums „öffentlich unter Beweis gestellt, dass unsere evangelische Kirche den reformatorischen Grundsatz sola sciptura (allein die Schrift) preisgibt, wenn es um Konformität mit dem kulturpolitischen Mainstream geht“.


Synode hat den Missionsauftrag Jesu außer Kraft gesetzt

Einstimmig habe das Kirchenparlament den Missionsauftrag Jesu, „alle Völker der Welt mit Einschluss Israels zu Jesusjüngern zu machen (Matthäus 28,16-20), mitsamt dem auf das sogenannte Apostelkonzil zurückgehenden Grundsatz des Apostels Paulus außer Kraft gesetzt, das Evangelium gelte zuerst den Juden und zusätzlich auch den Griechen (Römer 1,16)“. Die Synode habe stattdessen „reichlich anmaßend“ erklärt, dass beides für „Christen“ nicht mehr gelte. „Die zahlreichen Beschlüsse von Landessynoden, gleichgeschlechtliche Partnerschaften kirchlich zu segnen, zeigen zusätzlich, dass unsere Volkskirche durchaus bereit ist, ihre eigene Identität zu verleugnen, wenn es um ihre gesellschaftliche Akzeptanz geht“, sagte Stuhlmacher.

Der gebürtige Leipziger lehrte von 1972 bis zu seiner Emeritierung 1997 an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Durch seine Forschungen über den Apostel Paulus erwarb er internationales Ansehen. Gemeinsam mit dem württembergischen Altlandesbischof Theo Sorg (Blaubeuren bei Ulm) veröffentlichte er den Band „Das Wort vom Kreuz“, in dem die Kritik feministischer Theologen am Opfer- und Sühnegedanken des Todes von Jesus Christus zurückgewiesen wird. Teile der evangelikalen Bewegung hatten den Beschluss der EKD-Synode gegen die Judenmission zuvor bereits kritisiert, darunter das Netzwerk „Evangelium 21“ und Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel). Er ist Gründer des „Netzwerks Bibel und Bekenntnis“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 hortensius 3. Dezember 2016 
 

Der Missionsbefehl gilt immer!

Auch wenn der Missionsbefehl nicht immer und nicht überall wahrgenommen werden kann, behält er seine grundsätzliche Gültigkeit. Eine prinzipielle Ablehnung des Missionsbefehls ist auch eine Abkehr von der Schrift. Die EKD hat sich ja auch in der Gender-Frage von der Schrift abgewandt und sie wird das noch öfter tun, wenn es der Gesellschaft entgegenkommt. Zur Zeit bemüht sich sogar Papst Franziskus, sich von der biblischen Begründung der katholischen Ehe-Lehre zu entfernen. Wenn ein Irrweg ökumenisch oder gesellschaftlich garniert wird, ist der Irrweg immer noch nicht richtig.


10

0
 
 Veritasvincit 3. Dezember 2016 

Religion: Ideologie oder Beziehung zu Gott?

EKD-Synode: „Alle Bemühungen, Juden zum Religionswechsel zu bewegen, widersprechen dem Bekenntnis zur Treue Gottes und der Erwählung Israels.“

Mit dieser Aussage übernimmt die Evangelische Kirche in Deutschland die Auffassung vieler Juden, dass die Annahme der Taufe eine Verleugnung des jüdischen Glaubens sei. Es ist aber eine Ablehnung des jüdischen Unglaubens. Ein konvertierter Jude bleibt ein Nachkomme Abrahams und behält dessen Glauben an Gott. Warum verneint die evangelische "Kirche" solche Selbstverständlichkeit?


10

0
 
 Ulrich Motte 3. Dezember 2016 
 

Der zuständige Kurien-Kardinal

lehnte ("organisierte") Judenmission schon vor Jahren ab.


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  2. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  3. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  4. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  5. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  6. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  7. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  8. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“
  9. Ehe für alle – „Hier bietet man für Ungleiches die gleiche Lösung an“
  10. Evangelische Kirchengemeinde versteigert Gottesdienstthema auf ebay








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie eine ROMREISE!
  2. "Einen Schritt in Richtung Schisma"
  3. Umgang mit Missbrauchsfall - Bietet Marx dem Papst den Rücktritt an?
  4. Musterbrief 'Sehr geehrter Herr Bischof!' – Missbrauch der Liturgie, zerstört Frieden in der Kirche
  5. Segnen geht anders
  6. Osterspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre Hilfe!
  7. Wenn der Fatima-Tag auf Christi Himmelfahrt fällt
  8. Heiligenkreuz: Konflikt um Kirchenhistoriker Schachenmayr
  9. Maria 1.0 ruft deutsche Bischöfe zur Einheit mit Rom auf
  10. "Kraft apostolischer Vollmacht errichte ich den laikalen Dienst des Katecheten"
  11. Kfd ruft zum Predigerinnentag auf und beruft sich auf „Apostelin Junia“
  12. Priesterweihen mit Erzbischof Gänswein und Kardinal Koch
  13. Was steckt eigentlich hinter dem ›Gender-Sternchen‹?
  14. Franziskus von "konservativen Kräften" gefangen?
  15. Hochkarätige Vatikan-Tagung mit Impfstoff-Produzenten beginnt

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz