Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  12. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken

George Weigel: ‚Die deutsche Krise der katholischen Kirche’

22. Mai 2015 in Deutschland, 22 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Krise der Kirche in Deutschland sei eine Glaubenskrise. Trotzdem würden die deutschen Bischöfe ihr Modell der Vereinfachung des Glaubens weltweit auf der Bischofssynode propagieren wollen, schreibt Papstbiograph George Weigel.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Die katholische Kirche ist in Deutschland in der Krise: Die Kirchen sind leer, die Ansichten der Getauften zu Ehe, Familie, Sexualmoral und Glück unterscheiden sich kaum noch von denen der Nichtchristen, schreibt der bekannte Papstbiograph und katholische Autor George Weigel.

Die Ursache sieht Weigel in einer Glaubenskrise. Die „deutschen Katholiken haben Jesus Christus und sein Evangelium nicht mit Leidenschaft, Überzeugung und Freude angenommen, sondern suchen ihr Glück anderswo“, schreibt er wörtlich in einem Artikel für die Online-Ausgabe des Magazins First Things.


Um diesen Punkt zu illustrieren erzählt Weigel von einer Begegnung mit Karl Kardinal Lehmann im Oktober 2001. Lehmann war damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Am Ende des Gesprächs überreichte ihm der Kardinal ein von ihm verfasstes Buch mit dem Titel „Es ist Zeit, an Gott zu denken“. Es sei ihm bewusst, dass der Titel eine Herausforderung an den herrschenden Säkularismus war, er sei aber dennoch überrascht gewesen. Wovon sonst hätten dieser hervorragende Gelehrte und seine Kollegen in den höheren Rängen der deutschen Theologie gesprochen, fragt sich Weigel.

Die Antwort sei, kurz gefasst, folgende, fährt der Autor fort: Die deutsche Theologie hätte sich zu viel mit dem „Sprechen über das Sprechen von Gott“ beschäftigt und zu wenig mit Gott selbst. Dies habe zu einem Subjektivismus geführt, der hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt sei und aus dem es schwer sei, wieder herauszukommen, wenn der Herr ruft: „Komm und folge mir nach“.

Trotz der nicht sehr erfreulichen Situation möchten die deutschen Bischöfe ihr Modell der Simplifizierung von Lehre und Pastoral weltweit propagieren, wie man dem Vorbereitungsdokument für die ordentliche Bischofssynode im Herbst entnehmen könne, schreibt Weigel weiter. Dies sei „bemerkenswert“ und werde bei der Synode sicher auch bemerkt werden, wenn auch anders als die deutschen Bischöfe sich dies erhoffen würden, schreibt Weigel.


Link zum Artikel von George Weigel auf First Things (englisch):
The Catholic Church’s German Crisis


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  4. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  5. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  8. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  9. Meinungsfreiheit auf katholisch
  10. Die Jugend von heute, die neue Generation Alpha, „sucht Sinn, Rituale und Spiritualität“






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  15. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz