Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  3. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  4. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  13. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

Weltkirchenrat fordert entschlossenes Vorgehen gegen IS

4. September 2014 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Die aggressiven militärischen Fähigkeiten von IS zu neutralisieren und ihre vergiftende Ideologie zu entwurzeln, sollte von höchster Bedeutung für die internationale Gemeinschaft sein“ - Sondertribunal für Verbrechen der islamischen Terroristen


Genf/Erbil (kath.net/idea) Die unvorstellbare Grausamkeit der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) lässt Christen und Kirchen in aller Welt nach einem entschlosseneren Vorgehen gegen die Organisation rufen. „Die aggressiven militärischen Fähigkeiten von IS zu neutralisieren und ihre vergiftende Ideologie zu entwurzeln, sollte von höchster Bedeutung für die internationale Gemeinschaft sein“, heißt es in einem Appell des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) an den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Der Weltkirchenrat fordert ein Austrocknen der Finanzquellen von IS sowie ein Sondertribunal für dessen Kriegsverbrechen im Irak und in Syrien. Das straffreie Morden von Christen, Jesiden, gemäßigten Muslimen und anderen müsse ein Ende haben. Der ÖRK – Dachverband von 345 evangelischen, orthodoxen und anglikanischen Kirchen mit mehr als 500 Millionen Mitgliedern – verweist darauf, dass IS-Kämpfer christliche Frauen und Mädchen in Käfige sperren und als Sklavinnen halten. Wie es in Berichten aus der von IS eroberten christlichen Stadt Karkosch heißt, werden dort Kinder systematisch geköpft.
Einige Christen greifen zu den Waffen


IS hat Im Norden Iraks rund eine halbe Million Menschen vertrieben und ein Kalifat ausgerufen, in dem die Gruppe das islamische Religionsgesetz, die Scharia, mit brutalsten Mitteln durchsetzt. Seit fast 2.000 Jahren leben Christen in dieser Region. Sie reagieren unterschiedlich auf den Terror. So rief der Patriarch der Apostolischen Katholisch-Assyrischen Kirche, Khaninia Dhinka, zu einem dreitägigen Beten und Fasten für die Verfolgten im Irak und Syrien auf.

Doch andere Christen sehen angesichts der verzweifelten Lage keinen anderen Ausweg, als selbst zu den Waffen zu greifen und gegen IS zu kämpfen. „Das Reden über Jesus und Frieden ist nicht genug“, sagte Henry Sarkis von der Assyrischen Patriotischen Partei dem US-Magazin National Geographic. Etwa 40 Christen hätten sich der kurdischen Peschmerga-Truppe angeschlossen. „Wir werden in unseren Häusern umgebracht – warum sollten wir uns nicht verteidigen? Wenn wir sterben, dann wenigstens in Würde“, so Sarkis.

IS droht mit Hinrichtung eines Friedensaktivisten

Ein neues Video der IS zeigt die Enthauptung des US-amerikanischen Journalisten Steven J. Sotloff, der sich seit etwa einem Jahr als Geisel in der Hand der Terrorgruppe befand. Der freie Journalist arbeitete unter anderem für die Zeitung „New York Times“. Er habe die arabische Welt geliebt, erklärte die Korrespondentin der Zeitung im Jemen, Laura Kasinof. Mitte August hatten die IS-Terroristen bereits ein Video mit der Hinrichtung des US-amerikanischen Fotojournalisten James Foley veröffentlicht.

Der Scharfrichter drohte jetzt den USA erneut mit weiterer Vergeltung für Militärangriffe auf IS im Irak. Bei dem Täter soll es sich nach Erkenntnissen britischer Geheimdienste um den Engländer Abdel-Majed Abdel Bary handeln, der sich im vorigen Jahr den islamischen Terroristen angeschlossen habe. Er drohte jetzt die Hinrichtung einer britischen Geisel an. Der Friedensaktivist David Cawthorne Haines wurde Anfang 2013 in Syrien entführt. Er arbeitete früher unter anderem für die internationale Organisation Nonviolent Peaceforce (Gewaltlose Friedensmacht) mit Sitz in Brüssel.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Irakischer Bischof: Christen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft
  2. Nordirak: Angespannte Sicherheitslage in der Ninive-Ebene
  3. Irakischer Erzbischof: Leben in Mosul normalisiert sich
  4. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  5. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  6. Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"
  7. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  8. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt
  9. Vor Islamisten gerettete Handschrift soll in den Irak zurück
  10. Freude über geplante Papst-Reise in den Irak







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?
  3. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  4. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  5. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  8. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  9. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  10. „Warum bin ich Christ“
  11. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  12. Mit dem Rosenkranz im Gym
  13. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  14. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  15. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz