Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  4. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  7. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  8. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  9. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  10. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  11. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  12. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  13. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  14. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  15. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv

Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"

10. April 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Chaldäer-Patriarch Sako erneuert Aufruf zu Schaffung einer Zivilverfassung mit Trennung von Kirche und Staat - Nationale Einheit durch mehr Dialog zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Religionen stärken.


Rom/Bagdad (kath.net/ KAP)

Der chaldäische Patriarch Kardinal Louis Raphael I. Sako hat dazu aufgerufen, die Impulse des jüngsten Papstbesuchs im Irak zu nutzen, um "eine neue Seite der Versöhnung" in der Geschichte des Landes aufzuschlagen. Ziel müsse der Aufbau einer "Kultur des Friedens, der Brüderlichkeit, der Solidarität und des Respekts" sein, die "sektiererischen Hass, Streitigkeiten und Konflikte" ein für alle Mal ablehnt, zitieren unter anderem die Portale "Asianews" und "Crux" aus einem Schreiben Sakos an die Menschen im Irak und die Völker des Nahen Ostens. Die zerfallenden Institutionen des Landes müssten wiederaufgebaut und Vertriebenen die Rückkehr in ihre Häuser ermöglicht werden, so der Kardinal.

Ausdrücklich sprach sich Sako in seiner Botschaft erneut für die Schaffung einer Zivilverfassung mit gleichen Bürgerrechten, Gerechtigkeit und Gesetzen für alle Menschen im Irak aus. Es sei an der Zeit "die Religion vom Staat zu trennen und einen zivilen Staat aufzubauen", schlug der Chaldäer-Patriarch vor. Ein solcher Staat, der die Religions- und Kultusfreiheit für alle Iraker gleichermaßen garantiere, sei eben "nicht religionsfeindlich, sondern respektiert alle Religionen".


Der von Papst Franziskus auch im Irak geäußerte Aufruf zur menschlichen Geschwisterlichkeit in aller Vielfalt, sei Ziel aller Gesellschaften und Religionen und entscheidend, um Extremismus und Hass zurückzuweisen. "Es gibt kein Problem den Einzelnen, seiner Religion und seinen Traditionen zu folgen, solange er die Religion des anderen Bruders respektiert, ihn nicht als Ungläubigen behandelt oder ihn verrät, ausschließt oder ausgrenzt", betonte Sako.

Um die "Viren von Terrorismus und Extremismus" zu bekämpfen, schlug der Kardinal unter anderem Veranstaltungen, Kampagnen und die Schaffung eines auf interreligiösen Dialog spezialisierten Zentrums vor, um religiöses Wissen zu fördern und "die Ursachen von Fehlinformationen zu korrigieren", die den "Respekt vor der Vielfalt" behinderten. Auch in den Schulen sollten entsprechende Schwerpunkte gesetzt werden. "Uns eint viel mehr, als uns trennt", hielt Sako fest.

Neben der Stärkung der nationalen Einheit durch mehr Dialog zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Religionen schlug Patriarch Sako für den wirtschaftlichen Aufbau des Iraks auch Initiativen zur Wiederbelebung des Tourismus vor. "Der Irak ist ein großes Museum der sumerischen, babylonischen, chaldäischen, assyrischen, christlichen und muslimischen Zivilisationen", erinnerte der Kardinal und rief zur Restaurierung archäologischer Stätten und Erhaltung religiöser Pilgerorte auf.

Konkret nannte Sako etwa die Kirche von Kochi am Stadtrand von Bagdad, die Ruinen der Kirche von Al Aqiser in Karbala oder die 2014 vom IS zerstörte "Grüne Kirche" aus dem 7. Jahrhundert in Tikrit. Diese Denkmäler sollten als integraler Bestandteil des irakischen Erbes betrachtet werden und seien "viel wertvoller als Ölquellen, die eines Tages versiegen werden", so der Chaldäer-Patriarch.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Irakischer Bischof: Christen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft
  2. Nordirak: Angespannte Sicherheitslage in der Ninive-Ebene
  3. Irakischer Erzbischof: Leben in Mosul normalisiert sich
  4. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  5. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  6. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  7. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt
  8. Vor Islamisten gerettete Handschrift soll in den Irak zurück
  9. Freude über geplante Papst-Reise in den Irak
  10. Erzbischof Warda: BBC hat verfolgte Christen und Jesiden aus irakischer Geschichte „wegretuschiert“







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  4. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  15. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz